Jan Muche AGORA

Ausstellung Untere Sandstraße 42, 96049 Bamberg, DE

Im Zentrum der Arbeiten des Berliner Künstlers Jan Muche stehen Gemälde und Skulpturen, die auf dem ersten Blick an Industriearchitektur, Sahlbaukonstrukte und Gerüstbauteile erinnern. Wir freuen uns, diese Werke in der spannungsvollen Umgebung des Kesselhauses zeigen zu können.

Autor: Kunstverein Bamberg e.V.

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Der Kunstverein Bamberg e.V. besteht seit dem 12.12.1823. Die Hauptaufgabe liegt in der Präsentat...

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Der Kunstverein Bamberg

Herzlich Willkommen!
Seit vielen Jahren sorgen wir dafür, dass in der historisch-romantischen Kulisse von Bamberg die zeitgenössische Kunst nicht zu kurz kommt. Der Kunstverein wird von engagierten Bürgern ehrenamtlich getragen. Wir planen und kuratieren Ausstellungen, organisieren Führungen, Künstlergespräche und Atelierbesuche, initiieren Vorträge und Reisen. Damit bieten wir unseren Mitgliedern und der interessierten Öffentlichkeit ein breites Angebot, regionale sowie überregionale Kunst unserer Gegenwart begegnen zu können. Eine wichtige Qualität unserer Arbeit ist die besondere Nähe zu den Künstlerinnen und Künstlern und der direkte Dialog mit Mitgliedern und Publikum. Den Künstlern und Künstlerinnen Betrachter, den Kunstinteressierten Erlebnisse zu verschaffen, das ist unsere Aufgabe.

Der Kunstverein Bamberg e.V. wurde im Jahr 1823 gegründet und zählt somit zu den ältesten und traditionsreichsten Kultureinrichtungen Deutschlands. Von Beginn an war der Verein, der sich dem Zusammenschluss kunstinteressierter Bürger verdankt, in das kulturelle Leben der Stadt eingebunden und gestaltete es aktiv mit. Die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten durchzieht die fast 200-jährige Vereinsgeschichte. Unsere Ausstellungsmöglichkeiten beschränken sich aktuell einmal im Jahr auf die Nutzung der Stadtgalerie Villa Dessauer, einem Gebäude aus der Gründerzeit. Hier können wir größere Ausstellungen verwirklichen, wie z.B. zu den Themen Schrift, Natur oder plastischer Kunst. Im kommenden Jahr wird es dort eine Ausstellung über Papier als künstlerisches Ausdrucksmittel geben. Das Kesselhaus nutzen wir ca. 2-3 Mal pro Jahr für eher kleinere Präsentationen. In Kooperation mit dem Naturkundemuseum konnten wir 2019 eine Ausstellung mit Arbeiten der amerikanischen Künstlerin Joan Jonas zeigen und in einen spannenden Dialog mit den hauseigenen Exponaten setzen. Manchmal zieht es uns aber auch hinaus ins Freie und wir machen Interventionen im städtischen Raum wie z.B.mit Dana Lürkens Blumenpflanzung "Take me" am Schönleinsplatz oder mit der Aktion "Werkshandlungen" und den Vierkantrohren von Charlotte Posenenske. Seit 2018 teilen wir uns gemeinsam mit dem Berufsverband Bildender Künstler einen Büroraum in der Schützenstrasse.

Dank der freundlichen Unterstützung der VR Bank Bamberg vergeben wir seit 1989 jährlich den Berganza-Preis an eine "Kunst oder Kultur schaffende Person oder Einrichtung der Stadt Bamberg, die durch Qualität, Leidenschaftlichkeit, Idealismus, Selbstlosigkeit, Zielstrebigkeit, intensive Arbeit, ausdauernde Verfolgung eines Ziels und Glaube an ihre Aufgabe auffallen".

