Kleinlinden historisch entdecken

Tour L3475 251, 35398 Gießen, DE

Im Rahmen des 750-jährigen Jubiläums Kleinlindens, hat die Brüder-Grimm-Schule diesen Rundgang durch "Linnes" erstellt. Im Rahmen des Wahlpflichtunterrichtes der Klassen 9 und 10 haben Schülerinnen und Schüler historische Orte in diesem Walk für interessierte Besucherinnen und Besucher aufbereitet.

Autor: Brüder-Grimm Schule

9 Stationen

Der Friedhof

Friedhofsweg 11, 35398 Gießen, DE

Auf dem Kleinlindener Friedhof gibt es acht historische Grabsteine, die an der Außenwand der Kapelle anzuschauen sind.
Namen sowie die Inschrift der Steine sind in der Beschreibungen der Bilder zu finden.
Die Leichenhalle ist ebenfalls auf dem Friedhof zu finden. Diese ist im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts entstanden und vom Jugendstil beeinflusst. Ein Sandsteinsturz des Kirchenportals der alten Kirche ist als Spolie in die Südseite eingelassen worden. Die Inschrift ist ebenfalls in der Bildbeschreibung zu finden.

Folgende Quellen wurden für die Beschreibung verwendet:
http://denkxweb.denkmalpflege-hessen.de/61864/ (Stand 08.05.19)
http://www.giessen-klein-linden.de/archivgruppe/PDF/Grabdenkm%C3%A4ler%20Klein-Linden.pdf (Stand 08.05.19)

Die Evangelische Kirche

Zum Maiplatz 23, 35398 Gießen, DE

Die Evangelische Kirche in Kleinlinden ist eine einschiffige, neuromanische (europäischer Kunststil des 19. Jahrhunderts in Form der Romantik) Saalkirche. Eine Saalkirche ist eine Kirche in der der Innenraum nicht durch Stützen unterteilt ist. Diese Kirche ist ein hessisches Kulturdenkmal.
Vor dem Bau der evangelischen Kirche fanden auf dem Kirchhof an der Untergasse Gebete, Andachten und Seelsorge statt. Dafür wurde eine kleine mittelalterliche hölzerne Kapelle genutzt. Erwähnt wurde diese erstmals im Jahr 1612. Ein Jahr später wurde sie durch eine kleine Steinkapelle ersetzt, welche im Jahr 1613 erbaut wurde. Hier fanden in der Zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts Gottesdienste an Sonn- und Freitägen statt. Diese Kapelle wurde dann im 19. Jahrhundert von der nun vor Ihnen sichtbaren Kirche ersetzt. Sie wurde von 1864-1866 erbaut.1944 wurde bei Bombenangriffen der Alliierten auf die Stadt Gießen das Kirchdach beschädigt. Diese Schäden wurden 1951, nach Kriegsende, wieder behoben . Zudem wurden 1960 elektrische Heizungen eingebaut und 1961 die Empore erweitert.1966 wurde die Kirche weitgehend renoviert.
Die Kleinlindener Kirchengemeinde, die aus ehrenamtlichen Mitgliedern zusammengesetzt ist, bietet jeden Sonntag einen Gottesdienst an, welcher meist vom Pfarrer Ekkehard Landig geleitet wird



Die Brüder-Grimm Schule

Lützellindener Straße 63, 35398 Gießen, DE

Mit dem Bau der Brüder-Grimm Schule wurde am 02.12.1965 begonnen.
Bis zum 01.09.1967 war die offizielle Schule noch die 1894 gebaute Rote Schule, die in der Straße „An den Schulgärten" liegt. 1965 schlossen sich die Schulen aus Allendorf und Kleinlinden zum Schulverband Gießen-Allendorf zusammen.
Infolgedessen wurde 1967 das untere Schulgebäude (der heutigen 1.-6. Klassen) um das obere Schulgebäude (der heutigen 7.-10. Klasse) im Jahr 1974 erweitert. Die neue Turnhalle wurde im Jahr 2000 sowie eine neue Mensa mit 6 weiteren Klassenräumen im Jahr 2013 erbaut. 2017 wurde das 1970 gebaute Schulgebäude der heutigen 7.-10. Klassen vollständig saniert.

Die Rote Schule

An den Schulgärten 2, 35398 Gießen, DE

Die Rote Schule war die offizielle Schule von Kleinlinden, bis die Brüder-Grimm-Schule 1967 die Rote Schule ablöste.
Heute befindet sich im Gebäude die gleichnamige Kindertagesstätte "Rote Schule" in Trägerschaft der evangelischen Kirche.

