GONDWANA - Das Praehistorium

Ausstellung Bildstockstraße 5, 66578 Schiffweiler, DE

Durch atemberaubende, naturgetreue Landschaften der Erdgeschichte zu wandern und Erdgeschichte mit allen Sinnen erleben zu können: Dazu dient Evolution live. Bewegungen, Geräusche, Gerüche, Tageszeiten und Lichtstimmungen, die Dramatik herabstürzender Wassermassen, Seeskorpione und Raubsaurier. Landschaften, die einen unvergesslichen Eindruck.

Autor: hoefgen.com

Das naturhistorische Erlebnis-Museum mit Wooow Effekt! - GONDWANA - Das Praehist

Das naturhistorische Erlebnis-Museum mit Wooow Effekt! - GONDWANA - Das Praehist

Die weltweit einzigartige Dinosaurier-Show, realistische Welten aus der Urzeit, die Zeitreise dur...

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33 Stationen

Begrüßung

GONDWANA–Das Praehistoriumzeigt, wie das Leben begann und bis heute andauert. Das Konzept des Praehistoriumssetzt an der Faszination der Evolution an, um die Wissenschaft, vor allem die Paläontologie, erlebbar zu machen.

Eingangshalle (Argentinosaurus & Oknithocheikus

Argentinosaurus

Der Argentinosaurus huinculensis, die "Argentinische Echse", wurde nach der Stadt Plaza Huincul benannt, in deren Nähe die versteinerten Überreste gefunden werden. Das Gebiet war zu Lebzeiten der Dinosaurier eine trockene, nur spärlich bewachsene Landschaft. Die Flüsse führten nur saisonal oder nach Unwettern Wasser. In kleinen Herden durchstrichen die Tiere die weiten, locker baumbestandenen Ebenen und fraßen im Geäst der Bäume.

Aus den erhaltenen Knochen des Argentinosaurus konnte die Gesamtgröße des Tieres rekonstruiert werden: mit etwa 40 m Länge und 8 m Schulterhöhe ist es eines der größten Landtiere, die je gelebt haben. Der Argentinosaurus gehört zu den pflanzenfressenden Großsauriern, den Sauropoden, und hier zu den Titanosauriden. Die Knochen wurden 1989 entdeckt und 1993 durch die Paläontologen F&xlolfo Coria und Josä Bonaparte erstmals wissenschaftlich beschrieben. Persönlich betreute Professor Coria den Aufbau des Skelettes im Praehistorium. Es ist das erste außerhalb Amerikas existierende Argentinosaurus-Skelett.


Ornithocheirus

Mit bis zu 12 Metern Flügelspannweite ist Ornithocheirus (= „Vogelhari ein sehr großer Flugsaurier. Trotz seiner Größe und wegen seiner hohlen, leichten Knochen blieb er dabei mit einem Gewicht von ca. 80 kg relativ leicht. Ornithocheirus war ein Fischfänger. Indem er die Thermik beim Fliegen ausnutzte, konnte er verhältnismäßig mühelos große Distanzen zurücklegen und war weltweit verbreitet.

Vom Präkambrium ins Kambrium

Das späte Präkambrium und das Kambrium
+++ 700 bis 500 Millionen Jahre vor heute +++

Das Ende des Präkambriums ist der Beginn des „sichtbaren Lebens“ auf der Erde. Bis hierher, über fast 3 Milliarden Jahre, war das Leben, anfänglich sogar als Vielzeller, nur mikroskopisch klein gewesen. Jetzt aber entstehen größere Organismen. Zuerst sind sie noch weichhäutig, weswegen sie kaum fossile Zeugnisse in
den Gesteinen hinterlassen. Im Kambrium, vor etwa 500 Millionen Jahren, bilden Tiere dann häufiger Schalen und Skelette aus. Damit werden ihre Fossilien viel
häufiger. In vielfältigen Formen und Lebensweisen erobert das Leben nun alle Lebensräume im Meer.

Im Oberen Präkambrium und unteren Erdaltertum (Paläozoikum)
Das Leben wird größer, und erobert nun alle wichtigen Lebensräume im Meer. Die Abdrücke im Sandstein der „Ediacara-Fauna“ zeigen das Älteste, was es als sichtbare Lebensreste gibt. Gibt es bald darauf eine „kambrische Explosion“ der Lebensvielfalt? Lebensgroße und weit überlebensgro.e Modelle, als transparente Meeresquallen, als gigantisch vergrößertes Mikroplankton (Acritarche) und als großgewachsener Räuber Anomalocaris stellen das erste vielzellige Leben in den Urmeeren vor.

Entwicklung des Lebens

Im Oberen Präkambrium und unteren Erdaltertum (Paläozoikum)
Das Leben wird größer, und erobert nun alle wichtigen Lebensräume im Meer. Die Abdrücke im Sandstein der „Ediacara-Fauna“ zeigen das Älteste, was es als sichtbare Lebensreste gibt. Gibt es bald darauf eine „kambrische Explosion“ der Lebensvielfalt? Lebensgroße und weit überlebensgroße Modelle, als transparente Meeresquallen, als gigantisch vergrößertes Mikroplankton (Acritarche) und als großgewachsener Räuber Anomalocaris stellen das erste vielzellige Leben in den Urmeeren vor.

