Brandenburg in Bewegung-Eine Entdeckungsreise in P

Stadtführung Berliner Str. 152, 14467 Potsdam, DE

Brandenburg war und ist in Bewegung! Der Rundgang geht vergangenen und manchmal auch verborgenen Migrationsbewegungen auf den Grund und verbindet spannende Orte in Brandenburg zu einer Entdeckungsreise der Einwanderungsgeschichte in Potsdam, Nauen und Neuruppin

Autor: grenzgänger berlin

grenzgänger | Forschung & Training

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13 Stationen

Die böhmische Siedlung Nowawes

karl-liebknecht-straße, 14467 potsdam, DE

Sie sind sicherlich schon mal in Potsdam Babelsberg gewesen und Ihnen sind bestimmt die kleinen einstöckigen Häuser aufgefallen.
Das sind typische Kolonistenhäuser, die durch ihre Größe und Form auffallen. Man kann sie auch an den Sternen in den Fensterläden erkennen. Diese Formen stehen für die Glaubensrichtung der Zuwanderer in Nowawes - der Protestantismus.
Sie befinden sich nun mitten in der Kolonie der Böhmischen Zuwander*Innen. Hier werden Sie erfahren, dass nur Handwerksberufe, wie zum Beispiel Weber und Spinner ausgeübt wurden. Die meisten ehemaligen Bewohner stammten aus Böhmen (im heutigen Tschechien).

Bild 1: Hier sehen Sie den Kirchplatz von der Siedlung Nowawes.
Bild 2: Hier sehen Sie das System der Häuser der Siedlung Nowawes
Bild 3: Hier sehen Sie ein 5-achsiges Haus der Siedlung Nowawes.
Bild 4: Hier sehen Sie die Orgel der Friedrichskirche.
Bild 5: Hier sehen Sie die Friedrichskirche.
Bild 6: Hier sehen Sie die Materialen zum weben und schneidern.
Bild 7: Hier sehen Sie die Friedrichskirche von innen.

Die böhmische Zuwanderung nach Preußen

Kirchgasse, 12043 Berlin, DE

Haben Sie schon mal was von den Böhmen gehört?
Nein?
Dann wird es aber Zeit!
Anfang des 18. Jahrhunderts mussten viele Menschen aus Böhmen aufgrund ihres protestantischen Glaubens aus ihrer katholischen Heimat Böhmen nach Preußen fliehen. Die Menschen aus Böhmen waren maßgeblich am Wiederaufbau nach dem 30-jährigen Krieg beteiligt. Es gab für sie zugesicherte Privilegien wie Steuerfreiheit und freie Religionsausübung. In Rixdorf im heutigen Neukölln wurden ihnen Grundstücke zur Verfügung gestellt. Dieses Gebiet nennt man heute auch das "Böhmische Dorf".
Wilhelmstraße 44 10117 Berlin

Wilhelmstraße 44 10117 Berlin

Schweizer Zuwanderung

Dorfstraße, 14469 Potsdam,, DE

Schweizer Zuwanderung

Eine unvergessliche Reise quer durch den Ort Nattwerder mit spannenden Reisestopps und einer Geschichte, die Ihnen gewiss eine Weile im Kopf bleibt.
Wie klingt das?

Der Kurfürst Friedrich Wilhelm fragte 1685 beim Magistrat Bern an, um 17 Familien aus der Schweiz anzuwerben und nach Preußen zu holen. Dies tat er, weil die Schweizer Bauern erfahren in der Milchwirtschaft und Viehzucht waren und er die Wirtschaft mit ihnen verbessern wollte, welche nach dem Dreißigjährigen Krieg zerstört war.

Unsere Reise beginnt in der Dorfstraße.
Nattwerder ist unter anderem für seine im Jahr 1690 eingeweihte Kirche bekannt.
Da Sie es wahrscheinlich gar nicht mehr erwarten können, wollen wir Ihnen diesen erstaunlichen Bau natürlich nicht vorenthalten.
Nattwerder ist nicht besonders groß, also ist die Kirche gleich in ihrer Nähe.
Hier hat sich über die Jahre nicht viel verändert, man kann sich also gut in die damalige Zeit hineinversetzen.
Außerdem kann man außerhalb der Kirche die Gräber sehen, welche schon seit vielen Generationen hier stehen. Die Gräber der Schweizer Familien sind an einem bestimmten Detail zu erkennen, mal sehen ob Sie es selbst herausfinden können.

Nun kommen wir zu den Häusern, welche die Schweizer Zuwanderer gestellt bekamen. Schauen sie einmal genau an die Decke, Sie erkennen dort die sogenannten „Berliner Bögen”. Sobald Sie hinaus gehen, erkennen Sie die vier Höfe und deren Garten-Flächen. Die Höfe stehen am höchsten Punkt von Nattwerder. Nachkommen der Familie Mauerhof leben noch heute hier.

Hugenotten in Berlin / Brandenburg

Gutenbergstr., 14467 Potsdam, DE

Hast du dich jemals gefragt, woher deine Vorfahren kommen? Oder hast du vielleicht hugenottische Vorfahren? So unwahrscheinlich ist das gar nicht. Warum das so ist, kannst du hier erfahren.
Die Hugenotten waren französische Glaubensflüchtlinge: Frauen, Männer und Kinder, die wegen ihres protestantischen Glaubens im 17. Jahrhundert nach Brandenburg migrierten.
Sie mussten fliehen, weil Ludwig XIV., der damalige französische König, das Edikt von Nantes 1685 aufhob. Dieses Edikt besagte, dass die Protestanten ihren Glauben in Frankreich frei ausleben durften. Ludwig XIV. war katholischen Glaubens und akzeptierte Protestanten nicht.
Friedrich Wilhelm von Brandenburg, genannt der Große Kurfürst, reagierte auf die Auflösung des Edikts von Nantes mit dem Potsdamer Toleranzedikt. Dieser kurfürstliche Erlass erlaubte es, dass alle französischen Glaubensflüchtlinge nach Preußen kommen durften. Für Brandenburg waren diese neuen Einwohner von großer Bedeutung, denn das Land war nach dem Dreißigjährigen Krieg menschenleer und zerstört. Die Hugenotten konnten qualifizierte Berufe ausüben, wie zum Beispiel Seiden-, Hut-, und Schuhmacher. Unter ihnen waren Schneiderinnen und Weberinnen, und viele von ihnen bekamen Beschäftigungen am Hof Friedrich Wilhelms.
Dafür, dass sie nach Brandenburg kamen und dabei halfen, das Land wiederaufzubauen, wurden sie mit Privilegien belohnt, die ihnen erlaubten, in den ersten sechs Jahren keine Steuern zahlen zu müssen und sich einen Ort aussuchen zu dürfen, an dem sie sich niederlassen konnten. Dafür bekamen sie auch Baumaterialien für Häuser und ihnen wurde eine calvinistische Kirche in Berlin erbaut, welche heute noch am Gendarmenmarkt steht. Der Calvinismus ist ein christlicher Glaube, der von Johannes Calvin geprägt wurde. Die Kirche ist massiv und groß genug für die gesamte damalige Gemeinde aber im Inneren sehr schlicht gehalten. In ihrem Zentrum findet sich lediglich ein Holztisch, auf dem nicht einmal Kerzen oder Blumen stehen. Er ersetzt einen geschmückten Altar, der sich in vielen anderen Kirchen findet, da Jesus beim letzten Abendmahl auch an einem Holztisch saß. Der Calvinismus verzichtet auf prunkvolle Räume, wie sie die katholische Kirche baute, und versucht den christlichen Glauben so zu leben, wie er sich durch die Bibel begründen lässt.
In Brandenburg und Berlin lassen sich noch heute viele Zeugnisse der französischen Einwanderer finden. Beispielsweise gibt es Begriffe in der Sprache, die aus dem Französischen stammen, wie „ete petete“ was aus „être peut-être“ entstanden ist. Auch brachten sie den kulinarischen Reichtum Frankreichs mit, wie zum Beispiel das bekannte Baguette, Fleischklöße, aber auch den Spargel und die Erdbeeren.

Jüdisches Brandenburg

Puschkinallee, 14469 Potsdam, DE

Jüdische Familien mussten in der Zeit vom 17. Jahrhundert aus Wien fliehen, aufgrund ihrer Religion, welche von der katholischen Mehrheitsgesellschaft unterdrückt wurde.
Nach dem 30-jährigen Krieg war Potsdam wirtschaftlich geschwächt und brauchte Arbeitskräfte, welche die zerstörten Gebäude neu konstruierten und die Wirtschaft neu förderten. Aus diesem Grund erließ der Kurfürst Friedrich Wilhelm das Toleranzedikt von Potsdam und lud fünfzig wohlhabende jüdische Familien aus Wien nach Potsdam ein. Bei der Ankunft in Potsdam bekamen die jüdischen Migranten Privilegien, welche besagten, dass sie sechs Jahre steuerfrei waren und Materialien für den Hausbau bekamen. Die Bedingung dafür war, dass die Bevölkerung durch sie mehr Ausgaben tätigte. Die jüdischen Zuwanderer verhalfen dazu, indem sie als Käufer arbeiteten und den Staats- und Privatskassen dienten. Jedoch galten die Bürgerrechte nur für Juden mit deutschem Familiennamen und preußische Bürger. Erst 1812 galten die Bürgerrechte auch für jüdische Einwohner. Bis dahin konnten sie ihren Glauben auch nicht ganz und gar ausleben, da sie sich keine Synagoge erbauen durften.
In der Gesellschaft sind heute noch Spuren in der Sprache zu finden. Wörter wie „Koscher“, „Zoff“ oder „vermasseln“. Dazu gibt es heute noch Straßen in Potsdam, die nach jüdischen Bewohnern von damals benannt wurden.