Wenn Sie sich einen Eindruck von unseren Aktivitären, Räumlichkeiten und Ausstellungen verschaffen möchten, klicken Sie sich doch einmal durch die Bilder dieser Station oder besuchen Sie unsere Homepage www.kunstverein-bamberg.de.

Sie möchten die Arbeit des Kunstvereins in Bamberg unterstützen? Wir freuen uns über jeden neuen Mitstreiter. Antragsformulare finden Sie im Eingangsbereich. Bei uns haben Sie die Möglichkeit passiv oder auch aktiv die Arbeit im Verein mitzugestalten. Darüber hinaus erhalten Sie freien Eintritt zu unseren Veranstaltungen und werden über einen Newsletter oder per Post über unsere Aktivitäten informiert. Als Mitglied erhalten Sie auch Jahresgaben zu Vorzugspreisen, mit denen wir Sie ermuntern möchten, sich im Privaten mit Kunst der Gegenwart zu beschäftigen.

Kunstraum Kesselhaus

Ein ungewöhnlicher Ausstellungsort, finden Sie nicht? Sie stehen gerade in der alten Wäscherei des 1984 stillgelegten Krankenhauses (heute Hotel Residenzschloss). An der Decke sehen Sie noch die alten Kohletrichter, unten im Keller wurde eingeheizt. An den Wänden sind noch zahlreiche Relikte aus alten Tagen zu finden. Der Gebäudekomplex des Kesselhauses wurde vom bamberger Stadtarchitekten Hans Rothenburger 1961 ursprünglich als Heizung, Wäscherei und Pathologie errichtet. Mit seinem urbanen Charme, der ganz bewusst erhalten bleiben soll, bietet das Gebäude ideale Voraussetzungen für die Präsentation von Gegenwartskunst.
Zusammen mit dem Architekturtreff Bamberg und dem Berufsverband Bildender Künstler hat der Kunstverein den Kesselraum 2010 eigenhändig bespielbar gemacht und dort im Jahr 2011 mit der forschungsgruppe f die erste Ausstellung veranstaltet. Vielen Bürgern der Stadt ist auch noch die großartige Ausstellung von 2012 mit den riesigen Tulpenbildern der brasilianischen Künstlerin Luzia Simons in Erinnerung. Nach der abrupten Schließung 2013 wurde das Kesselhaus von den drei verantwortlichen Gruppierungen zurückerobert und seit 2015 wieder regelmäßig bespielt. Die Zukunft des Kesselhauses als Kunst- und Kulturort der Stadt ist leider ungewiss. Wir hoffen sehr, daß dieser Raum dauerhaft für Ausstellungen genutzt werden kann. Dieses Ziel verfolgt seit 2013 auch der Förderverein Kunstraum JETZT! e.V. Für nur einen Euro Mitgliedsbeitrag im Monat können Sie helfen, dass Bamberg endlich einen Ort für die zeitgenössische Kunst erhält. Anträge dafür liegen im Informationsbereich an der Kasse aus.

Sehen Sie in einem kurzen Video wie sich der Künstler Jan Muche mit diesem besonderen Ausstellungsraum auseinandergesetzt hat.



Einführung

Die Motive der Gemälde von Jan Muche erinnern an Architekturelemente oder technische Bauwerke. Jan Muche verwendet konstruktivistische Versatzstücke aus bekannten und unbekannten Vorlagen und formt aus ihnen ganz neue, utopische Gebilde. Durch ihre starke Farbigkeit üben sie einen besonderen ästhetischen Reiz auf den Betrachter aus, der sich durch die räumliche Komposition mancher Bilder auch nahezu physisch angezogen fühlen mag.