Das Silur: Lebensvielfalt im Meer

440 bis 410 Millionen Jahre vor heute
Tiefe, schlammige Meeresböden, die Hochsee, die flachen Schelfmeere: Alles ist von Leben erfüllt. Hier leben hoch entwickelte wirbellose Tiere, unter ihnen riesengroße Kopffüßler, hier schwimmen gepanzerte Fische und die ersten Haie. Im klaren blauen Flachmeer am Äquator wachsen weite Korallenriffe. Die Oberflächen der Länder und Kontinente sind aber noch nackt und kahl. Nur einige Flechten und Moose wachsen dort. Aber die Besiedlung des Landes durch Gefäßpflanzen und Tiere steht jetzt unmittelbar bevor.

Das Devon: Leben geht an Land

410 bis 360 Millionen Jahre vor heute
Nach mächtigen Gebirgsbildungen werden die Flachmeere des Silurs zu hohen Bergketten, riesigen Flussdeltas und weiten Gezeitenebenen. Im heißen, äquatorialen Klima trocknen die flachen Tümpel und Küstensümpfe oft aus. In solchen Umgebungen setzen sich Organismen durch, die sich vor Austrocknung schützen oder zu einem anderen Gewässer weiterwandern können. Von den Gewässerrändern aus erobern niedrigwüchsige Pflanzenrasen das Land. Ihnen folgen bald die Gliederfüßler, später, im Oberdevon, dann die Wirbeltiere. Am Ende der Devonzeit gibt es schon erste Wälder, und sumpfige, feuchte Niederungen werden von Amphibien, Spinnentieren,

Das Karbon: Zeit der Sumpfgiganten

360 bis 300 Millionen Jahre vor heute
In riesigen, ausgedehnten Sumpfwäldern unter tropisch-heißem Klima entstehen mächtige Kohlevorkommen. Anders als in den heutigen Wäldern wachsen in denen des Karbons hauptsächlich baumgroße Bärlappgewächse, Schachtelhalme und Farne. Die Wälder des Karbons produzieren riesige Mengen Sauerstoff, der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre steigt dadurch auf über 35 %. Zum Vergleich: Unser heutiger
Sauerstoffgehalt beträgt 21 %. Unter diesen günstigen Bedingungen wachsen im Karbon manche Tiere zu riesenhaften Größen heran. Auch immer mehr Pflanzen und Tiere machen sich in ihrer Fortpflanzung unabhängiger vom Wasser und entwickeln Anpassungen an trockenere Gebiete außerhalb der Sümpfe. Die ersten Nadelbäume und die ersten Reptilien sind Beispiele dafür.

Karbonwald

Ein undurchdringlicher, wild verstürzter Urwald umfasst uns. Wurzeläste gefallener Schuppenbäume (Lepidodendron; dicke Stämme, z.T. mit breit ausladenden Kronen) und Siegelbäume (Sigillaria; kleinere Bäume mit je zwei Blattschöpfen) ragen aus dem flachen Sumpfwasser und nassen Waldboden-Schlamm hervor. Dicke Stämme der Baumriesen sind halb im Sumpfwaldboden eingesunken. Gerade gestreckt und gleichmäßig wachsen Riesenschachtelhalme (Calamites) am flachen Tümpelufer. Überall Farnlaub, in breitflächigen Wedeln an stämmigen
Bäumen echter Farne, an baumförmigen Farnsamern (Pteridospermen) und als krautige Bodendecker. Der Strahlenkranz der Vorabend-Sonne durchdringt die nebelige Atmosphäre durch die dünn beblätterten Baumkronen hindurch.

Tiere im Karbon

In einer Höhle unter Rindenkruste verbirgt sich Arthropleura, einem breit abgeflachten Riesentausendfüßler ähnlich. Große Skorpione (Pulmonoscorpio) und breitflügelige Libellen-Vorläufer (Meganeura) ruhen auf modrigen Stämmen. Große Lurche mit nass glänzender Amphibienhaut (kleiner: Diplovertebron, groß: Eryops) liegen auf sumpfnassen Uferstreifen. Das faulige Wasser ist erfüllt von Geäst, modrigem Stammbruch und Blattwerk der Sumpfpflanzen. Es ist der Lebensraum beinloser, schlängelnder Amphibien (Dolichosoma), erster Süßwasser-
Eurypteriden und Süßwasser-Muscheln.

Das Perm: Wüsten, Salz und Eis

300 bis 250 Millionen Jahre vor heute
Die großen Festlandsgebiete schließen sich zu einem gewaltigen Urkontinent (Pangaea) zusammen. Im Inneren der gewaltigen Landmasse entsteht ein trockenes und heißes Klima. Halbwüsten und Wüsten entstehen; flache Meere werden langsam eingedampft und hinterlassen große Salzlagerstätten. Am Südpol der Erde gibt es unterdessen kaltes Polarklima und mächtiges Eis. Tiere und Pflanzen dieser Zeit passen sich an Trockenheit und Kälte an. Nadelbäume und Reptilien erobern die heiß-trockenen Landschaften. Auf der Südhalbkugel leben im kühlen polaren Klima Reptilien, die in vielen Merkmalen schon säugetierähnlich waren.