Die russischen Spätaussiedler

Walther-Ausländer-Straße 1, 14772 Brandenburg an der Havel, DE

In Russland ein Deutscher und in Deutschland ein Russe?!

Der Mikado e.V. ist ein Projektpartner von "Russischbrot für das Gemeinwesen", das heißt sowohl der Ort als auch unser Projekt und ebenso der Neue Zeiten e.V. in Brandenburg an der Havel befassen sich mit Russen an sich aber nicht speziell mit den Spätaussiedlern.

23.000-29.000 Deutsche sind im 18. Jahrhundert nach Russland migriert. 200 Jahre später kam ein Teil der Nachfahren wieder zurück, wollt ihr wissen warum und wer Spätaussiedler überhaupt sind? Dann lest jetzt unbedingt weiter!

Rund 2,4 Millionen Spätaussiedler sind im Zeitraum von 1993 bis 2015 aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland gekommen. Der Großteil kam in den 1990er-Jahren. Insgesamt kamen rund 4,5 Millionen Aussiedler und Spätaussiedler in die Bundesrepublik, sie emigrierten auch aus Polen, Rumänien und anderen Ländern Osteuropas. Vom 18. Jahrhundert bis 2000 haben wir einen Zeitstrahl für euch erstellt, diesen könnt ihr bei den Fotos finden.

Dmitri Steiz, ein Experte, den wir euch vorstellen wollen, kam in den 90er Jahren mit seiner Familie von Kasachstan nach Deutschland. Heute wohnt er mit seiner Familie in Brandenburg an der Havel und arbeitet als Journalist und Autor. Wir haben ihn auf das Thema Heimat angesprochen und was es für ihn speziell bedeutet. Daraufhin sagte er: "Jeder empfindet das anders. Bei mir überwiegt schon tatsächlich Deutschland. Ich weiß auch nicht wirklich, ob Kasachstan je meine Heimat war. Es ist das Land in dem ich geboren bin, daher ist da eine gewisse Beziehung. Ich weiß nicht, ob das eine Beziehung ist, die man als Heimat bezeichnen kann. Für Brandenburg an der Havel kann ich das eindeutig sagen, ja, Brandenburg, allgemein Deutschland, ist meine Heimat. Ich lebe hier und ich tue das gerne."

Das Blatt hat sich geWENDEt...

Artur-Becker-Straße 6, 16816 Neuruppin, DE

Was hat sich verändert?
In unserer Station beschäftigen wir uns mit den Krisen, den Umbrüchen und den
Neuanfängen, die die Wendezeit mit sich brachte. Wir führten Interviews mit
Verwandten unterschiedlichen Alters, um Antworten auf unsere Fragen aus
verschiedenen Perspektiven zu bekommen. Zudem informierten wir uns über
Gebäude, die schon in der DDR existierten und erforschten ihren Funktionswechsel.
Besonders konzentrierten wir uns auf einen Teil der Arthur-Becker-Straße, um die
Veränderungen der Wende am Beispiel der Stadt Neuruppin zu untersuchen.
Die eben genannte Arthur-Becker-Straße weist noch heute für die DDR typische
Gebäude auf.
Von der Fehrbelliner Straße kommend befindet sich auf der linken Seite der Straße
eine große Wohnsiedlung, die zu den drei großen Wohnkomplexen gehört.
Diese wurde bereits zwischen 1972-1974 erbaut, was man anhand des Bauschemas
und der Anordnung erkennen kann, denn die Plattenbauten sind alle in einheitlicher
Bauweise und uniform errichtet worden.
Auf der gegenüber liegenden Seite der Straße ist zum einen die Fontaneschule. Diese wurde zwar im Jahre 2002 komplett neu erbaut, ist aber dem damaligen Stil gerecht geblieben. Wann genau die Ersterrichtung war, ist nicht
bekannt.
Ein Stück dahinter ist die Kita „Gänseblümchen“. Sie steht seit 1976 und hat sich
auch mit der Wende nicht verändert.
Direkt an der Straße, in der Arthur-Becker-Straße 6, standen damals drei einheitliche
Gebäude in einer Reihe.
In dem ersten Gebäude waren eine HO-Speisegaststätte, von der DDR unterstützte Restaurants und ein Bürgerhaus.
Nach der Wende blieb es ein Restaurant und beherbergte später auch eine Kneipe.
Im Jahre 2003 verkaufte die Treuhand-Liegenschaftsgesellschaft, eine von der DDR gegründetete Anstalt, welche Unternehmen in das Wirtschaftssystem der BRD integrieren sollte, das Gebäude an die
Monte Carlo GmbH & Co.KG. Da die neuen Besitzer Mitglieder einer Bande waren,
wurde das Gebäude 2004 besitzerlos. Ungefähr zu dieser Zeit wurde es dann auch
abgerissen.
Das zweite Gebäude war schon immer eine Ladenzeile mit den verschiedensten
Einrichtungen. Bekannt davon sind die Post, ein Friseur, ein An- und
Verkauf und ein Schlüsseldienst.
Es wurde erst vor fünf Jahren abgerissen und durch einen Penny, der 2018
fertiggestellt wurde, ersetzt.
Das dritte Gebäude steht heute noch und ist aufgrund der Vielzahl an
Funktionswechseln, also auch Umbrüchen, das interessanteste Bauwerk.
Ein Grund für die ständig wechselnden Besitzer und Inhaber könnte die
Wirtschaftskrise sein, die nach der Wende über den Osten hereinbrach. Dadurch
wurde der Markt der neuen Bundesländer von Westprodukten überschwemmt und weder die Qualität
noch die Auswahl der Produkte der alten Bundesländer konnte mit diesen mithalten.

Dies könnte die Einzelhändler*Innen dazu gebracht haben, ihre Geschäfte schon nach
wenigen Jahren wieder zu schließen, da sie diese nicht rentierten.
In der DDR befand sich in diesem dritten Gebäude ein Kaufhalle.
Nach der Wende, etwa um 1992, zog eine Sparhandel AG ein, welche im Jahr 2001
zu „Eurospar“ umbenannt wurde.
2006 wurde daraus ein Angel- und Tierladen und zuletzt ein Teppichladen im Jahr
2010. Dieser Home Market schloss erst eine Woche vor Weihnachten 2018.
Laut des Gebäudebesitzers laufen aktuell Verhandlungen mit einem Mietinteressent*Innen
für einen Einzelhandel.
An dem gewählten Beispiel kann man sehr gut die entstandenen Veränderungen
beobachten, die die Wende mit sich brachte. Die wechselnden Geschäfte brachten
aber nicht nur positive Dynamik, sondern vertrieben die benötigte Kontinuität. Aus
diesem Grund fand sowohl für die Bewohner*Innen der Plattenbauten als auch für andere
Beteiligte ein Umbruch statt, wenn wieder ein alter Laden auszog. Somit kann man
sagen, dass die Wende immer positive und negative Auswirkungen auf die Bürger*Innen
hatte.



Textverfasserinnen:

Franziska Apelt
Katharina Zwick

Wichtig: In der Beschreibung der Bilder ist jeweils ein Interview eingefügt.


..................................................................................ENGLISH VERSION...............................................................................................


Description.

What has changed?
In our station, we dealt with the crises, the upheavals and the new beginnings and which the Wende, the reunification of Germany, has brought. We conducted interviews with people of different ages. They provided us with different kinds answers and so we could get different perspectives. In addition, we informed ourselves about buildings that already existed in the GDR and researched their functional changes.

In particular, we concentrated on a part of Arthur-Becker-Strasse, in order to study the changes in the Wende our case study was Neuruppin city.
The Arthur-Becker-Strasse, we already mentioned, still shows the typical example.
Coming from Fehrbelliner Straße, you will find the building on the left-hand side of the road. A large housing estate that belongs to the three large housing complexes. It was built between 1972-1974, which can be seen from the construction scheme and the arrangement. These prefabricated concrete buildings are all in a uniform construction style.
On the opposite side of the street is the Fontane School. It was completely rebuilt in 2002, and is still in use. When it was build first, is still not known.
A bit behind the school is the daycare centre "Daisy". It has been standing there since 1976 and did not change at all after the reunification. Directly next to the street, in Arthur-Becker-Straße 6, there were three uniform buildings in a row. The first set of buildings were "HO restaurants", restaurants supported by the GDR and a community centre. After the fall of communism, it remained a restaurant and later there was a pub situated here.

In 2003 the Treuhand-Liegenschaftsgesellschaft, an institution founded by the GDR to integrate companies into the economic system of the Federal Republic of Germany, sold the building to the Monte Carlo GmbH & Co. KG. Since the new owners were members of a gang, the building became obsolete in 2004. Around this time the building was teared down.
The second building has always been a row of shops with the most diverse facilities. Such as the post office, a hairdresser and a locksmith. It was brought down just five years ago and replaced by a Penny, a german supermarket franchise, which has been built in 2018.
The third building is still standing today and has been renovated due to the large number of functional changes, i.e. also upheavals. Because of that it is the most interesting building.
One reason for the frequent change of owners and proprietors could be the economic crisis that struck the East of Germany after the fall of socialism. As a result, the market of the new federal states was flooded by Western products and neither the quality of the nor the selection of products from the old federal states was able to keep up with them. Retailers, who already had stores there years ago, sold their businesses, since they were no longer profitable. In the GDR there was a department store in this third building. After the reunification, around 1992, the Spar Handels AG moved in. In 2001 was renamed "Eurospar", a supermarket franchise. In 2006 it became a fishing and pet shop and lastly a carpet shop. After some years this shop closed just one week before Christmas 2018.