"Jan Muche beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit den Hinterlassenschaften der gesellschaftlichen wie künstlerischen Utopien des 20. Jahrhunderts (oder deren ruinösen, hoffnungsvollen oder schrecklichen Trümmern), die er stückwerkig in den Bildern versammelt". (Klaus Theweleit)

Der Titel der Ausstellung "Agora" kommt aus dem Griechischen. Als Agora wurde im antiken Griechenland der zentrale Platz einer Stadt bezeichnet. Dieser war nicht nur Fest- und Marktplatz, sondern vor allem ein wichtiger politischer Versammlungsort.
"Es liegt auf der Hand, dass die Agora hier als Chiffre der vergessenen und nicht gehaltenen Reden über und eben auch der Utopien zur Erschließung der Welt verwendet wird. Hier, vor den Gemälden Jan Muches, sollen sich die utopischen Ideen des Künstlers und die der Betrachter vereinen. Im Idealfall entsteht ein Dialog zwischen ihm und der Kunst." (Günter Baumann)

Die Ausstellung wurde kuratiert von Dr. Barbara Kahle und Alexander Ochs, der die Arbeiten des Künstlers mit seiner Galerie Alexander Ochs Private Berlin vertritt.

Zur Ausstellung ist ein Katalog in der Dr. Cantz'schen Verlagsgesellschaft erschienen.

Jan Muche stand uns freundlicherweise vorab für ein kleines Interview zur Verfügung. Deshalb wird dieser digitale Rundgang durch die Ausstellung von einigen kurzen Videobeiträgen begleitet, die Ihnen ein paar Informationen, quasi aus erster Hand, übermitteln sollen. Die Videos können Sie durch das Anklicken des Pfeilsymbols in der unteren Leiste ansehen.

Jan Muche

1975 geboren in Herford, Ostwestfalen
1992-1995 Ausbildung zum Lithografen, Bielefeld
2001-2005 Studium der Bildenden Kunst an der Universität der Künste Berlin
2005-2006 Meisterschüler bei Prof. K.H. Hödicke an der Universität der Künste Berlin
2008-2009 Lehrauftrag an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee
2010-2011 Lehrauftrag an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee
2011 Gastprofessur für Malerei an der CDK Hangzhou / China

Stipendien
2005 Rudolf Schweitzer-Cumpana Stipendium, Bukarest / Rumänien

Preise
2005 Kunstförderpreis der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock

Seit 2003 werden Arbeiten von Jan Muche in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen gezeigt.

Der Künstler lebt und arbeitet in Berlin www.jan-muche.de. Er wird durch die Galerie Alexander Ochs Private Berlin vertreten. Anfragen unter: www.alexanderochs-private.com oder Tel.: 030 45086878

"Ein abstrakter Zugriff auf sämtliche Bildmittel ist in Muches Malerei von Anfang an enthalten. Er beginnt als gestischer Maler, der seine intuitiv gesetzten Farbschwünge bewusst mit Halt gebenden, geometrisch eingezogenen Balken auffängt und zu einem dicht geschlossenen Ganzen formt. Zwischen 2003 und 2004 werden die Bilder figurativer und aufgrund der unterschiedlichsten zusammenmontierten Motivversatzstücke immer vielschichtiger und verschachtelter.
Ab 2006 integriert Muche zudem Schrift in seine Bilder, die gegenüber den figurativen Bildsituationen eine massive motivische Störung darstellt und jede eindeutige semantische Beziehung mit diesen spielend unterläuft. Gerade daran zeigt sich der bildsyntaktische Gebrauch der Schrift, die als rein kompositionales Element verwandt ist, sind Muches Bilder doch schließlich alles andere als narrativ. Seit Ende 2009 entstehen nun wieder Bilder ganz ohne Schrift. War sie in der vorangegangenen Werkphase fester Bestandteil des bildnerischen Repertoires, stellt sich Muche nun neue Herausforderungen und widmet sich ganz dem Bildbau aus unzähligen kontrastierenden Farbmodulen. Die Bilder zeigen derweil nicht bloß abgebildete Konstruktionen, sondern werden malerisch selbst konstruktiv." (Christian Malycha)

