Rundgang Altstadt Warendorf

Stadtführung Markt 4, 48231 Warendorf, DE

Wollen Sie Geschichte hautnah erleben? Streifen Sie durch die wunderschönen Altstadtgassen und Sie werden sich in vergangene Zeiten zurückversetzt fühlen. Die kleine Siedlung Warantharpa an der Ems ist in ihrer 1200-jährigen Geschichte zur faszinierenden Stadt Warendorf herangewachsen.

Autor: Stadt Warendorf

Warendorf / Die Stadt des Pferdes

Warendorf / Die Stadt des Pferdes

Warendorf begeistert, denn die Emsstadt bietet ihren Bewohnerinnen und Bewohnern und ihren Gästen...

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8 Stationen

Historischer Marktplatz

Markt 5, 48231 Warendorf, DE

Das geschlossene Ensemble historischer Hausfronten gehört trotz oder gerade aufgrund der Tatsache, dass Bauwerke aus sechs verschiedenen Jahrhunderten sich hier wieder finden, zu den Höhepunkten unter den Sehenswürdigkeiten Warendorfs. Neben dem Historischen Rathaus sind Häuser mit Treppen- und Blendgiebeln zu sehen. Verzierte Kranbalken, die sogenannten "Drachenköppe" und ein prunkvoller Hirsch in der Fassade spiegeln noch heute den Reichtum der alten westfälischen Hansestadt Warendorf wider. Insbesondere die schönen Giebel und die bunten Drachenköppe tragen zu einer einzigartigen Atmosphäre auf dem Historischen Marktplatz bei.

Historisches Rathaus

Markt 1, 48231 Warendorf, DE

An der nordöstlichen Seite des Marktplatzes steht das gotische Rathaus aus dem frühen 15. Jahrhundert. Das traufenständige Gebäude wurde in seiner Geschichte mehrfach umgebaut und zuletzt 1970 mit einem neugotischem Risalit versehen. Entstanden ist das Steinhaus kurz nach dem Stadtbrand von 1404. Heute beherbergt es die Sitzungen des Stadtrates im Sitzungssaal, außerdem Büroräume für die Stadt Warendorf und einen repräsentativen historischen Ratssaal, der auch als Trauzimmer genutzt wird. Das Historische Rathaus kann während der Ausstellungszeiten des Stadtmuseums besichtigt werden.

Pfarrkirche St. Laurentius

Kirchstraße 16, 48231 Warendorf, DE

Schon weit vor den Toren Warendorfs ist der imposante Turm von St. Laurentius auszumachen. Eine Besonderheit dieser zwischen 1404 und 1471 gebauten westfälischen Hallenkirche ist der im wilhelminischen Historismus entstandene mächtige Westbau mit neugotischer Formensprache. Im Inneren ist die Kirche ausgestattet mit bedeutenden Kunstgegenständen.

Ob die Kirche Liudger, dem ersten Bischof von Münster zuzurechnen ist oder als fränkische Missionskirche entstand, ist ungewiss. Urspünglich als Holzkirche errichtet entstand im 12. Jahrhundert zunächst ein romanischer Bau, der am 22. September 1404 einer verheerenden Brandkatastrophe zum Opfer fiel. Übrig blieb nur der romanische Turm, der bis 1414 um einen großen gotischen Hallenbau ergänzt wurde. Erst 1913 wurde die Kirche um ein Joch erweitert und der Turm durch das neugotische Bauwerk mit zentraler Spitze und zwei Nebentürmen ersetzt. Die gesamte Kirche hat eine Höhe von etwa 65 Metern.