According to the owner of the building, negotiations are currently going on with a potential tenant for the retail stores.
The chosen example really shows the changes that arose and brought the Wende in this area. The changing businesses brought about not only positive dynamics, but also the necessary continuity. For this reason, both the residents of the prefabricated concrete buildings and those Involved the radical change moved out. So you can say that the reunification will always have positive and negative effects on the citizens.

Writers:
Franziska Apelt
Katharina Zwick

Important: An interview is included in the description of each picture.

Das versteckte Hanoi in Neuruppin - Vietnamesische Migration

Karl-Marx-Straße 1, 16816 Neuruppin, DE

Zwischen 1970 und 1990 haben über 100.000 Vietnamesen und Vietnamesinnen für eine Weile in der DDR gelebt oder sind dauerhaft eingewandert. Heute kommen ungefähr 1% der Berliner*Innen ehemals aus Vietnam oder haben direkte Verwandte dort . Auch in Neuruppin gibt es über die Geschichte von den vietnamesischen Geflüchteten viel zu erfahren...

...Unterschiedliche Migrationsgeschichte in Ost- und West:
Vietnames*Innen in Westdeutschland und Ostdeutschland haben sehr verschiedene Migrationsgeschichten. In der BRD fanden in den späten Siebzigern über 40.000 Südvietnames*Innen als sogenannte "Boatpeople" Asyl. Sie flohen vor kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Nordvietnam und Südvietnam.

Die Nordvietnames*Innen kamen im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen Nordvietnam und der DDR, da beide Länder kommunistisch oder sozialistisch waren, als Vertragsarbeiter nach Deutschland.
Kontakte mit Deutschen waren nicht erlaubt und wurden hart bestraft.

...Vietnamkrieg – historische Hintergründe
Was war der Anlass ?
Aufgrund politischer Spannungen teilte sich Vietnam 1954 in einen Nord- und einen Südteil auf.
Da Nordvietnam unter kommunistischer Kontrolle durch Ho-Chi Minh war, traten die USA 1964 in den Vietnamkrieg ein, um "die globale Ausbreitung des Kommunismus zu verhindern".

Folgen des Vietnamkriegs waren unter anderem zahlreiche Fälle von Fehlbildungen und tödlichen Vergiftungen durch das von US- amerikanischen Soldat*Innen eingesetzte Entlaubungsmittel "Agent Orange" – bei vielen Vietnames*Innen und auch bei US-Soldat*Innen.
Agent Orange wurde eingesetzt, um sich eine freie Sicht auf Waldgebiete zu verschaffen.
Die erhöhte Nachfrage sorgte jedoch für schnellere Herstellungsverfahren, bei denen mehr giftige Nebenprodukte entstanden, ohne welche Agent Orange viel weniger Schäden angerichtet hätte.
Insgesamt starben durch den Vietnamkrieg 60.000 Soldat*Innen auf US-amerikanischen Seite, und viele Veteran*Innen kamen vergiftet nach Hause und bekamen durch die Erbgutschäden von Agent Orange Kinder mit Fehlbidungen.

Obwohl die USA den Krieg offiziell verloren haben, sind die Schäden auf vietnamesischer Seite noch weitaus größer. Es gab 2 Millionen tote Vietnamesische Zivilist*Innen, eine Million tote Nordvietnamesische Soldat*Innen, massive Vergiftungsschäden, und bis heute eine stark erhöhte Anzahl an Fehlgeburten. Nordvietnam hat den Krieg offiziell "gewonnen".
Eine der Personen die aufgrund der Jahrzehnte nach dem Krieg andauernden Instabilität des Landes ausgewandert ist, ist die Mutter eines Bekannten, der bereit war, sich von uns über ihre Migrationserfahrung interviewen zu lassen...

...Die Geschichte von Julians Mutter:
Quỳnh Nguyen (Name geändert) ist Mitte der 80er aus Vietnam nach Deutschland ausgewandert. Damals wusste sie nichts über Deutschland, außer dass es den Menschen in Deutschland gut ging. Sie wollte eine sichere Umgebung für ihre Kinder, ohne die Folgen des Vietnamkrieges, eine Umgebung in der die beiden Geschwister, von denen der jüngere erst in Deutschland zur Welt gekommen ist, einen guten Schulabschluss machen können.

Der Vater ist in Vietnam geblieben und wenn auch ihr zweiter Sohn, Julian (Name geändert), die Schule geschafft hat, möchte sie zurückkommen. Dass Quỳnh in Vietnam weniger berufliche Möglichkeiten haben wird macht ihr nicht viel aus, denn erstens ist es ihr wichtiger wieder Zuhause bei der Familie zu sein, und zweitens hat sie sich bisher auch in Deutschland immer mit kleinen Berufen wie z.B. als Verkäuferin über Wasser gehalten.

Vor einiger Zeit war Julian mit seiner Mutter in Vietnam, um die Familie zu besuchen. Den beiden ist aufgefallen, dass Quỳnh schon so viel deutsch gesprochen hatte, dass ihr manchmal beim Vietnamesisch Sprechen das eine oder andere Deutsche Wort raus rutschte, was ihr gar nicht aufgefallen wäre, wenn sie in Vietnam keine verwunderten Blicke kassiert hätte.
Julian berichtet, dass man in Vietnam immer noch viele Folgen des Krieges spüren kann. Oft sieht man einige Leute mit Fehlbildungen oder Behinderungen in den Straßen. Einige Menschen haben es wohl es für eine lange Zeit schwer gehabt und einige teilweise immer noch.

Julian erzählt, dass das Klischee von den strengen Eltern, deren Kinder nur Einsen haben dürfen, zumindest bei seiner Mutter tatsächlich zutrifft. Wenn er eine Zwei nach Hause bringt, soll er sich mehr anstrengen, bis es wieder problemlos eine Eins wird, und erst wenn er nur Einsen hat – außer in Sport und Theater, weil das unwichtig für die Karriere ist – ist er wirklich gut genug.
Julian ist deswegen aber nicht sauer, da er weiß dass sie es nur gut mit ihm meint.
Er sagt dass es einfach daran liegt, dass einige Eltern oft noch an der Idee festhalten, dass alles gute im Leben nur durch einen Schulabschluss und ein Studium erreicht wird. Das ist bei vielen Eltern in Deutschland aber auch nicht anders, weshalb man hier nur bedingt von einem Klischee sprechen kann.

Wirklich Deutsch gelernt hat Quỳnh nicht, denn das braucht sie bald eh nicht mehr, denn Julian ist
schon 16. Sie bringt sich immer das bei was sie so im Alltag und für ihre Arbeit braucht.
Kontakte mit Deutschen aufbauen hat nie wirklich großartig geklappt, denn das was die DDR, und später der BRD, an Integrationspolitik betrieben haben war mäßig und hat ihr nicht wirklich weitergeholfen. Allerdings gibt es in Neuruppin mehrere Vietnamesische Familien, von ihren jüngeren Vertreter*Innen manchmal scherzhaft als "Asia-Clan" bezeichnet, und diese haben untereinander alle Kontakt. Trotzdem fühlt sich Quỳnh in Deutschland sehr einsam, weshalb sie Julian manchmal regelrecht voll quasselt. Neben der Anti-Integrationspolitik der DDR gibt es auch noch andere Gründe, aus denen die meisten Vietnames*Innen in Deutschland recht "zurückgezogen" leben...

...Wieso hört man so wenig von den 80.000 in Deutschland lebenden Vietnames*Innen?
Auf den ersten Blick mag man denken, dass ihre Zurückgezogenheit einfach eine Folge der Anti-Integrations-Politik der DDR ist. Allerdings erklärt das nicht wieso auch die Vietnames*Innen in Westdeutschland nicht oft in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.
Ein weiterer möglicher Grund ist, dass sehr viele Vietnames*Innen selbstständig sind, in Leipzig hat bspw. jeder fünfte ein eigenes Geschäft. Das sorgt natürlich dafür, dass sich Vietnamesische und Deutsche Menschen nur selten als Arbeitskolleg*Innen begegnen und näherkommen.

Außerdem sagen einige Vietnamesische Aktivisten und Aktivistinnen dass das geringe öffentliche Auftreten von vielen Vietnames*Innen als überhaupt kein Problem angesehen wird, und dass die meisten frewillig eher wenig Kontakt mit Deutschen haben.
Nguyen Long vom "Verein der Vietnamesen in Leipzig" sagt beispielsweise: "Wir sind hierher gekommen, und wir akzeptieren das Leben so wie es ist. Wir haben kein Interesse daran unsere Anliegen zu kommunizieren."
Pham Thi Hoai, die in Deutschland lebt und eine Regimekritische Website betreibt – und deshalb ein Einreiseverbot von Vietnam bekommen hat – sagt, dass es kein ernsthaftes Interesse der Deutschen Menschen an Vietnames*Innen gibt, unter anderem auch, weil es zwischen Deutschland und Vietnam, auch im Vergleich mit anderen europäischen Ländern, einfach keine gemeinsame Geschichte gibt.

..........................................................................ENGLISH VERSION......................................................................................................