Permlandschaft – In Wüstenschlucht und Wadi-Canyon

Das Klima hat sich gewandelt. Wir sind in einer trockenen Halbwüsten-Landschaft. Sandbeladener Wüstenwind hat die Sandstein-Schichtung eines engen, steilwandigen Wüstencanyons streifig herausgefräst. Spärlich die Pflanzen, die diese Wüstentrockenheit aushalten, nur ein paar frühe, knorrige Nadelbäume haben sich mit ihren Wurzeln in Spalten und Klüften der Canyon-Felsen festgekrallt. Sie ziehen ihre Flüssigkeit aus nächtlichem Kältetau, langwieriger Restnässe der Spalten im Gestein und gelegentlichen Wüstenfluten. Auf einem Felsblock über uns liegt die Trockenmumie einer Wüstenechse (Varanosaurus), ein Produkt der dörrenden Trockenhitze. Von einem Felsplateau herab droht zischend ein Rückensegel-bewehrtes Reptil, (Dimetrodon). Es ist noch ängstlich erschrocken über den vergangenen plötzlichen Flutsturz durch den felsigen Wadi-Canyon vor uns. Unerwartet und überraschend war die Canyonflut fern niedergehenden Unwettern gefolgt. Mit zerstörerischer Gewalt hat sie alles Leben und Gestein am breiten Flutbett mit sich gerissen. Im Flutgeröll der Schlamm-Massen liegen Knochen der Ertrunkenen und Zermalmten: Der Schädel eines Dimetrodon und das Skelett von Seymouria. Rasch und dauerhaft in diese Schuttmassen eingebettet, werden sie zu Fossilien.

Trias – Die Saurier kommen

250 bis 200 Millionen Jahre vor heute

Nach dem gewaltigen Einschnitt am Ende des Perms hat sich das Gepräge der Tierwelt drastisch verändert. Der große Urkontinent Pangaea beginnt, auseinanderzubrechen. Eine zuerst noch wüstenartige Landschaft wird später von flachen Meeren und riesigen Sümpfen bedeckt. In ihnen leben eine Vielzahl von Reptilien, die ersten Dinosaurier und großwüchsige Amphibien. Noch sehr klein und unauffällig entwickeln sich die ersten Säugetiere.

Triaslandschaft - Fluß-Totarm in subtropischem Urwald

Das dunkle Grün eines Nadelwaldes umgibt uns. Dichtes Wurzelwerk und dicke Wurzeläste durchdringen die steilwandigen Abbruchkanten des tonig-felsigen Urwaldbodens. Hier und da ragt der stabilisierende Felsunterbau hervor. Niedrige Waldplateaus umgeben die Szene. Dort steht zwischen jungen Nadelbäumen noch das frischere Grün der Farnbäume, Cycadeen und Bennettiteen. Moose, Farnkräuter und Flechten überwuchern umgestürzte, vermodernde Baumriesen. Hinter einem mächtigen Baumstamm liegt die ruhige Wasseroberfläche eines Urwaldflusses, umstanden von Schachtelhalmen. Im Wasser liegt ruhig, aber aufmerksam lauernd, ein Rutiodon. Fast alles in seiner Gestalt erinnert an ein heutiges Krokodil; nur die Lage der Nasenöffnungen lässt rein äußerlich eine Unterscheidung zu. Es ist ein Phytosaurier, ein früher Dinosaurier-Vorfahr. Wenn er ab und zu überraschend und mit dem Schwanz schlagend, herumwirbelt, erinnert er nicht nur gestaltlich, sondern auch in seinem Verhalten an ein Krokodil.

Der Jura: Zeit der Giganten

In den Meeren und auf den Festländern der Jura-Zeit sind Dinosaurier die uneingeschränkten Herrscher. Fischsaurier und Paddelechsen schwimmen im offenen Meer, auf den Felsen tropischer Lagunen tummeln sich Kolonien von Flugsauriern. Neben den Dinosaurier-Giganten gibt es auch viele kleinere Arten, die kleinsten unter ihnen werden nur etwa so groß wie ein Huhn. Viele dieser Kleinsaurier tragen ein Federkleid. Aus ihnen gehen, noch in der Jura-Zeit, die Vögel hervor. Erdweit markiert der Jura den Beginn der Bildung der Ozeane Atlantik und Pazifik. So beginnt sich langsam das heutige globale Erdbild herauszubilden.