Weiterführende Literatur:
Jan Muche: Der Grund - Figuration without Content, Kerber Verlag 2001
Jan Muche - Erholungszone, schultz contemporary, Berlin 2006
Jan Muche - Gute Besserung, schultz contemporary, Seoul 2008
Jan Muche - Alles kann, nichts muss, schultz contmporary, Berlin 2008
Jan Muche, Orient, por amore arte galeria, Porto 2009
Kunstverein Bamberg (Hrsg.), Agora, Dr. Cantz’che Verlagsgesellschaft 2020

Mast (2010) 250 x 300cm, Acryl und Tusche auf Leinwand

Viele flirrende, kristalline bunte Flächen verbinden sich in diesem Gemälde nach und nach zur Innenansicht eines Turmes. Durch die räumliche Komposition der Farbfelder entsteht ein imaginärer Sog, der den Betrachter förmlich in das Gemälde hinein und in schwindelnde Höhen hinauf zieht.

"Jan Muche ist ein Künstler, der sich mit Motiven beschäftigt, die ein wenig abseits der gängigen Vorstellungen von Bildern liegen. Er malt viele Gerätschaften, Maschinen und technische Bauwerke. Interessant ist allerdings, dass nicht jede/r Betrachter/in diese Affinität zu technischen Motiven sogleich wahrnimmt. Bisweilen wirken die Arbeiten auf den ersten Blick abstrakt und erschließen sich bei näherem Hinschauen dann als sehr konkrete Darstellung eher unerwarteter Bildausschnitte. Jan Muche ist kein Ingenieur, der die Schönheit der Technik künstlerisch verarbeitet, sondern ein Künstler, der die Attraktivität von Kompositionen erkennt, die der Mainstream nicht unbedingt mit Ästhetik oder gar Schönheit in Verbindung bringt. Wie akkurat und wirklichkeitsgetreu seine Motive in den Bildern dargestellt sind, das weiß man nicht. Es ist aber auch nicht wichtig, denn die sehr spezielle Maltechnik kann aus einer Radioantenne, einer Industriehalle oder einem Kanalbauwerk eine faszinierende Struktur destillieren, die mit einer sehr individuellen farblichen Gestaltung völlig neue Betrachterhorizonte eröffnet." (Ralf Leinemann aus dem Grußwort des Katalogs AGORA)



TV (2012), 250 x 300 cm, Acryl und Tusche auf Leinwand

Dem Gemälde mit dem Titel "TV“ liegt der 1919 konzipierte Radioturm in Moskau zugrunde, mit 160 Metern die höchste und wohl berühmteste Hyperboloidkonstruktion. Der sogenannte Schuchow-Turm gilt als eine der wichtigsten Errungenschaften des, nicht nur sowjetischen, Ingenieurwesens.

ZELT (2011) 250 x 300cm, Acryl und Tusche auf Leinwand

Das momumentale Gemälde mit seinen unzähligen, bunten Kleinflächen erinnert an ein riesiges Zelt oder ein extrem langes Gewächshaus. Eine starke, tunnelartige Sogwirkung überträgt sich von diesem Motiv auf den Betrachter. Den großformatigen Arbeiten von Jan Muche geht ein oft langwieriger und komplizierter Schaffensprozess voraus. Er malt diese Werke auf einer Schienenkonstruktion liegend auf dem Boden. Um sie aus größerer Entfernung zu betrachten, steigt er auf eine Leiter.
Jan Muches Gemälde sind nicht inhaltlich aufgeladen, sie müssen nicht gelesen weden. Sie sind frei und leergekehrt von Inhalten.





Tatlin (2020) 210 x 250 cm, Acryl und Tusche und Bootslack auf Leinwand

Das Gemälde "Tatlin", das auch auf den Plakaten der Ausstellung zu sehen ist, bezieht sich auf Wladimir Jewgrafowitsch Tatlin, dessen Entwurf eines Denkmals für die "Dritte Internationale" aus dem Jahr 1920 zu den wichtigsten Werken der russischen Avantgarde zählt. Das 400 Meter hohe Monument – parallel zur Erdachse gestellt, mit vier unterschiedlich rasch nach kosmologischen Rhythmen und Gesetzen um die eigene Achse rotierenden Innenkörpern – hätte den Sitz einer hierarchisch und gerecht organisierten Regierung einer neuen sozialen Ordnung repräsentiert, blieb aber Utopie. Das unausgeführte Modell des Gebäudes gilt heute als Sinnbild für utopisches Denken und als Ikone des Konstruktivismus.