Description
Between 1970 and 1990, more than 100,000 people from Vietnam migrated to the GDR for a while or immigrated permanently. Today, about 1% of Berliners formerly come from Vietnam or have direct relatives there. Also in Neuruppin there is a lot to learn about the history of the Vietnamese refugees...

...Different migration histories in East and West:
People from Vietnam in West Germany and East Germany have very different migration histories. In the late seventies, more than 40,000 South Vietnamese people found asylum as so-called "boatpeople" in Germany. They fled from the war between North Vietnam and South Vietnam.
The North-vietnamese came to Germany as contract workers within the framework of the cooperation between North-Vietnam and the GDR, since both countries were communist or socialist.
Contacts with Germans were not allowed and were severely punished.

...Vietnam War - Historical Background
What was the occasion?
Due to political tensions, Vietnam split in 1954 into a northern and a southern part.
Since North Vietnam was under communist control by Ho-Chi Minh, the United States entered the Vietnam War in 1964 to "prevent the global spread of communism.
The consequences of the Vietnam War included numerous cases of deformities and fatal poisonings caused by the defoliant "Agent Orange" used by US soldiers.
Agent Orange was used to get a clear view of forest areas.
The increased demand, however, led to faster production processes, resulting in more toxic by-products, without which Agent Orange would have caused much less damage.
A total of 60,000 soldiers died on the US side as a result of the Vietnam War, and many veterans came home poisoned and had children with malformations as a result of Agent Orange's genetic damage.
Although the USA officially lost the war, the damage on the Vietnamese side is still much greater. There have been 2 million dead Vietnamese civilians, one million dead North Vietnamese soldiers, massive poisoning damage, and to this day a greatly increased number of miscarriages. North Vietnam officially "won" the war.

One of the people who emigrated because of the country's decades of post-war instability is the mother of an acquaintance who was willing to be interviewed by us about her migration experience...

...The story of Julian's mother:
Quỳnh Nguyen (name changed) emigrated from Vietnam to Germany in the mid-1980s. At that time, she knew nothing about Germany except that the people in Germany were doing well. She wanted a safe environment for her children without the consequences of the Vietnam War, an environment in which the two siblings, of whom the younger one was born in Germany, could graduate well.
The father stayed in Vietnam and as soon as her second son, Julian (name changed), completes school, she wants to come back. The fact that Quỳnh will have fewer job opportunities in Vietnam doesn't bother her much, because firstly it is more important for her to be at home with her family again, and secondly she has always been working in Germany in small jobs such as a saleswoman.
A while ago Julian was in Vietnam with his mother to visit the family. They both noticed that Quỳnh had already spoken so much German that sometimes, when she was speaking Vietnamese, she would slip out one or two German words, which she wouldn't have noticed if she hadn't collected any surprised looks in Vietnam.
Julian reports that one can still feel many consequences of the war in Vietnam. Often you see some people with malformations or disabilities in the streets. Some people probably had a hard time for a long time and some still have.
Julian tells that the cliché of strict parents whose children are only allowed to have ones is true, at least for his mother. When he brings a "B" home, he should try harder until it becomes an "A" again, and only when he has only "A's" - except in sports and theatre, because that is not important for his career - is he really good enough.
But Julian is not angry because he knows that she only means well with him.
He says that it's simply because some parents often stick to the idea that everything good in life can only be achieved by graduating from school and studying. But after all many parents in Germany do stick that concepts as well, so you cannot actually talk about a cliché here.
Quỳnh hasn't really learned much German, because she soon doesn't need that any more anyway, because Julian is already 16. She always teaches herself what she does in everyday life and for her work.
Establishing contacts with Germans never really worked out great, because what the GDR, and later in nowadays reunited Germany, did in terms of integration policy was moderate and did not really help her. However, there are several Vietnamese families in Neuruppin, sometimes jokingly called "Asia clans" by their younger representatives, and they all have contact with each other. Nevertheless, Quỳnh feels very lonely in Germany, which is why she sometimes talks with Julian a lot. In addition to the GDR's anti-integration policy, there are other reasons why most Vietnamese residents in Germany live quite "withdrawn"...

...Why do you hear so little about the 80,000 Vietnamese living in Germany?
At first glance one might think that their withdrawal is simply a consequence of the GDR's anti-integration policy. However, this does not explain why Vietnamese people in West Germany are not often perceived in public.
Another possible reason is that a lot of Vietnamese people are self-employed, in Leipzig for example one in five has their own business. This of course ensures that Vietnamese and German people rarely meet and get closer to each other as work colleagues.
Furthermore, some Vietnamese activists say that the low public profile of many Vietnamese people is not seen as a problem at all, and that most of them voluntarily have little contact with Germans.
Nguyen Long from the "Verein der Vietnamesen in Leipzig" for example says: "We came here and we accept life as it is. We have no interest in communicating our concerns."
Pham Thi Hoai, who lives in Germany and runs a website critical of the regime - and has therefore been banned from entering the country by Vietnam - says that there is no serious interest on the part of Germans in Vietnamese, partly because there is simply no common history between Germany and Vietnam, even in comparison with other European countries.

La dolce vita - in Neuruppin?

Präsidentenstraße 55, 16816 Neuruppin, DE

Italien ist das Land von Pizza, Pasta und gutem Wein. Schon Johann Wolfgang von Goethe hat von der „Italiensehnsucht“ geschrieben. Warum sollte man also „Bella Italia“ verlassen und das „Dolce Vita“ aufgeben?
Um das zu verstehen, müssen wir in die Vergangenheit reisen, besser gesagt in die 1950er Jahre. Der zweite Weltkrieg ist seit 1945 vorbei, aber seine Folgen sind immer noch spürbar. In Italien gibt es eine hohe Arbeitslosigkeit, insbesondere im südlichen Teil des Landes, das von Landwirtschaft geprägt ist. Infolgedessen wurde am 20.Dezember 1955 in Rom ein Abkommen über die Anwerbung und Vermittlung italienischer Arbeitskräfte geschlossen, das nur in Kraft tritt, wenn Deutschland einen Mangel an Arbeitskräften hat.
Zu dieser Zeit bestand außerdem eine wirtschaftliche Abhängigkeit zwischen Italien und Deutschland. Italien war ein bedeutender Importeur von Kohle, Maschinenbau-, Metall- und chemisch industriellen Produkten. Allerdings sank die Zahl der italienischen Importe drastisch. Dieses wirtschaftliche Problem war ein weiterer Grund für das Abkommen, denn die Aufbauzeit nach dem Krieg gilt auch als Zeitalter des Wirtschaftsbooms. Viele Arbeitsplätze in Deutschland waren unbesetzt und deshalb kamen die sogenannten Gastarbeiter*Innen nach Deutschland. Dadurch sollten beide Länder an Wohlstand gewinnen und Italien sollte wieder mehr deutsche Waren importieren.
Wenn ich von Deutschland spreche, meine ich allerdings nicht das gesamte Deutschland. Die Mauer trennte Deutschland in 2 Teile: Ost- und Westdeutschland. Das Abkommen von 1955 traf nur auf Westdeutschland zu.
Die italienischen Gastarbeiter*Innen waren die erste Gruppe, die nach Deutschland gekommen ist. Später folgten auch Abkommen mit Griechenland und Spanien (1960), der Türkei (1961), Marokko (1963), Portugal (1964), Tunesien (1965) und dem ehemaligen Jugoslawien (1968).
Im April 1956 verließen 1389 italienische Saisonarbeiter*Innen ihre Heimat, um in Deutschland arbeiten zu können. Insgesamt verließen Ende 1956 über 10.000 italienische Gastarbeiter*Innen ihr Land. Zuerst arbeiteten sie nur im Agrarsektor und im Baugewerbe in Niedersachsen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfahlen. Die Gastarbeiter*Innen waren überwiegend männlich und mussten in überfüllten Holzbaracken leben. Erst ab 1970 gab es gewisse Qualitätsansprüche auf die Unterkünfte. Seitdem zogen vermehrt die in Italien zurückbleibenden Familien nach. 1973 waren es schon 450.000 italienische Arbeiter*Innen und 620.000 registrierte Personen italienischer Herkunft.
In den 1990er Jahren bekam ganz Deutschland die Folgen der Deindustrialisierung und Tertiärisierung zu spüren. Es kam zu einem Wegfall von Arbeitsplätzen, von dem auch die italienischen Gastarbeiter*Innen betroffen waren. Viele verließen Deutschland und kehrten nach Italien zurück. Allerdings bekamen die Italiener*Innen nun die Chance, auch in anderen Bereichen Fuß zu fassen. Die Gastronomie war besonders beliebt, viele italienische Restaurants eröffneten.
Das Wort „Gastarbeiter*In“ stimmt heutzutage nur teilweise, denn viele Menschen sind in Deutschland geblieben und haben sich hier ein eigenes Leben aufgebaut. 776.000 Italiener*Innen leben in Deutschland. Sie sind die drittgrößte Migrationsgruppe nach Menschen mit türkischem und polnischem Migrationshintergrund. Viele Menschen mit italienischem Migrationshintergrund leben in großen deutschen Städten wie München, Köln oder Berlin.
Doch was bedeutet das jetzt für Neuruppin? Und warum sollte ein Italiener*Innen extra nach Neuruppin gehen?
Nach dem Mauerfall hatten die Italiener*Innen nun die Möglichkeit, auch in Ostdeutschland zu leben und zu arbeiten. Berlin war nun der neue „Hotspot“ in Ostdeutschland und von dort verteilten sich die Italiener*Innen in die restlichen Gebiete wie zum Beispiel Neuruppin.
Neuruppin ist eine Stadt, die erst spät von den „Gastarbeitern*Innen“ profitierte. Sie liegt 60km nördlich von Berlin und ist als Geburtsstätte Fontanes bekannt. Die verschlafene Kleinstadt ist umgeben von Natur und Dörfern. Diese Attribute ziehen viele Berliner*Innen an, die ein Ferienhaus am Ruppiner See besitzen. Doch nicht nur Alt-Berliner*Innen finden ihren Weg nach Neuruppin, sondern auch die italienischen Mitbürger*Innen Berlins fangen ein neues Leben fernab vom Großstadtrummel an.