Haus Klosterstraße 7

Klosterstraße 7, 48231 Warendorf, DE

Das zweistöckige Gebäude ist 1812 für den späteren Hofrat Dr. Franz Josef Katzenberger errichtet worden. Der vestibülartige Mittelflur wird von zwei Stubeneinbauten flankiert und mündet in einen Querflur, an dem sich rechts das Treppenhaus anschließt. Durch eine Doppeltür gelangt man in einen großen ovalen Gartensaal, eine Tür in der rechten Innenwand verbindet den repräsentativen Saal mit einem Salon. Links von dem Saal befand sich im hinteren Hausteil die Küche, die über den Querflur zu erreichen war. Im Obergeschoss waren weitere Wohn- und Schlafräume untergebracht. Das trotz einiger Umbauphasen in wesentlichen Teilen erhaltene Raumgefüge des Klassizismus erinnert an französische Palaisbauten des 18. Jahrhunderts.

Im Gartensaal und in dem benachbarten Salon befinden sich handgedruckte Bildtapeten, die 1823/24 in der Pariser Manufaktur Dufour & Leroy hergestellt wurden. Während die Bildtapete im Gartensaal „Die Inkas oder die Zerstörung des Reiches Peru“ zum Thema hat, zeigt die im Salon die Geschichte des „Telemach auf der Insel Kalypso“. Beide Bildtapeten gehen auf die Romanerzählungen französischer Schriftsteller zurück.

Alter Marienkirchturm

Münsterstraße 24, 48231 Warendorf, DE

Wer vom Westen her die Stadt betritt, wird zunächst am wuchtigen Turm der Marienkirche Halt machen und verwundert dieses Ensemble – alter Turm und (abseits davon) „Neue Kirche“ – betrachten. Der Kirchturm gehört zu einer älteren Marienkirche, die um 1200 erbaut wurde. Sie war mit ihrem Altarraum nach Osten, zur Stadt hin ausgerichtet. Der Turm hat seinerzeit wahrscheinlich als Wehr- und Fluchtturm gedient, denn eine durchgehende schützende Stadtmauer wurde erst im Laufe des 13. Jahrhunderts gezogen. Die erste urkundliche Erwähnung eines Pfarrers der „Neuen Kirche“ stammt aus dem Jahre 1253.

Schweinemarkt

Schweinemarkt 2, 48231 Warendorf, DE

Der Schweinemarkt ist einer von den drei ehemaligen sogenannten Spezialmärkten Warendorfs. Früher wurden hier Schweine und Wurstwaren verkauft. Zur Erinnerung steht dort eine kleine Granitstele. Besonders sehenswert ist die große Pumpe und das Eckhaus der Petersiliengasse, das durch seine originelle Form auffällt. Regionale Berühmtheit erlangt der Schweinemarkt durch den Sender Radio WAF. Das Sendestudio befindet sich in einem repräsentativen Giebelhaus an der Ostseite des Platzes.

Bentheimer Turm

Klosterstraße 21, 48231 Warendorf, DE

Der Bentheimer Turm ist das letztes Relikt eines um 1300 angelegten Festungsrings rund um Warendorf. Ursprünglich waren es fünf Türme, von denen nur der Bentheimer Turm noch heute erhalten ist. Der große runde Wehrturm diente den Bürgern zur Verteidigung. Wie die gesamte Wehranlage musste er von den Einwohnern der Stadt unterhalten und wenn nötig ausgebessert werden. Zu seinen Füssen liegt der alte jüdische Friedhof mit seinen markanten Grabsteinen. Die Besichtigung des Turms ist nur von außen möglich. Seinen Namen verdankt der Turm wohl den ursprünglichen Bewohnern dieses Areals, den Grafen von Bentheim-Tecklenburg.

Münstertor mit Torhaus

Münsterstraße 34, 48231 Warendorf, DE

Das imposante barocke Münstertor markiert den westlichen Eingang in die historische Altstadt. Die Torpfeiler standen bis 1803 an der Zisterzienserabtei Marienfeld. Auf Betreiben des Warendorfer Bürgermeisters Schnösenberg schenkte der Preußische König Friedrich Wilhelm III. der Stadt Warendorf die Torpfeiler. Seit 1823 steht es direkt vor den beiden Torhäusern, von denen aus der Stadteingang zu früheren Zeiten bewacht wurde.