Raus aus der Stadt - Rein in den Wald!

Tour Unnamed Road, 89081 Ulm, DE

Diese Waldführung richtet sich an alle interessierten Waldbesucher/innen, Schulklassen und Familien. Die Route ist längstens 3km lang und führt durch den Klosterwald nahe Ulm. Es gibt 8 spannende Stationen zu entdecken, rund um das Thema Wald und Forstwirtschaft. Dauer mit Fußweg: Circa 2 Std. Klickt euch rein und viel Spaß im Wald!

Autor: ForstBW Forstbezirk Ulmer Alb, Schloßstr. 34, 89079 Ulm ulmer-alb@forstbw.de

Waldpädagogik Ulmeralb

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8 Stationen

1. Station: Raus aus der Stadt - rein in die Natur!

Unnamed Road, 89081 Ulm, DE

Schön, dass ihr da seid! Ihr seid nun am Startpunkt zu unserer kleinen Waldführung durch den Klosterwald. So wie ihr heute kommen täglich viele, viele Menschen in den Wald. Um Sport zu treiben, spazieren zu gehen oder mit dem Hund Gassi zu gehen. Der Wald – hier vor den Toren von Ulm – ist also ein Ort, den viele Leute nutzen, um sich zu erholen. Das ist schön und wichtig und soll auch so bleiben. Damit es allen – vor allem auch dem Wald – damit gut geht, müssen wir aufeinander Rücksicht nehmen und uns bewusst machen, dass wir hier zu Gast sind!

Jetzt aber los! Auf zur 2. Station. Begebt euch hoch zum Grillplatz und folgt dann dem Pfad, der hinter dem Grillplatz in den Wald führt! Von dort geht es am Waldrand entlang weiter.


"Heute sind wir Gast im Wald
Im grünen Zauberreiche
Heute sind wir Gast im Wald
Bei Tanne, Buche, Eiche
Unser Haus hat viele Räume
Unser Haus ist wunderschön
Wände sind die guten Bäume
Die im Kreise um uns stehn`
Heute sind wir Gast im Wald
Wo wir viel entdecken
Unterm grünen Blätterdach
Spielen wir Verstecken"

2. Station: Die Sinne schärfen

Unnamed Road, 89081 Ulm, DE

Nun steht ihr im Wald. Habt ihr euch ein schönes Fleckchen ausgesucht? Je nachdem wie es das Wetter zulässt, könnt ihr euch auf den Boden setzen, in die Hocke gehen oder euch an einen Baum lehnen. Hier im Wald kann man seine Sinne schärfen. Wenn ihr wissen wollt, welche das sind, schaut euch doch später noch das Video "Draußen" vom Haus des Waldes in der Videobox an. Zunächst einmal wollen wir aber ein Spiel spielen. Es beginnt damit, dass einer von euch auf 3 zählt. Bei 3 schließen alle die Augen und bleiben bewegungslos an ihren Plätzen. Anschließend spitzt ihr die Ohren und lauscht in den Wald hinein. Was könnt ihr hören? Achtet einmal darauf, aus welcher Richtung die Geräusche kommen und überlegt euch von wem oder was sie kommen. Sind das Tiere? Oder vielleicht Menschen? Möglicherweise Maschinen? Lasst die Augen so lange zu, bis ihr alle Geräusche um euch herum zu kennen glaubt. Mindestens jedoch solltet ihr die Augen für 3 Minuten geschlossen halten. Falls ihr eine große Gruppe seid, bestimmt ihr am besten eine Person, die nach Ablauf der Zeit mit einem "Klatschen" allen das Signal gibt, die Augen wieder zu öffnen. Anschließend dürft ihr euch gegenseitig berichten, was ihr gehört habt und wo ihr es gehört habt. Soweit alles verstanden? Dann macht euch bereit: Achtung: 1, 2,...3!