Jura - Lagune von Riff-Felsen umgeben

Wir stehen vor Barren, kleinen Inseln und Pilzfelsen aus Riffkalk umgeben vom ruhigen Wasser einer Lagune. Ein zarter Tropenwind erzeugt ein welliges Gekräusel auf der Wasseroberfläche. Die nicht vom Wasser bedeckte Strandfläche wird von feinstem, weißem Kalkschlamm bedeckt. Er ist mit den Spuren der Strandbewohner übersät. Die Ruhe und Abgeschiedenheit der Lagune ist einladend. Aber das Wasser ist durch Algenblüten und durch Sauerstoffmangel vergiftet. Wenn Tiere bei Tropenstürmen vom offenen Meer her in die Lagunenbucht hineingeworfen werden, ist ihnen der rasche Tod sicher. Auch Flugsaurier aus den lauten Kolonien der Uferfelsen werden oft Opfer des Giftwassers. Keine grabenden oder bodenbewohnenden Tiere stören die feinschichtigen Konservierungslagen des abgestorbenen Lebens im Sediment. Feinheiten von Häuten, Federn und Weichteileindrücken werden so bis in alle Details überliefert. Pfeilschwanzkrebse (Mesolimulus), die noch versuchten, zu entkommen, sind am Ende ihrer kurzen Fährte verendet. Ein toter Ammonit, schaukelnd im flachen Wasser treibend, ist mit der Unterseite seines Gehäuses auf dem Schlamm aufgestoßen, hat noch einen Eindruck hinterlassen und ist dann zur Seite umgekippt. Wie Vogelfüße bedecken die Fußeindrücke des zweibeinigen Läufers Compsognathus den Strandschlamm. Auf einem Pilzfelsen sehen wir zwei große, ausgewachsene Exemplare dieser Tiere. Sie, die normalerweise nur Echsen fressen, streiten sich um einen auf den Felsen geworfenen Haifisch. Die Bucht wird von einem Uferwald aus Nadelbäumen, Cycadeen und Farnen umgeben. Ein abgestorbener Baumstamm ragt über den Rand der Uferklippe aus Riffkalkstein. Auf ihm sitzt ein gefiederter Urvogel (Archaeopteryx).

Die Unterkreide: Tropensümpfe und Polarnacht

145 bis 100 Millionen Jahre vor heute

Die Unterkreide ist eine Zeit der großen, erdweiten Klimagegensätze. Im heutigen Europa ziehen große Iguanodon-Herden durch tropisch-heiße Sumpflandschaften. In Richtung des Südpols aber herrscht kaltes, polares Klima. Neben den Dinosauriern entwickeln sich die Vögel und die Säugetiere immer weiter. Bei den Pflanzen erscheinen die ersten Bedecktsamer. Südamerika und Afrika, einst im großen Superkontinent Gondwana vereinigt, trennen sich voneinander. Seither driften die beiden Kontinente immer weiter in Richtung ihrer heutigen Position. Dabei öffnet sich langsam der Südatlantik.

Unterkreide-Landschaft - Subpolarer, nächtlicher Winterwald

Wir gehen durch das kalte, bläuliche Dunkel eines polarnächtlichen Winterwaldes. Nadelbäume und kleinere Baumfarne sind, wie auch die krautigen Bodenfarne, von einer dünnen Schneelage überzogen. An den Felsen an Abbrüchen der starr gefrorenen Walderde hängen Gruppen und Ketten von Eiszapfen. Südpolarlicht durchzuckt und durchwabert den Nachthimmel. Winterliche Baumzweige breiten sich dunkel, starr und überfroren aus. Schwarz und schemenhaft heben sie sich gegen den schwach erleuchteten Hintergrund des Polarhimmels ab. Eine Wasserlache ist von einer dicken Eiskruste bedeckt. In der ausgemulchten Höhle eines verrotteten Baumstammes liegen, sich gegenseitig wärmend, drei kleine Dinosaurier (Leaellynasaura). Sie schlafen und sind nicht in Kältestarre gefallen. Die Tiere sind eine der wenigen Dinosaurier-Arten, die sich so an das subpolare Klima angepasst haben, dass sie sogar die Monate der strengen Polarnächte aktiv überstehen können. Eine stille, kältestarre Welt vor 110 Millionen Jahren.

Die Oberkreide: Leben wird modern

100 bis 65 Millionen Jahre vor heute

Starkes Treibhausklima sorgt während der Oberkreide-Zeit für eine starke Erwärmung. Wegen der erdweit veränderten Strömungen in den Ozeanen wird das Meerwasser immer wieder sehr sauerstoffarm. Gondwana driftet weiter auseinander und die südlichen Ozeane werden immer weiter. Immer noch sind die Dinosaurier die herrschenden Wirbeltiere an Land und auch im Wasser. Die bedecktsamigen Blütenpflanzen breiten sich jetzt rasch aus und werden vorherrschend. Neben den modernen Blütenpflanzen sorgt die Entwicklung des Grases dafür, dass die Pflanzendecke an Land ein immer bekannteres, moderneres Gesicht bekommt.

Oberkreide-Landschaft: Geröllfluss durch Wald-Farnschlucht.