Wir befinden uns nun in der Präsidentenstraße 55 und stehen vor dem italienischen Restaurant „Fiore“. Es ist der „Ur-Italiener“ der Stadt, an den jeder in Neuruppin und Umgebung denken muss, wenn er an italienisches Essen denkt. Der Geschäftsführer des Restaurants, Egidio Fiore, hat uns seine Geschichte erzählt, die ihr euch anhören könnt.


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Description

Italy is the land of pizza, pasta and good wine. Johann Wolfgang von Goethe already wrote about the "Desire for Italy". So why leave "Bella Italia" and give up the "Dolce Vita"?
To understand this, we have to travel to the past, or rather to the 1950s. The Second World War has been over since 1945, but its consequences could still be felt. In Italy there is high umber of unemployment, especially in the southern part of the country, which is still dominated by agriculture. As a result, on 20 December 1955 an agreement was concluded in Rome on the recruitment of Italian workers, just in case if Germany had a shortage of workers.
At that time there was also an economic dependency between Italy and Germany. Italy was a major importer of coal, engineering, metal and chemical industrial products. However, the number of Italian imports fell drastically. This economic problem was another reason for the agreement, as the post-war reconstruction period is also considered an era of economic boom. Many jobs in Germany were vacant and therefore the so-called guest workers came to Germany. This should increase both countries' prosperity and Italy could import more German goods again.
When I speak of Germany, however, I do not mean Germany as it is today. The wall divided Germany into 2 parts: East and West Germany. The 1955 agreement only applied to West Germany.
The Italian guest workers were the first group to come to Germany. Later, agreements followed with Greece and Spain (1960), Turkey (1961), Morocco (1963), Portugal (1964), Tunisia (1965) and the former Yugoslavia (1968).
In April 1956, 1389 Italian seasonal workers left their homeland to work in Germany. A total of more than 10,000 Italian guest workers left their country at the end of 1956. At first they worked only in the agricultural sector and in the construction industry in Lower Saxony, Baden-Württemberg and North Rhine-Westphalia. The guest workers were predominantly male and had to live in overcrowded wooden barracks. It was not until 1970 that there were certain quality requirements for the accommodation. Since then, families left behind in Italy have increasingly followed the workers, whi have already been in Germany. In 1973 there were already 450,000 Italian workers and 620,000 registered persons of Italian origin.
In the 1990s, Germany felt the effects of de-industrialization and tertiarization. There was a loss of jobs, which also affected Italian guest workers. Many left Germany and returned to Italy. However, the Italians now had the chance to move in to other areas as well. Gastronomy was particularly popular, with many Italian restaurants opening.
The word "Gastarbeiter*In" (guest worker) is only partially correct nowadays, because many people have stayed in Germany and have built up their own lives here. 776,000 Italians live in Germany. They are the third largest migration group after people with Turkish and Polish migration backgrounds. Many people with an Italian migration background live in large German cities such as Munich, Cologne or Berlin.
But what does this mean for Neuruppin? And why should an Italian go especially to Neuruppin?
After the fall of the Berlin Wall, Italians now had the opportunity to live and work in East Germany. Berlin was now the new "hotspot" in East Germany and from there many people moved into the remaining areas such as Neuruppin.
Neuruppin is a city that profited quiet late from the "guest workers". It lies 60km north of Berlin and is known as the birthplace of Fontane. The sleepy small town is surrounded by nature and villages. These attributes attract many Berliners who own a summer residence on Lake Ruppin. But not only old Berliners find their way to Neuruppin, also the Italian citizens of Berlin start a new life far away from the hustle of the big city.
We are now in Presidential Street 55 and stand in front of the Italian restaurant "Fiore". It is the a famous italian restaurant of the city that everyone in Neuruppin and the surrounding area has to think of when they think of Italian food. The manager of the restaurant, Egidio Fiore, told us his story, which you can listen to.















Marhaban - مرحبا - Hallo!

Erich-Dieckhoff-Straße 51, 16816 Neuruppin, DE

Stellt euch vor ihr seid heute morgen aufgestanden und ein Krieg in Deutschland ist ausgebrochen. Das schöne zu Hause, eure vertraute Stadt in der ihr aufgewachsen seid, sind nicht mehr sicher. Ihr nehmt dann all eure wichtigen Dokumente und persönlichen Sachen und müsst fliehen, wenn ihr es schafft und Glück habt. Es ist schwierig sich das vorzustellen, aber noch schwieriger ist es, wenn Menschen das im echten Leben erleben müssen. So haben sich etwa 23 Millionen Menschen in Syrien gefühlt. Nach drei Jahren hatten die Schnauze voll vom Leid, Tod, Verlust und vom Kampf ums Leben.
Und somit haben manche sich auf den Weg gemacht, mit der Hoffnung auf ein neues zu Hause, Akzeptanz und Sicherheit zu finden. Deutschland ist eines der Länder, welches geflüchtete Menschen aufgenommen hat. Dabei hat jede*r Person in Deutschland anders darauf reagiert. Über die Reaktionen haben wir Interviews mit verschiedenen Leuten geführt, unter anderem Lehrer*Innen, Schüler*Innen oder Bürger*Innen.

Erstmal sollten wir jedoch vielleicht ein paar Fakten klären.
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen geflüchteten Personen und Asylbewerber*Innen? Eine geflüchtete Person ist jemand, der/ die eine begründete Angst vor der Verfolgung hat, z.B. durch den Staat. Dies kann mehrere religiöse oder auch politische Gründe haben und er/ sie deshalb den Schutz seines Herkunftslandes nicht mehr in Anspruch nehmen kann bzw. will. Ein*e Asylbewerber*In ist jemand, der/ die Asyl beantragt, solange dieses Verfahren jedoch nicht geklärt ist, hat er/ sie kein Aufenthaltsrecht. Sollte er/ sie bei einem Asylantrag Asyl kriegen , ist er/ sie asylberechtigt und darf somit in Deutschland bleiben, da er in seinem Herkunftsland keine sichere Lage herrscht oder er/ sie z.B. politisch verfolgt wird. Sollte der Antrag jedoch abgelehnt werden, gibt es eine Duldung bis zur Ausreise aus Deutschland.
In Ostprignitz-Ruppin leben zurzeit 4501 Menschen mit einer anderen Staatsangehörigkeit. Unter ihnen sind 800 Pol*Innen, 505 Syrer*Innen, 400 Menschen aus der russischen Föderation und 376 Afghan*Innen. Um die vier größten Gruppen zu nennen. Doch bei weitem nicht alle von ihnen sind geflohen.
Die Schüler*Innen, die wir befragt haben, waren dem Thema Geflüchtete gegenüber sehr offen, jede*r von ihnen würde mit einem/ einer geflüchteten Person gerne Freundschaft schließen. Dabei haben wir Schüler*Innen aus dem neunten, elften und zwölften Jahrgang befragt. Bei der Frage, ob die Integration hier in Neuruppin geklappt hat, waren sie geteilter Meinung. Einige wussten nicht Recht Bescheid, weil sie nicht in Neuruppin wohnen. Die anderen sagten, dass die Integration zum Großteil geklappt hat, aber Ausnahmen eben vorhanden seien. Auch Erfahrungen haben allesamt mit geflüchteten Menschen gemacht. Zum Großteil treffen sie geflüchtete Personen in der Schule an, sie gehören zu Gemeinschaft dazu wie jede*r andere auch. Lina, eine Schülerin des 11. Jahrgangs nahm sogar an einem Projekt zum Thema geflüchtete Menschen teil, in dem sie einige Fluchtgeschichten hörte.
Einem Geflüchteten an unserer Schule haben wir auch Fragen gestellt zu seiner Erfahrung über den Aufbruch und wie sein Leben hier Deutschland ist. Er ist 19 Jahre alt und mittlerweile seit drei Jahren hier in Deutschland, was mittlerweile wie ein zu Hause für ihn ist und wo er sich wohlfühlt. Am Anfang fiel es ihm recht schwer hier in Deutschland, doch sobald er die Sprache besser konnte und sich mit den anderen verständigen konnte, fühlte er sich immer wohler. Für ihn ist auch die Integration ein sehr komplexes Thema, welches von jeder einzelnen Person abhängt. Für eine gute Integration sind verschiedene Aktivitäten sein Schlüssel, weil man so den Leuten und auch der Sprache viel näher kommt.
Die Bürger*Innen, die wir auf der Straße befragt haben, waren dem Thema Geflüchtete gegenüber eher skeptisch. Leider wollten nicht viele mit uns darüber reden. Eine 51-jährige Frau mit der wir geredet haben meinte zum Beispiel, dass ihr die Kriminalität nicht gefällt, die angeblich Geflüchtete mitbringen würden oder dass ihr die Wirtschaftsflüchtlinge nicht gefallen. Natürlich ist wichtig zu erwähnen, dass wir nur mit einem winzigen Bruchteil des Landkreises Ostprignitz-Ruppin reden konnten.
Carola Wöhlke, eine Mitarbeiterin von ESTA Ruppin, hat uns auch einige Fragen beantwortet. Sie selbst macht einige Projekte mit Geflüchteten (Workshops, Begegnungstreffen). Für sie funktioniert ihre Arbeit explizit mit Syrer*Innen besser als bei anderen Menschen. Trotzdem sind die verschiedenen Sprachen und die einige kulturelle Unterschiede für sie nach wie vor ein großer Meilenstein. ESTA Ruppin hilft den geflüchteten Personen, sich zu integrieren und bei ganz alltäglichen Dingen, wie beispielsweise Mülltrennung. Sie informiert in einem Projekt verschiedene Leute über die verschiedenen religiösen Hintergründen und den Umgang damit. ESTA Ruppin vermietet auch Wohnungen an geflüchtete Menschen, damit diese als Mieter*Innen eine*n deutsch-sprachigen Ansprechpartner*In haben.
Auch mit Frau Al-Hashash, einer Lehrerin und ehemaligen Mitarbeiterin des Wohnheimes für Geflüchtete, haben wir ein interessantes Gespräch geführt. Sie hat selbst mit geflüchteten Menschen gearbeitet. Für sie ist das Bild der Geflüchteten mit der Zeit ins negative gekippt. Dort, wo am Anfang noch viele helfen wollten, halten sie sich heute eher fern von der Thematik, für Frau Al-Hashash ist das besorgniserregend. Das Leben selbst im Wohnheim für Geflüchtete ist eher bescheiden und doch sehr lebendig. Für Frau Al-Hashash war die Zeit dort zum Großteil sehr positiv.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Großteil, der befragten Leute sehr positiv auf das Thema geflüchtete Menschen reagiert hat. Für sie sind geflüchtete Personen wie alle anderen auch, eben nur mit einer anderen Herkunft. Doch natürlich gibt es immer noch viel Baustellen die behoben werden müssen. Auch wir haben neue Dinge erfahren, die wir nicht wussten. Dadurch war es auch für uns ein sehr aufschlussreiches Projekt, in dem wir viele interessante und bereichernde Meinungen verschiedener Leute hören konnten. Schließlich wünschen wir dem/ der Leser*In , dass er/ sie ebenfalls neue Informationen gesammelt hat und wir einige Vorurteile über geflüchtete Menschen aus dem Weg räumen konnten.
*Die Informationen zu den Geflüchtetenanzahlen und den Begriffserklärungen haben wir von der Ausländerbehörde in Neuruppin erhalten.