3. Station: Wem gehört der Wald?

89081 Ulm, DE

Ihr habt den Waldpfad nun verlassen und steht auf einem Waldweg. Wart ihr hier schon mal? Wisst ihr noch wo ihr seid? Es ist gar nicht so einfach, sich im Wald zurecht zu finden. Hier gibt es wenig Schilder und man muss sich orientieren können. Aber dennoch, ein paar Schilder gibt es auch hier. Schaut euch mal genau um, ob ihr eines entdecken könnt... Ja richtig, da oben hängt ein Schild am Baum! Es ist schon etwas älter, aber man kann es noch gut lesen. Fangen wir links an. Das Wappen mit den drei Löwen steht für das Land "Württemberg". Das ist der östliche Teil von unserem Bundesland "Baden-Württemberg", in dem wir uns befinden. Das Wappen zeigt zu wem dieser Wald gehört. Könnt ihr es erraten? Richtig – zum Bundesland Baden-Württemberg. Und damit gehört der Wald jedem Bürger, der hier lebt. Bei 300.000 ha Staatswald in ganz Baden-Württemberg und ca. 11,1 Millionen Einwohnern wären das pro Einwohner 0,027 ha Wald. Weil es natürlich keinen Sinn macht, dass sich so viele verschiedene Menschen um so kleine Waldstücke kümmern, gibt es Försterinnen und Förster, Forstwirte und Forstwirtinnen. Letztere kennt man auch als Waldarbeiter und Waldarbeiterinnen. Sie werden zum Beispiel vom Land beschäftigt, um sich im Sinne der Allgemeinheit um den Wald zu kümmern. Zu ihren Aufgaben erfahrt ihr später noch mehr. Aber lasst uns weiter das Schild lesen. Rechts neben dem Wappen steht eine 3. Sie steht für den Distrikt Klosterwald. Der Distrikt Klosterwald ist ein Waldgebiet mit ca. 120ha und eines von 12 Waldgebieten innerhalb eines großen Forstreviers. Daneben steht die 5. Diese Zahl ist ein Hinweis auf eine bestimmte Abteilung. Abteilungen unterteilen ein Waldgebiet – in diesem Fall den Klosterwald – in kleinere Teilflächen. Dabei werden gerne die vorhandenen Waldwege als Grenzen genommen. Die Abteilung hier heißt "Maienwäldle". Dieses System klingt jetzt vielleicht erst mal kompliziert, aber eigentlich ist es ganz einfach. Und es ist nützlich. Ihr könnt ja mal bei eurem nächsten Waldspaziergang darauf achten, wie all die Abteilungen heißen, an denen ihr vorbeikommt. So könnt ihr zu Hause besser erzählen, wo ihr was erlebt habt. In der Fotobox findet ihr ein paar Fotos mit verschiedenen Abteilungsnamen. Die meisten Namen lassen auf eine tiefere Bedeutung der zugehörigen Waldfläche schließen. Habt ihr Ideen, warum diese Abteilungen so benannt wurden?

4. Station: Laubbäume erkennen

Unnamed Road, 89081 Ulm, DE

Willkommen an der Station "Laubbäume erkennen". Eure Aufgabe ist es, euch die Fotos in der Fotobox genau anzusehen und dort die Beschreibung zu den einzelnen Bäumen gut durchzulesen! Anschließend sollt ihr genau diese Bäume im Wald wiederfinden. Als Tipp: Die Bäume befinden sich nicht weiter als 10m vom Weg entfernt und stehen relativ nah beieinander. Sucht nur nördlich des Weges auf dem ihr gerade steht! Im Winter gibt es leider keine frischen Blätter anhand derer man die Laubbäume sehr leicht unterscheiden könnte. Aber das ist nicht weiter schlimm. Die Rinde oder Borke sowie die Wuchsform der Bäume verraten euch genug!

5. Station: Nadelbäume erkennen

Unnamed Road, 89081 Ulm, DE

Ihr seid nun an der Station "Nadelbäume erkennen" angekommen. Geht ruhig einige Meter auf der Rückegasse in den Wald hinein, sodass ihr zwischen den Bäumen steht. Erkennt ihr welches die Nadelbäume sind? Nun im Winter ist das ja relativ einfach. Die Nadelbäume sind das ganze Jahr grün und behalten ihre Nadeln auch dann, wenn es kalt wird. Aber Vorsicht! Es gibt eine Nadelbaumart, die sich nicht an diese Regel hält! Wisst ihr welche? Schaut euch die Fotos in der Fotobox an und versucht, die passenden Bäume dazu zu finden. Die wichtigsten Merkmale sind: Die Rinde, die Baumkrone, die Nadeln und die Zapfen. Nach denen müsst ihr suchen.