Ein Wasserfall stürzt über Felskaskaden in einen kleinen Urwaldfluss hinein. Zu dieser Jahreszeit, in den warmen Subtropen, führt das Flüsschen nur wenig Wasser. Unser Weg führt über das flache, geröllbedeckte Ufer. Hier können wir trockenen Fußes gehen. Bei stärkerer Wasserführung wird die Geröllfläche ebenfalls von Wasser überflossen. Der Einschnitt vor uns wird begrenzt durch senkrecht abfallende Schluchtwände.
Sie sind dicht mit krautigen Farnen bewachsen. An wenigen Stellen, zwischen den Farnkräutern und unten an den Schluchtwänden, tritt das nackte Gestein hervor, von dem fließenden Wasser immer wieder freigelegt. Es ist ein grobes Konglomerat, dem auch die Gerölle des Flussbettes entstammen. Im Geröllbett des Flüsschens, umflossen vom Wasser, liegt der frische, noch blutende Kadaver eines frisch gerissenen Horndinosauriers Triceratops. Sein räuberischer Feind, Tyrannosaurus rex, wacht misstrauisch und unsicher über seiner Beute. Gerade hat er die ersten herausgerissenen Bissen aus der Triceratops-Flanke heruntergeschlungen. Von fernen Seen im Urwald jenseits der Schlucht dringen die ersten Rufe von Vögeln her. Eine Erdhöhle ist von einem Opossumratten-ähnlichen Tier (Alphadon) bewohnt. Es ist eines der noch recht kleinen
Säugetiere des Erdmittelalters, die zu dieser Zeit ihr Dasein noch im Schatten der großen Dinosaurier fristen. Oben auf dem Plateau einer der Schluchtwände zeigen Blüten einer Magnolie an, dass unterdessen die ersten echten Blütenpflanzen entstanden sind. Mehr und mehr werden diese Pflanzen von nun an die Vorherrschaft übernehmen. Im Wurzelwerk über uns lauert eine große Spinne (Tarantula) auf Beute.

Patäontologie: Unser Fenster in die Vorzeit

Ihr Aufenthalt im Praehistorium ermöglicht es Ihnen, in die Welt der Vorzeit zurückzureisen. in eine Welt die schon vor vielen Mittionen von Jahren existierte, lange bevor die ersten Menschen die Erde durchwanderten. Ein Team von Wissenschaftlern. Künstlern und Designern hat sie hier zum Leben erweckt. Woher aber wissen wir, wie diese urzeittiche, längst versunkene Welt aussah?

Die Antwort ist: Durch Fossilien und durch die Patäontologie! Fossilien sind die körperlichen Überreste und Belege von Leben auf der Erde, das lange vor der aus menschlichen Aufzeichnungen bekannten Geschichte existierte. Patäontologie ist die Erforschung dieser Fossilien. Das schließt nicht nur Tiere und Pflanzen von mikroskopischer bis hin zu gigantischer Größe ein, sondern auch ihre Fährten. Abdrücke und selbst ihren Kot.

Indem sie alle diese Belege studieren, können Paläontologen ein vietschichtiges Bild des vorzeitlichen Lebens zeichnen - ein Bild, das durch ständig hinzugewonnene wissenschaftliche Erkenntnisse immer wieder neu gezeichnet wird.

Z.E.R.A. Zeitreise

Zeitreisen sind möglich! Durch Zeitennebel und mit einem Zeitenfluid-Generator werden die Besucher bei der GONDWANA - Das Praehistorium - Zeitreise mit der Z.E.R.A. Zeitexpress Reiseagentur Schritt für Schritt durch die wichtigsten Phasen der Säugetier- und der Menschheitsgeschichte geführt. Das fehlte GONDWANA - Das Praehistorium bisher noch: Die Erdneuzeit mit der Säuger- und Menschenentwicklung.

Zeitzone 1: ISS Internationale Raumstation

Willkommen in Zeitzone 1!
Es ist das Jahr 2005. Sie sind an Bord der Internationalen Raumstation ISS und umkreisen die Erde in 400 km Höhe.

Ein amerikanischer Astronaut befindet sich an der Außenfläche der ISS - und wird dabei von einem Roboterarm gehalten.
Die Zahl der Menschen auf unserem Planeten nähert sich der 7 Milliarden-Grenze. Jeder Kontinent auf der Erde ist bewohnt. Die kulturelle Evolution hat den Menschen zu gewaltigen technischen Errungenschaften befähigt, von denen die Raumfahrt eine der spektakulärsten ist.

Durch seine Fähigkeit zur Zusammenarbeit und durch Anpassung hat sich der Mensch zum erfolgreichsten Lebewesen unseres Planeten entwickelt. Er ist dabei, alle Bereiche der Natur zu durchdringen und zu beherrschen. Und damit nicht genug: Sein Entdeckungstrieb und Wissensdurst drängen ihn zum Aufbruch in die lebensfeindlichen Sphären des Universums.

Mittlerweile steht die Menschheit vor der Frage, ob ihr eigener Erfolg nicht zu ihrem größten Problem geworden ist.

Industrielle Revolution

Willkommen in Zeitzone 2!
Es ist das Jahr 1795.
Sie sind in einer Textilfabrik in England.