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Imagine you woke up this morning and a war broke out in Germany. The beautiful home, your familiar city where you grew up, is no longer safe. You must take all your important documents and personal belongings and have to flee, of course if you were lucky enough. It is difficult to imagine that, but it is even more difficult when people have to experience that in real life. That's how about 23 million people felt in Syria. After three years of war, they were fed up with suffering, death, loss and the struggle for life.
Thus, some people have set out with the hope of finding a new home, acceptance and security. Germany is one of the countries that has received refugee people. Every German has reacted differently. About the reactions we conducted interviews with various people, including teachers, students and citizens.
First of all, we should perhaps clarify a few facts.
What is the difference between a refugee and an asylum seeker?
A refugee is someone who has a reasoned fear of persecution. For example: through the government. This can have several religious or political reasons and therefore he /she cannot or does not want to claim the protection of his/her country of origin. An asylum seeker is someone who applies for asylum, but as long as this procedure is not clear he/she has no right of residence.
If the application for asylum is accepted, then he/she is entitled to asylum and may therefore stay in Germany, as he/she does not have a secure situation or is politically persecuted in his/her country of origin. However, if the application is rejected, there is a tolerance until the departure from Germany.
There are currently 4501 people of different nationalities living in Ostprignitz-Ruppin. Among them are 800 Poles, 505 Syrians, 400 people from the Russian Federation and 376 Afghans. These are the four largest groups and not all of them have fled.
The students we interviewed were very open to the issue of refugees, and each of them said they would enter a friendship with a refugee person. We interviewed students from the eleventh, twelfth and ninth grades. When asked whether they think the integration worked in Neuruppin or not, they had divided opinions. Some did not really know the situation because they do not live in Neuruppin. The others said that the integration worked out for the most part, but there are exceptions. Moreover all the interviewed persons said they have made experiences made with refugees. For the most part they met refugees here in the school, they belong to the community like everyone else. Lina, a student of the 11th grade, took part in a project on the topic of refugees, in which she heard about some refuge stories.
We asked a refugee-student at our school about his story leaving Syria and how his life now Germany is. He is 19 years old and has been here for three years now and Germany is now a home for him and where he feels safe. In the beginning he found it very difficult in Germany, but as soon as he was able to speak the German language better and could communicate with the others, he felt more and more comfortable. For him, integration is also a very complex topic, which depends on each individual person. For a good integration different activities are his key, through which people can get so much closer to the German people and the language.
The citizens we interviewed on the street were rather skeptical about the issue of refugees. Unfortunately, not many people wanted to talk to us about it. For example, a 51-year-old woman we talked to said she did not like the crime, that is allegedly brought by refugees, or that she does not like the economic refugees. Of course, it is important to mention that we were only able to talk to a tiny fraction of the district of Ostprignitz-Ruppin.
Carola Wöhlke, an employee of ESTA Ruppin, also answered some questions. She herself does some projects with refugees (workshops, meetings). For her, integration explicitly works better with Syrians than with other refugee groups. Nevertheless, the different languages and major cultural differences remain a major milestone. ESTA Ruppin helps refugees integrate better in everyday life such as waste separation. In a project she informs different people about the different religious backgrounds and how to deal well with them. ESTA Ruppin also leases apartments to the refugees so that they have a German contact person as a tenant.
We also had an interesting conversation with Ms. Al-Hashash, a teacher and former employee of the refugee dormitory. She has worked with refugees because she is fascinated about other cultures. For her, the image of refugees has turned into negative over time. Where many still wanted to help at the beginning, today they tend to distance themselves from the topic, which is worrying for Ms. Al-Hashash. Life itself in the refugee dormitory is rather humble and yet very lively. For Ms. Al-Hashash, the time there was for the most part very positive.
To summarize, the majority of the people we interviewed responded very positively to the issue of refugees. For them refugees are normal human beings, just with a different origin. But of course there are still a lot of gabs that need to be filled and fixed. We have also learned new things that we did not know about. It was also a very informative project for us in which we could hear many interesting and enriching opinions of different people. Finally, we wish the reader that he also might gathered new information and that we were able to clear some of the prejudices about refugees.

*The information about the number of refugees and the definitions have been received from the Immigration Office in Neuruppin.