6. Station: Arbeiten im Wald

Unnamed Road, 89081 Ulm, DE

Die Station "Arbeiten im Wald" befindet sich im Waldbestand unterhalb des Butzentalsträßchen. Schaut euch die Forstkarte in der Fotobox an, um sicher zu gehen, dass ihr richtig seid. In der Karte ist der Bereich der Station lila eingezeichnet. Um in den Bestand zu kommen folgt ihr der Rückegasse, die parallel zum Waldrand den Hang hinunter führt. Achtung! Hier kann es ab und zu etwas rutschig sein. Eure Aufgabe an dieser Station ist es, nach den mit der Sprühdose angebrachten "Forstzeichen" Ausschau halten! Die Fotos mit den 3 verschiedenen Forstzeichen findet ihr in der Fotobox. Um mehr über die Arbeit der Forstleute und die Holzernte zu erfahren, klickt euch gerne durch die restlichen Fotos!

7. Station: Wald im Klimawandel

Unnamed Road, 89081 Ulm, DE

Die Station "Wald im Klimawandel" liegt etwas abseits von den anderen Stationen. Aber: Der Fußmarsch lohnt sich, denn hier könnt ihr eine Versuchsfläche für klimatolerante Baumarten und den Salamanderteich besichtigen!

Die letzten Jahre haben uns gezeigt wie stark die Gesundheit der Wälder von den herrschenden Temperaturen und der Menge des Niederschlags abhängt. Lange, trocken-heiße Sommer haben landauf und landab die Bäume geschwächt und auch großflächig zum Absterben gebracht. Woran man den Klimawandel im Wald erkennen kann und welche Ansätze es für eine gute Waldentwicklung gibt erfahrt ihr in der Fotobox.

8. Station: Waldnaturschutz

Unnamed Road, 89081 Ulm, DE

Wenn ihr die Stationen der Reihenfolge nach absolviert habt seid ihr nun an der letzten Station angekommen und wisst nun schon ganz schön viel über den Wald. Ihr wisst, dass der Wald den Menschen und ihrer Erholung dient. Ihr wisst, dass im Wald der Rohstoff Holz wächst und die Forstleute diesen nachhaltig bewirtschaften. Und ihr wisst, dass wir alle im Wald nur zu Gast sind. Denn es gibt ja noch die eigentlichen Bewohner des Waldes. All jene Tiere, die auf den Wald als ihren Lebensraum angewiesen sind. Und je vielfältiger dieser Wald ist, desto wohler fühlen sie sich in der Regel. Das ist etwa vergleichbar damit, dass wir einen vollen Supermarkt auch lieber mögen als einen leeren, oder? Ein wichtiger Bestandteil, dass sich der Wald in all seiner Vielfalt entwickeln kann ist: Totes Holz! Auch kurz "Totholz" genannt. Das gibt es entweder stehend in Form von abgestorbenen Bäumen oder liegend in Form von gefällten oder umgestürzten Bäumen. Dieses verrottende Holz bietet Lebensraum für viele Pilze, Moose und Tiere. Auf dem kleinen Trampelpfad, der euch zurück zum Parkplatz bringt, durchstreift ihr eine wahre Schatzkammer der Vielfalt. Er verläuft parallel unterhalb des asphaltierten Waldsträßchens. Schaut genau hin, dann könnt ihr viele kuriose Dinge entdecken! Aber bitte denkt daran: Lasst alles wie es ist, denn was ihr hier seht sind ja die Wohnungen, Vorratskammern und Kinderstuben vieler kleiner Lebewesen. In der Fotobox findet ihr 3 verrückte Formen aus Holz. Könnt ihr sie entlang des Pfades wiederfinden? Ich wünsche euch noch viel Spaß beim entdecken und bis bald mal wieder im Wald! Wenn ihr möchtet, dürft ihr uns gerne ein Feedback zur digitalen Waldführung schicken an: ulmer-alb@forstbw.de