Vor Ihnen steht eine der ersten von James Watt erbauten Dampfmaschinen. Sie wird von einem Heizer und seinem Kohlenjungen befeuert.
Mit ihrer unerschöpflichen Antriebskraft ersetzt die Dampfmaschine die herkömmliche handwerkliche Einzelfertigung durch industrielle Massenproduktion - die industrielle Revolution ist geboren! Die Massenproduktion ermöglicht die Herstellung von viel mehr und viel billigeren Waren.
Durch diese kulturelle Errungenschaft des Menschen vervielfältigt er seine Arbeitskraft um das Hundert- und Tausendfache und verlagert die Arbeit auf Maschinen - ein Prozess der in mannigfachen Varianten und Verfeinerungen bis heute andauert.

Mittelalter

Willkommen in Zeitzone 4!
Es ist das Jahr 1380.
Sie befinden sich im Mittelalter im heutigen Deutschland.

Eine befestigte Stadt wird angegriffen. Die feindlichen Truppen haben die Stadttore durchbrochen.
Reiche Städte sind im Mittelalter oft Ziel von Streitigkeiten und Konflikten. Sie entstehen an großen, wichtigen Straßen oder Flüssen. Der Handel ist ihr Lebenselixier. Mauern schützen sie nach außen. Sie werden zu burgartigen Festungen – und ihre Bewohner zu “Bürgern”.

Aber Stadtmauern bedeuten auch, dass der Platz innerhalb der Städte begrenzt ist. Die Häuser werden höher, und überspannen die schmalen Gassen. In der Enge werden Hygiene und Sauberkeit zum Problem. Die Gassen waren Müllhalde und Kloake in einem. Passen Sie deshalb auf, wo sie hintreten!
Viele Städte befreien sich von Sklaverei und vom feudalen System. Dort kann sich eine neue, unabhängigere Art des Denkens entwickeln- Grundlage für politische, soziale und ökonomische Veränderungen und Fortschritte.

Zeitzone 5: Ägypten

Willkommen in Zeitzone 5!
Es ist das Jahr 3450 vor unserer Zeit.
Sie sind in Ägypten.

Vor Ihnen steht ein ägyptischer Priester in einem Tempel mit Papyrussäulen. Er rezitiert aus dem Buch der Toten vor der Mumie eines hohen Aristokraten.
Die Ägypter verfügen bereits über eine hoch entwickelte Mathematik, Medizin und Architektur, über eine eigene Schrift, über Papyrus anstelle von Papier, und sie haben einen öffentlichen Dienst, ein Buchhaltungswesen und eine Berufsarmee.

Die Ägypter mumifizieren ihre Toten, weil sie davon überzeugt sind, dass die Toten ihre Körperhülle zum Weiterleben im Jenseits benötigen. Die Sprüche aus dem Buch der Toten sollen die Verstorbenen auf ihrer Reise durch die Unterwelt begleiten, hin zum Leben im Jenseits. Die Ägypter haben eine komplexe Religion mit einer wohl organisierten Priesterschaft entwickelt, die Wohlstand und Macht ansammelt.

'Riesige Vermögen werden zur Schaffung von Tempeln und Pyramiden als Behausungen der Toten aufgebracht - „Häuser der Ewigkeit“ zur Erlangung von Unsterblichkeit. Sie bezeugen, was Menschen leisten können, wenn sie von einer Idee beseelt sind.“

Zeitzone 3: Mayas und Konquistadoren

Willkommen in Zeitzone 3!
Es ist das Jahr 1540.
Sie befinden sich in einem verfallenen Maya-Tempel in Mittelamerika.

Spanische Eroberer, Konquistadoren genannt, betreten erstmals diese vom Regenwald zurückeroberte alte Maya-Kultstätte. Es ist das Zeitalter der großen Entdeckungen.
Das Streben des Menschen, die ihn umgebende Welt zu erkunden und für seine Zwecke zu nutzen, veranlasst ihn, seit Jahrhunderten erprobte Handelswege zu verlassen und sich hinaus zu wagen auf die unbekannten, gefährlichen Meere.
Spanische Seefahrer gehören zu den herausragendsten dieser Zeit. Sie entdecken und erobern Mittel- und Südamerika. Aber anstelle mit Gold gefüllter Städte, wie bei den Azteken - und bei den Inkas, finden sie nur Ruinen längst verlassener, einst mächtiger Tempel, Pyramiden und Paläste der Maya. Überreste einer hoch entwickelten Kultur – mit einer komplexen Religion, staunenswerten Kunst und erhabenen Architektur.
Wir wissen nicht, warum die Zivilisation der Maya aufgegeben wurde. Dieses Muster aus Entfaltung und Zusammenbruch wiederholt sich aber in der Evolution immer wieder.

Zeitzone 6: Bronzezeit

Willkommen in Zeitzone 6!
Sie befinden sich im Jahr 4000 vor unserer Zeit – in Nordeuropa in der Hütte eines Töpfers.