تخيل أنك نهضت هذا الصباح وقد اندلعت حرب في المانيا. منزلك الجميل، مدينتك المألوفة التي قد ولدت وترعرعت فيها لم تعد اَمنة بعد الاَن. تأخذ كل المستندات والممتلكات الشخصية المهمة وتضطر إلى الفرار، اذا كنت محظوظ و أتيحت لك الفرصة اصلا. من الصعب تخيل ذلك ولكنه من الأصعب ان تعيش ذلك في الواقع. هذه كانت حالة نحو 23 مليون شخص في سوريا. بعد ثلاث سنوات، سئموا من المعاناة والموت والخسارة والكفاح من أجل الحياة.
وهكذا انطلق البعض على الطريق على أمل ان يجدو بيتاً جديداً وقبول وأمان. ألمانيا هي احد الدول اللي استقبلت لاجئين جدد. أراء الألمان كانت مختلفة بخصوص هذا الأمر. حول ردود الفعل أجرينا مقابلات مع مختلف الناس، بما فيه معلمين وطلاب والمواطنين على الشارع.
بداية ربما ينبغي أن نوضح بعض الحقائق.
اللاجئ هو شخص لديه خوف مسبب من الاضطهاد. على سبيل المثال: من خلال الحكومة. يمكن أن يكون لهذا أسباب دينية أو سياسية عديدة ، وبالتالي فهو لا يستطيع أو لا يريد المطالبة بحماية بلده الأصلي. طالب اللجوء هو شخص يتقدم بطلب للجوء، لكن طالما أن هذا الإجراء غير واضح ، فلا يحق له الإقامة.
إذا تم قبول طلب اللجوء ، فيحق له اللجوء ومن ثم يمكنه الإقامة في ألمانيا ، حيث إنه ليس لديه وضع آمن أو يتعرض للاضطهاد السياسي في بلده الأصلي. ومع ذلك ، إذا تم رفض الطلب ، فهناك تسامح حتى مغادرة ألمانيا.
يوجد حاليًا 4501 شخصًا من جنسيات مختلفة يعيشون في (زززز) من بينهم 800 بولندي و 505 سوريًا و 400 شخص من الاتحاد الروسي و 376 أفغانيًا. هذه هي أكبر أربع مجموعات وليس كلهم اجبروا على الفرار من بلدهم الاصلي.
كان الطلاب الذين قابلناهم منفتحين للغاية بخصوص قضية اللاجئين، وقال كل منهم إنهم حتى مستعدون لدخول علاقة عاطفية مع شخص لاجئ. أجرينا مقابلات مع طلاب من الصفوف الحادي عشر والثاني عشر والتاسع. عندما سئلوا عما إذا كانوا يعتقدون أن الاندماج قد نجح في نيوروبين أم لا ، كان لديهم آراء مختلفة. لم يعرف البعض حقيقة الوضع لأنهم لا يعيشون في نيوروبين. حيثما قال الآخرون إن الاندماج نجح في معظمه ، لكن هناك استثناءات. علاوة على ذلك ، قال جميع الأشخاص الذين تمت مقابلتهم إنهم حققوا تجارب مع اللاجئين. بالنسبة للجزء الأكبر التقوا اللاجئين في المدرسة ، وهم ينتمون إلى المجتمع مثل أي شخص آخر. شاركت لينا ، طالبة في الصف الحادي عشر ، في مشروع حول موضوع اللاجئين ، حيث سمعت عن قصص لجوء مشوقة.
سألنا طالباً لاجئاً في مدرستنا عن قصته بمغادرة سوريا وكيف وضعه الآن في ألمانيا. إنه يبلغ من العمر 19 عامًا ويعيش هنا منذ ثلاث سنوات ، وأصبحت ألمانيا الآن موطنًا له حيث يشعر بالأمان. في البداية وجد الحياة صعبة للغاية في ألمانيا ، ولكن بمجرد أن بدأ من التحدث باللغة الألمانية بشكل أفضل ويمكنه التواصل مع الآخرين ، شعر بالراحة أكثر فأكثر. بالنسبة له ، يعتبر الإندماج موضوعًا معقدًا جدًا ،ويختلف من فرد الى اًخر. من أجل تحقيق إندماج بشكل جيد ، تعد الأنشطة المختلفة مفتاحه ، حيث يمكن للناس اللاجئين الاقتراب أكثر من الشعب الألماني واللغة.
كان المواطنون الذين قابلناهم في الشارع متشككين في قضية اللاجئين. لسوء الحظ ، لم يكن الكثير من الناس يريدون التحدث إلينا حول هذا الموضوع. على سبيل المثال ، قالت امرأة تبلغ من العمر 51 عامًا تحدثنا إليها إنها لا تحب الجرائم الذين يزعم ان اللاجئون جلبهم ، أو أنها لا تحب اللاجئين الاقتصاديين. بالطبع ، من المهم أن نذكر أننا كنا قادرين فقط على التحدث مع جزء صغير من مقاطعة (ززز).
أجاب كارولا وولفكي ، موظفة في، أيضًا على بعض الأسئلة. هي نفسها تقوم ببعض المشاريع مع اللاجئين (ورش عمل ، اجتماعات). بالنسبة لها ، الاندماج يعمل بشكل واضح مع السوريين بشكل أفضل من مجموعات اللاجئين الأخرى. ومع ذلك ، لا تزال اللغات المختلفة والاختلافات الثقافية الكبرى تمثل علامة فارقة. يساعد اللاجئين على الاندماج بشكل أفضل في الحياة اليومية مثل فصل النفايات. في مشروع ، تقوم بإبلاغ مختلف الناس عن الخلفيات الدينية المختلفة وكيفية التعامل معهم بشكل جيد. تقوم أيضًا بتأجير شقق للاجئين حتى يكون لديهم شخص اتصال ألماني كمستأجر.
كما أجرينا محادثة مثيرة للاهتمام مع السيدة الحشاش ، وهي معلمة وموظفة سابقة في مسكن اللاجئين. عملت مع اللاجئين لأنها مفتونة بالثقافات الأخرى. بالنسبة لها ، تحولت صورة اللاجئين إلى سلبية مع مرور الوقت. حيث لا يزال الكثيرون يرغبون في المساعدة في البداية ، فإنهم يميلون اليوم إلى إبعاد أنفسهم عن الموضوع ، الأمر الذي يثير قلق السيدة الحشاش. الحياة نفسها في مسكن اللاجئين متواضعة إلى حد ما ولكنها حيوية للغاية. بالنسبة للسيدة الحشاش ، كان الوقت في معظمها إيجابي للغاية.
للتلخيص ، فإن غالبية الأشخاص الذين قابلناهم استجابوا بشكل إيجابي للغاية لقضية اللاجئين. بالنسبة لهم اللاجئين هم بشر عاديون ، فقط من أصل مختلف. ولكن بالطبع لا يزال هناك الكثير من الثغرات التي يجب ملؤها وتصليحها. نحن قد تعلمنا أيضًا أشياء جديدة لم نكن نعرف عنها من قبل. لقد كان مشروعًا مفيدًا للغاية بالنسبة لنا حيث استطعنا سماع العديد من الآراء المثيرة للاهتمام لأشخاص مختلفين. أخيرًا ، نتمنى للقارئ أنه قد يقوم أيضًا بجمع معلومات جديدة وأننا قادرون على إزالة بعض الأحكام المسبقة بشأن اللاجئين.

تم تلقي المعلومات حول عدد اللاجئين والتعاريف من مكتب الهجرة في نيوروبين

Auf der Wasseroberfläche bleiben, ohne Jesus zu sein

Regattastraße 15, 16816 Neuruppin, DE

Alles begann 1922 mit der Gründung der Paddelgilde "Rhinbrüder". Als dann der Umbruch kam, hatte auch eine Sportart, wie das Paddeln, alle Möglichkeiten etwas Großes und Besonderes draus zu machen. Der Standort der neu gegründeten Paddelgilde befand sich allerdings noch nicht in der Regattastraße, wie heute, sondern bezog die Halle an der Seedammbrücke. Nur 2 Jahre später wurde das Vereinshaus im Rutscherweg gebaut und eingeweiht. Das Vereinsleben im Kanuverein ist und war schon immer etwas besonderes. Man verbringt sehr viel Zeit zusammen, teilweise ganze Wochenenden. Man wächst zusammen und lernt sich gegenseitig besser kennen. Natürlich kommt es auch mal zu einem Streit, was bei so einem intensiven Kontakt auch nicht zu vermeiden ist. Trotzdem entwickeln sich dabei auch neue Freundschaften und es wird ein harmonisches Zusammenleben hergestellt. Zum Ende des zweiten Weltkrieges wurde dann 1945 das heutige Vereinshaus in der Regttastraße 15 bezogen. Zu den Zuständen in der Zeit des Nationalsozialismus konnten keine Aussagen getroffen werden. Für einen Verein in der Zeit der DDR war etwas schwieriger, als es heutzutage ist. Jeder Verein waren einer Massenorganisation unterstellt. Jeder Verein stand unter besonderer Kontrolle der SED und man durfte nicht gegen die sozialistischen Ideen arbeiten oder anders handeln. Somit wurde vorgebeugt, dass sich Gruppen zusammen schlossen, die einen anderen Gedanken verfolgten, als den der "Allgemeinheit" und der Regierung. Von dieser Kontrolle war unser Kanuverein, Gott sei dank, nicht betroffen. Sie konnten ihr Vereinsleben weiter auf ihre Art und Weise ausführen. Nach dem Bezug des Bootshauses in der Regattastraße wurde die Paddelgilde "Rhinbrüder nun umgenannt in den Postsportverein Neuruppin (PSV). 1998 wurde das Grundstück dann erst gekauft und abermals umbenannt in den heutigen Namen ,,Kanuverein Neuruppin". 2001 wurde das Klubhaus dann abgerissen und neu gebaut und 2002 dann eingeweiht, im selben Jahr wurde der KVN dann auch 80 Jahre alt. 2014 kam es dann noch zu einer Erweiterung des Klubhauses, das war nun bis heute die letzte bauchtechnische Veränderung und genau so finden wir den Verein nun auch vor. In den letzten knapp 100 Jahren wurden natürlich auch viele Erfolge erzielt, wie zum Beispiel die Auszeichnung vom Sportler des Jahres 2008, wobei der KVN den 1. Platz erreichte oder jeder einzelne Erfolg, den wir als Jugendgruppe erreicht haben und damit den Kanuverein Deutschlandweit präsentieren. Das waren jetzt ziemlich viele technische Daten und Zahlen, nun aber zum spannenden Teil des Textes. 2012 bin ich selber in den Verein eingetreten. Durch das alljährliche Mai- und Hafenfest fand ich die Liebe zum Paddeln, indem ich das erste Mal in einem Drachenboot saß und das erste Feeling bekam. Danach ging alles ganz schnell. Ich kam zu meinem ersten Training mit einer guten Freundin und ich hatte sofort Spaß daran, auch wenn das Wasser beim ersten kentern ziemlich kalt war. Die Jahre vergingen und man konnte die Entwicklung Schritt für Schritt immer mitverfolgen. 2014 nahm ich dann an meiner ersten Regatta teil und konnte ab da nicht mehr genug bekommen. Ich wollte mehr, schneller, weiter. Ich trainierte immer härter, die Winterzeit war die schlimmste. Ich habe die Monate gezählt, bis es wieder warm wurde und ich endlich aufs Wasser konnte. Ich würde es als eine Art von Sucht bezeichnen, eine gute Art. Man fühlt sich unfassbar gut, wenn man stundenlang übers Wasser gleitet und den Fahrtwind spürt, wenn einem die Wellen über den Rand schlagen und sich jedes Wochenden aufs neue bei Regatten beweisen darf.


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Description.