Muches Gemälde besticht durch seine grell rot-orangene Farbigkeit und die wirbelnde Kreisbewegung seines architktonischen Motivs, dessen Grundlage das erwähnte Modell Tatlins darstellt. Als revolutionärer Utopist und künstlerischer Querdenker ist Tatlin eine für den Künstler Jan Muche besonders spannende Person und so ist das einzige Gemälde dieser Ausstellung, auf dem ein Mensch dargestellt ist, Tatlin gewidmet. Es zeigt den Künstler als jungen Mann vor seinem Modell stehend. Als Vorlage diente eine Schwarzweißabbildung. Das Bild des Künstlers scheint sich aufzulösen und sich mit der Konstruktion aus farbigen Brettern in Rot-, Gelb- und Rosttönen zu verbinden.

"Die Motive seiner Bilder findet Jan Muche beim Durchkämmen unterschiedlicher Zeitschriften, Zeitungen, Bücher und in den Weiten des Internets. Er nimmt diese Bilder als gefundene Objekte, behandelt sie wie Strandgut, angespült aus dem alltäglichen Bilderstrudel der Medien, kopiert sie hin und her, kombiniert sie miteinander – solange bis sie schließlich oft in grober, ausgewaschener und durch den Kopierprozess teilweise entfremdeter Weise auf seiner Leinwand wieder auftauchen. Da finden sich Raumfahrtszenen, Parabolspiegel und Satellitenschüsseln, Autos, Ausschnitte von Motoren und Schaltanlagen, Architekturpartikel und Häuserfronten, Portraits bekannter oder unbekannter Menschen, mal im Close-Up, beinahe das ganze Bild ausfüllend, mal als beiläufiges Personal in größere Bildwelten". (Dominikus Müller in „Jan Muche – alles kann, nichts muss“, Ausstellungskatalog schultz contemporary berlin, 2008)

In einem kurzen Video erzählt Jan Muche die Entstehungsgeschichte dieses Bildes.




O.T. (2013/4) 180 cm x 250 cm, Acryl, Tusche, Bootslack, Asche

Der mit Jan Muche befreundete Künstler Sven Drühl schreibt über diese Arbeiten: "Text- und menschenleer sind seine aktuellen Werke, die Farben sind schmutzig und düster, ganz so als hätten sie Jahrzehnte auf einem Dachboden hinter sich". So ganz genau kann man oft gar nicht erkennen, wie und womit Jan Muche seine Bilder malt. Ein echter Pinselduktus ist nicht immer zu erkennen, Wasserspuren und Farbschlieren deuten auf einen besonderen Herstellungsprozess hin. Als Materialangaben liest man Tuche, Acryl, Bootslack und Asche. Wie bringt er diese Materialien auf und welche Effekte ergeben sich dadurch? In einem kurzen Video erklärt Jan Muche seine besondere Arbeitsweise.

Modelle

Begleitend zu den Gemälden entstehen seit einigen Jahren auch filigrane Skulpturen aus bunt lackierten Holzstäben, die wie eine dreidimensionale Bildvariante wirken und vom Künstler zum Teil als Modelle für größere, noch zu realisierende Raumskulpturen gedacht sind. Manche dieser aus dünnen Holzstäben gefertigten Gebilde stehen für sich, andere sind als eine Art Bilderlager konstruiert, das jedoch weder funktional noch bildbetrachtungsfördernd ist, sondern vielfach den Blick auf die integrierten Bildtafeln verwehrt (Sven Drühl).

In einem kurzen Video erzählt Jan Muche, was es mit diesen Modellen auf sich hat.