Vor ca. 12.000 Jahren begann sich die Landwirtschaft über Europa zu verbreiten. Sie hat sich dann als herrschende Lebensform der Menschen in der Bronzezeit vor 4.000 Jahren durchgesetzt.
Der Anbau von Getreide und die Zähmung von wilden Tieren zu nutzbaren Haustieren ist eine der wichtigsten Errungenschaften in der Menschheitsgeschichte. Statt dem Wild jagend hinterher zu ziehen, können Menschen nun erstmals dauerhaft an einem Ort verbleiben – und behalten dabei trotzdem eine verlässliche Versorgung mit Nahrung und allem, was sie zum Leben brauchen.
Menschen gewinnen aufgrund ihrer Sesshaftigkeit auch Zeit und Kraft, andere Erkenntnisse und Fähigkeiten im Bereich von Handwerk und Kunst zu entwickeln. Sie finden heraus, dass sich durch Mischung der weichen Metalle Kupfer und Zinn die härtere Legierung Bronze herstellen lässt. Bronze ist widerstandsfähiger und bestens zur Herstellung von Werkzeugen und Waffen geeignet.
Auch die Weberei und die Töpferei sind weit entwickelt und Töpfe, Stoffe und Bronzeartikel werden über ganz Europa gehandelt. Die alten Steinwerkzeuge bleiben aber noch lange in Gebrauch – ein Beleg dafür, dass sich neue kulturelle Entwicklungen nicht über Nacht durchsetzen.

Zeitzone 7: Cro-Magnon-Menschen

Willkommen in Zeitzone 7!
Sie befinden sich im Jahr 30.000 vor unserer Zeit.
Sie sind im heutigen Frankreich in einer von Cro-Magnon-Menschen besiedelten Höhle.

Einige Mitglieder der Sippe feiern ihr Jagdglück. Cro-Magnon-Menschen sind nach einer höhlenartigen Fundstätte im Süden Frankreichs benannt. Sie gelten als die frühesten bekannten Exemplare des Homo sapiens. Ihr Körperbau entspricht dem des modernen Menschen.
Seit ihrer Entdeckung in Frankreich sind Knochenreste und Erzeugnisse des Cro-Magnon-Menschen über ganz Europa, Asien und Afrika gefunden worden. Seine Intelligenz und Anpassungsfähigkeit hilft dem Cro-Magnon-Menschen, während der letzten Kaltzeit zu überleben und die härtesten Umweltbedingungen zu meistern.
Obwohl sie gewöhnlich als „Höhlenmenschen“ bezeichnet werden, halten sie sich überwiegend nur im Winter in Höhlen auf und ziehen in den übrigen Jahreszeiten jagend dem Wild hinterher. Die Kultur des Cro-Magnon-Menschen ist sehr komplex und fortschrittlich. Uralte Höhlenkunst ist das Werk begabter Künstler. Sie zeigen eine gekonnte Verwendung von Linien und Farben.
Künstlerische Ausdruckskraft ist ein universelles Zeugnis kultureller Evolution. Die ganze Geschichte der Menschheit hindurch ist sie ein wesentlicher Teil von dem, was uns zum Menschen macht.

Zeitzone 8: Neandertaler

Willkommen in Zeitzone 8!
Es ist das Jahr 40.000 vor heute.
Sie befinden sich in einer Alpenregion.

Eine kleine Gruppe von Neandertal-Jägern greift die größte Beute dieser Zeit an - ein riesiges Wollhaar-Mammut!
Die Neandertaler sind an die kalte eiszeitliche Umwelt gut angepasst – und sie sind sehr geschickte Jäger großer Säugetiere. Ihre Gehirne waren so groß wie beim Homo sapiens – wenn nicht sogar größer.
Neandertaler fertigen fortschrittliche Werkzeuge und Speere. Sie beherrschen den Gebrauch des Feuers und leben in komplexen sozialen Gruppen. Es gibt Hinweise darauf, dass sie ihre Toten in markierten Gräbern bestatten, manchmal mit Grabbeigaben. Das hat zuvor keine andere Hominiden-Art in dieser symbolischen Bedeutung praktiziert.
Vor ungefähr 30.000 Jahren starben die Neandertaler aus. Während der letzten 10.000 Jahre ihrer Existenz lebten Neandertaler neben modernen Cro-Magnon-Menschen und sie traten sicherlich mit ihnen in Kontakt. Welcher Art diese Begegnung war, ob kriegerische Kämpfe, friedlicher Handel oder sogar genetische Vermischung, das wissen wir nicht.

Zeitzone 9: Homo ergaster

Willkommen in Zeitzone 9!
Sie befinden sich in einer Landschaft Ostafrikas vor 1,5 Millionen Jahren.