It all began in 1922 with the foundation of the rowing club "Rhinbrüder". When the upheaval came, a sport like paddling had all the possibilities to make something big and special out of it. The location of the newly founded rowing club, however, was not yet in the Regattastraße, as it is today, but occupied the hall at the Seedammbrücke. Only 2 years later the club house in the Rutscherweg was built and inaugurated. The club life in the rowing club is and was always something special. One spends a lot of time together, sometimes whole weekends. They grow together and get to know each other better. Of course there is also a dispute, which cannot be avoided with such intensive contact. Nevertheless, new friendships develop and a harmonious living together is created. At the end of the Second World War in 1945 the club moved into its present building in Regttastraße 15. Unfortunately no statements could be made about the conditions during the time of National Socialism. For an association in the time of the GDR it was more difficult, than it is today. Every association was part of a mass organization. Each association was under special control of the SED, the ruling party in the GDR, and one could not work against the socialist ideas or act differently. Thus, it prevented groups uniting, so individualistic thoughts, leaning against the ideas of the government or the "generality", were pursued. Our canoe club was not affected by this control. They were able to continue their association life in their own way. After moving into the boat house in the Regattastraße, the rowing club "Rhinbrüder" was renamed to the Postsportverein Neuruppin (PSV). In 1998 the property was bought and renamed again in the today's name "Kanuverein Neuruppin". In 2001 the clubhouse was demolished and rebuilt and in 2002 it was inaugurated, in the same year the KVN was 80 years old. In 2014 the club house was extended, that was the last technical change until today and this is exactly how we find the club now. In the last almost 100 years many successes were achieved, such as the award of the sportsman of the year 2008, whereby the KVN reached the 1st place or every single success, which we achieved as a youth group and present the canoe club Germany-wide. That was quite a lot of technical data and numbers, but now to the exciting part of the text. In 2012 I joined the club myself. Through the annual May and harbour festival I found the love for paddling by sitting in a dragon boat for the first time and getting the first feeling. After that everything went very fast. I came to my first training with a good friend and I immediately had fun with it, even if the water was quite cold at the first capsize. The years went by and you could follow the development step by step. In 2014 I took part in my first regatta and couldn't get enough. I wanted more, faster, further. I trained harder and harder, the winter time was the worst. I counted the months until it got warm again and I could finally get on the water. I would call it a kind of addiction, a good kind. You feel incredibly good when you glide over the water for hours and feel the wind, when the waves blow over the edge and every weekend you are allowed to prove yourself anew in regattas.

Die Karl-Marx-Straße das “schöne Zentrum” Neuruppins

Karl-Marx-Straße 14, 16816 Neuruppin, DE

Die Karl-Marx-Straße das “schöne Zentrum” Neuruppins, doch was gibt es hier eigentlich und steckt noch mehr hinter den Fassaden der Läden?
Kontinuität und stätiger Wandel, ein Kommen und gehen und dass bestehen der Stärksten, eine Kulturelle Veränderung, aber auch das ständige bleiben alter Bräuche und Kulturen, Gegensätze die sich in der Karl-Marx-Straße wiederspiegeln. Doch diese Gegensätze sind Zeichen einer ständigen Anpassung, an Veränderungen der Kultur, der vor Ort lebenden Menschen, Politischer Gegebenheiten und die Anpassung an neue Interessen. Eine Lang bestehende Stadt geht durch vielerlei Wandel, angetrieben durch neue Menschen verschiedener Ethnischer und Kulturellen Zugehörigkeiten. Diese Anpassung, wird wie von einem Spiegel in der Karl-Marx-Straße wiedergegeben.
Ob sich dieser Wandel in einem eher ruhigen Vietnamesischen Ladenbesitzer, oder in einem Erfolgsmodell eines Italienischen Geschäftes, oder doch wieder in einem traditionellen Deutschen Haushaltsladens wiederspiegelt, ist dem/ der Betrachter*In überlassen. Jedoch geht jeder dieser Punkte auf die ursprüngliche Frage vom stätigen Wandel, oder zusammenfassend “Brandenburg in Bewegung” zurück.
Was ein Laden alleine nicht zeigt, wird erst im Gesamtbild der Karl-Marx-Straße wiedergegeben, die Vielfalt der Kulturen, neue und alte Gesichter, Kontinuität und stätiger Wandel.

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Description
The Karl-Marx-Straße is the "beautiful centre" of Neuruppin, but what is actually here and is there even more behind the facades of the shops?
Continuity and constant change, a coming and going, cultural change, but also the constant remains of old customs and cultures, contrasts which are reflected in the Karl-Marx-Straße. But these contrasts are signs of a constant adaptation to changes, such as political circumstances and the adaptation to new interests in culture, of the people living there. A long-standing city goes through many changes, driven by new people of different ethnic and cultural affiliations. This adaptation is reflected in Karl-Marx-Straße.
Whether this change is reflected in a rather quiet Vietnamese shop owner, or in a successful Italian shop, or yet again in a traditional German household shop, is up to the viewer. However, each of these points go back to the original question of constant change, or in summary "Brandenburg in motion".
What a shop alone does not show is only reflected in the overall picture of Karl-Marx-Strasse, the diversity of cultures, new and old faces, continuity and constant change.

Zwischen Binnenmigration und Pendeln

Karl-Marx-Straße 1, 16816 Neuruppin, DE

Eine Krise für mich, ein Umbruch für meine Mama und ein Aufbruch für meinen Papa. Wir wohnten schon immer in Brandenburg und haben hier auch ein Haus gebaut. Mein Papa arbeitete bis 2008 als Bereichsleiter in der Nähe von Berlin. In 2004 wurde jedoch entschieden, dass das Management nach Nordrhein-Westfahlen ziehen wird. Für meinen Papa bedeutete das, dass er entweder in Berlin blieb und einfacher IT-ler wird oder mit nach Nordrhein-Westfahlen geht und dort seinen Bereichsleiterposten weiter ausübt.
Unser Haus zu verkaufen und gemeinsam nach Nordrhein-Westfalen zu ziehen war von Anfang an keine Option. Ich ging hier in den Kindergarten und meine Mama hatte eine Festanstellung in öffentlichen Dienst in der Nähe meines Kindergartens.
Es bedarf vieler Unterhaltungen und Überlegungen, ob er mit nach Nordrhein-Westfahlen geht oder nicht. Auf der einen Seite würde er seine Familie für mehrere Tage in der Woche verlassen, auf der anderen Seite würde er seine Position, Ansehen und Einkommen verlieren. Zu kündigen und bei einer anderen Firma zu arbeiten, kam für ihn auch nicht in Frage. Er fand seine Arbeit großartig und fühlte sich in der Firma sehr wohl.
Nach reichlicher Überlegung entschied er sich für den Aufbruch nach Nordrhein-Westfahlen. Bereits in 2007 war er regelmäßig dort, seit Januar 2008 befindet sich sein Arbeitsplatz in Nordrhein-Westfalen. Er hat dort eine Zweitwohnung und arbeitet Montag bis Donnerstag dort. Freitags arbeitet er weiterhin nahe Berlin. Für Mama fing ein Umbruch an, denn fortan musste sie vieles allein machen und regeln. Für mich begann eine Krise. Ich war damals erst im Kindergarten und musste in der Woche auf ihn verzichten. Das war für mich schwer zu verkraften. In der Anfangszeit war ich sehr traurig und habe viel geweint, insbesondere weil ich schon damals ein Papa Kind gewesen bin. Die Umstellung zum Wochenendpapa war sehr groß, gerade auch weil er keine tägliche Bezugsperson mehr war.
Den wöchentlichen Wahnsinn zu meistern ist sehr stressig. Montags muss er morgens zeitig losfahren, um rechtzeitig zum Zug zu kommen, ist dann noch viele Stunden unterwegs. Nach Ankunft hat er noch einen langen Arbeitstag vor sich. Donnerstags ist er ebenfalls viele Stunden unterwegs und kommt oft erst spät abends Zuhause an. Doch sehen wir die Notwendigkeit in all dem und freuen uns dann umso mehr, wenn er wieder Zuhause ist.


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Description.

A crisis for me, a change for my mom and a departure for my dad. We have always lived in Brandenburg and built a house here. My dad worked until 2008 as a division manager near Berlin. In 2004, however, it was decided that the management would move to North Rhine-Westphalia. For my dad, this meant that he would either stay in Berlin and become an IT specialist or go with me to North Rhine-Westphalia and continue his position as division manager there.
Selling our company and moving to North Rhine-Westphalia together was not an option right from the start. I went to kindergarten here and my mom had a permanent position in public service near my kindergarten.

It requires many conversations and considerations whether he goes with me to North Rhine-Westphalia or not. On the one hand he would leave his family for several days a week, on the other hand he would lose his position, reputation and income. To resign and to work for another company was out of the question for him. He was happy with his work and felt very comfortable in the company.

After much deliberation, he decided to set off for North Rhine-Westphalia. Already in 2007 he was there regularly, since January 2008 his workplace is in North Rhine-Westphalia. He has a second home and works there from Monday to Thursday. On Fridays he continues to work near Berlin. For Mama a radical change began, because from now on she had to do many things on her own. A crisis began for me. At that time I was only in kindergarten and had to do without him during the week. That was difficult for me to cope with. In the beginning I was very sad and cried a lot, especially because I had an strong emotional connection with my father. The conversion to a dad I only see on the weekends was very big, especially because he was no longer a daily attachement giver.
Mastering the weekly madness is very stressful. On Mondays, he has to leave early in the morning to get to the train in time, and then he's still many hours away. After his arrival, he still has a long working day ahead of him. On Thursdays he is also on the road for many hours and often arrives home late in the evening. But we see the necessity in all this and are even more happy when he is home again.