Die Autobahnbrücke

Frankfurter Straße 201, 35392 Gießen, DE

Die Brücke ist 500 Meter lang und hat 13 Millionen DM gekostet; das sind etwa 664. 000€. 1979 wurde die Brücke eingeweiht und war somit Teil des Gießener Rings.

Kriegsgefallenendenkmal

An den Schulgärten 35, 35398 Gießen, DE

Dieses Denkmal wurde im Jahre 1934 von dem Gießener Bildhauer Ludwig Güngerich entworfen. Dieses Denkmal ehrt die Gefallenen des Ersten Weltkrieges (1914-1918). Während diesem Krieg starben neun Millionen Menschen, von denen zwei Millionen Deutsche und 1,5 Millionen Österreich-Ungaren waren. Das Denkmal wurde während des Nazi-Regimes als Propaganda genutzt. Die Soldatenstatue wurde mit der Zeit verändert. So wurde nach dem Ende der NS-Zeit das Hakenkreuz der Statue entfernt. 1990 wurde die zu militärisch klingende Inschrift durch die Aktuelle ersetzt.

Das Kleinlindener Schwimmbad

Pfingstweide 13, 35398 Gießen, DE

Das Kleinlindener Schwimmbad oder auch Linneser Schwimmbad genannt, wurde im Jahre 1938 erbaut und ist von historischer Bedeutung. Im Jahre 1944 wurden dort Experimente an U-Booten während des Zweiten Weltkrieges durchgeführt. Zu dieser Zeit wurden Unterseekriege geführt. Die deutsche Kriegsmarine begann 1936 mit dem Aufbau einer modernen U-Bootflotte. So hatte die Marine 1939 schon 57 U-Boote, von denen 39 im Einsatz waren. Deren Aufgabe war die Versenkung gegnerischer Konvois und Geleitzüge, um die Zufuhr von Versorgungs- und Kriegsgütern nach Großbritannien zu verhindern. In den Memoiren von Herrn Prof. Wilhelm Hanle, welche man im Ersten Physikalischen Institut der Justus-Liebig-Universität findet, erklärte er, dass im Kleinlindener Freibad an der Tarnung von Unterwasserbooten gegenüber Ortung durch Radar der Allierten gearbeitet wurde.

[Quelle: http://linneser-backschiesser.de/fileadmin/user_upload/Backschiesser/media/PDF/Linneser-Backschiesser_119.pdf ; https://de.wikipedia.org/wiki/U-Boot-Krieg#Zweiter_Weltkrieg ; https://www.dhm.de/lemo/kapitel/der-zweite-weltkrieg/kriegsverlauf/u-boot-krieg.html]

Die Burg

Wetzlarer Straße 88, 35398 Gießen, DE

Eine Burg ist in "Lindes" vermutlich um das Jahr 1350/60 erbaut worden, um die Herrschaft des hessischen Landgrafen zu stärken.

Die Freiwillige Feuerwehr

Katzenbach 14, 35398 Gießen, DE

Am 10. Januar 1895 wurde nach einem ersten fehlgeschlagenen Versuch im Jahr 1894 die Freiwillige Feuerwehr Klein-Linden - im Gasthaus "Zum Deutschen Hof" - gegründet. Am Gründungstag traten 19 der anwesenden 54 Klein-Lindener der Feuerwehr bei. Eine genaue Liste der Gründer ist auf der Seite der Freiwilligen Feuerwehr zu finden (http://ff-kleinlinden.de/verein/historie/). In einem ersten Protokollbuch aus den Jahren 1905 bis 1939 über das Geschehen der Feuerwehr ist der erste Eintrag vom 6. Mai 1905 zu finden. Hier wird über eine Versammlung im "Goldenen Löwen" berichtet. Am 2. Juli 1934 wurde das neue Spritzenhaus in der Straße "Katzenbach" eingeweiht. Während des 2. Weltkrieges ruhte das Vereinsleben. Die erste Nachkriegsversammlungen fanden im Frühjahr 1948 statt. Im Februar 1983 wurde das alte Gerätehaus, das 1934 errichtet worden war, durch Mitglieder abgerissen. An gleicher Stelle entstand ein neues Gerätehaus, welches am 06. Mai 1984 vorgestellt wurde.1995 wurde das 100-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr gefeiert. Die Jugendfeuerwehr wurde 1972 gegründet und ihr gehören heute ca. 30 Mädchen und Jungen an. Der Verein hat aktuell 351 Mitglieder.



Folgende Quellen wurden für die Beschreibung verwendet:
http://ff-kleinlinden.de/verein/historie/ (Stand: 05.06.19)
https://www.giessener-allgemeine.de/giessen/feuerwehr-kleinlinden-blickt-jubilaeum-2020-12219252.html (Stand: 05.06.19)