Hier lebt einer unserer bedeutendsten Vorfahren: Homo ergaster - der arbeitende Mensch. Er trägt diesen Namen, weil er der erste unserer Vorfahren ist, der lernt, die Welt und das Material um sich herum bewusst zu formen und zu gestalten.
Homo ergaster kennt den Gebrauch des Feuers und stellt Werkzeuge her - aus Basalt, Quarzit, oder Hornstein, um damit Felle zu schaben und Fleisch zu zerteilen. Die Jagd und der Verbrauch von Fleisch ist ein wichtiger Faktor in der Evolution der Menschenartigen. Sich dabei des Feuers und des Gebrauchs von Werkzeugen bedienen zu können, macht ihnen das Leben einfacher und sicherer.
Die Entwicklung eines größeren Gehirns bei Homo ergaster könnte mit Proteinen zusammenhängen, wie sie der Verzehr von Fleisch bietet. Die Fleischnahrung macht es diesen Frühmenschen aber auch möglich, sich räumlich auszubreiten, weil sie nicht mehr eng an Lebensräume und Jahreszeiten mit essbaren Pflanzen gebunden waren.
Es sind diese Frühmenschen, die ihre vertrauten Reviere in Afrika verlassen, um im Laufe von vielen tausend Jahren alle erreichbaren Landmassen der Erde zu besiedeln.

Zeitzone 10: Australopithecus afarensis

Willkommen in Zeitzone 10!
Sie befinden sich 3,5 Millionen Jahre vor unserer Zeit in einer Savanne Ostafrikas.

Hier werden Sie Zeuge einer Szene aus dem Leben eines unserer frühesten bekannten Vorfahren - des Australopithecus afarensis. Er ist benannt nach einer Fundstätte dieses Vormenschen-Typs in Äthiopien. Der Name bedeutet „Südlicher Affe aus Afar“. Ein Australopithecus-Mann greift wütend eine Hyäne an, die seine Gefährtin und deren Baby bedroht.
Der Australopithecus afarensis weist bereits die anatomischen Entwicklungen im Becken- und Kopf-Hals-Bereich auf, die ihn dauerhaft zum aufrechten Gang befähigen. Gleichzeitig ist er aufgrund der Stellung seiner Gliedmaßen noch in der Lage, im Astwerk der Bäume zu leben und sich dorthin vor Feinden zurück zu ziehen. Somit ist er seiner Umwelt sehr gut angepasst, als sich die trockenen Savannen in ganz Afrika ausbreiten und die riesigen Waldflächen zurückdrängen.
Die Australopithecinen leben wie moderne Affen in sozialen Gruppen. Sie ernähren sich von Blättern, Wurzeln und Früchten, aber wohl auch von Insekten und kleinen Säugetieren. Auffällig ist bei ihnen der starke Unterschied zwischen den Geschlechtern - die Weibchen sind nur halb so groß wie die Männchen.

Zeitzone 11: Sahelanthropus tchadensis

Willkommen in der Zeitzone 11!
Sie befinden sich am Rande eines Regenwaldes in Zentralafrika, dem heutigen Tschad, vor 7 Millionen Jahren.

Über Ihnen, auf der Luftwurzel einer Würgefeige, steht ein Exemplar der wohl ältesten Art im Stammbaum des Menschen, Sahelanthropus tchadensis, was soviel bedeutet wie „Sahel-Mensch aus Tschad“. Er ist möglicherweise der gemeinsame Vorfahre von Menschenaffen und Menschen.
Die Öffnung, an der die Wirbelsäule am Schädel ansetzt, liegt bei Sahelanthropus unterhalb des Schädels, statt an der Hinterseite. Dies zeigt, dass er schon aufrecht gehen kann. Das Gehirn von Sahelanthropus ist ungefähr so groß wie bei einem Schimpansen - und er hat sicherlich in vergleichbaren Gruppen gelebt.
Als die Regenwälder, die einst ganz Afrika bedeckten, vor den Trockensavannen zurückweichen mußten, fanden sich Menschenartige wie Sahelanthropus an den Übergängen zwischen den Wäldern und den weiten offenen Ebenen wieder. Diese Umweltveränderung zwang unsere fernen Vorfahren über viele Jahrtausende zur allmählichen Anpassung ihrer Lebensgewohnheiten - u.a. auch zur Entwicklung des aufrechten Gangs.

Zeitzone 12: Sumpfwald von Messel

Willkommen in der Zeitzone 12!
47 Millionen Jahre vor heute. Sie befinden sich in einem subtropischen Sumpfwald in einer Gegend Europas, in der heute Messel bei Darmstadt, Südhessen, liegt.

Es ist die Zeit der raschen Entwicklung und Ausbreitung der Säugetiere und der Vögel. Das Verschwinden der Dinosaurier nach dem Ende der Kreidezeit hat diese Vielfalt der Säugetiere erst möglich gemacht.
Raubtiere, Pferde, Elefanten, Giraffen und viele andere Säuger beginnen sich zu entwickeln. Unter den Säugetieren beginnt sich eine neue Ordnung zu entwickeln: die Primaten. Das äffchen- oder lemurenartige Tier auf dem umfallenden Baumstamm vor Ihnen ist Darwinius masillae, auch kurz „Ida“ genannt – ein früher Primat und damit ein Verwandter von uns Menschen.
Manche Säugetiere und auch Vögel nehmen Riesenformen an, wie Gastornis, ein gewaltiger Laufvogel. Gastornis, der „Terrorvogel“, ist mit seinem Riesenschnabel ein auch für frühe Primaten ein schrecklicher Feind. Ihm zu entkommen, gelingt unseren Verwandten nicht immer. Doch diesmal wird ein kleines Urpferd sein Opfer.

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