"Gegen das Vergessen" – Opfer der NS-Diktatur in Dinkelsbühl

Stadtführung Altrathausplatz 10, 91550 Dinkelsbühl, DE

Zum 9. November jährte sich die Reichspogromnacht, die den Beginn der systematischen Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung in Deutschland markierte. Die Grüne Jugend nimmt diesen Gedenktag zum Anlass, gemeinsam mit Dr. Gerhard Gronauer die jüdische Geschichte sowie die Ausbreitung des Nationalsozialismus in Dinkelsbühl zu erforschen.

Autor: Grüne Jugend Dinkelsbühl

Aktuelle Aktionen der Grünen Jugend – Dinkelsbühl

Aktuelle Aktionen der Grünen Jugend – Dinkelsbühl

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6 Stationen

1. Schranne

Weinmarkt 7, 91550 Dinkelsbühl, DE

Im August 1927, kurz nachdem Adolf Hitler Dinkelsbühl besucht hat, wird in Dinkelsbühl die Ortsgruppe der NSDAP gegründet. An dieser Station erfährst du, wie sich das nationalsozialistische Gedankengut in Dinkelsbühl ausbreitet und wie die sogenannte "Machtergreifung" der Nazis auf lokaler Ebene abgelaufen ist.

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Bild 1 – Stolpersteine Dinkelsbühl, Grüne Jugend Dinkelsbühl

Bild 2 – Nazi-Bürgermeister Lechler, Gerhard Gronauer

Bild 3 – Nazi-Bürgermeister Lechler, Stadtarchiv Dinkelsbühl

Bild 4 – Hakenkreuze am Wörnitztor, Stadtarchiv Dinkelsbühl

2. Lange Gasse 10

Lange Gasse 10, 91550 Dinkelsbühl, DE

In der Langen Gasse 10 lebte die Familie Levite. Heinz Josef, geboren 1924, verließ Dinkelsbühl mit seinen Eltern Sidonie und Adolf und ging nach Frankfurt, von wo er über die Frankfurter Großmarkthalle ins KZ Majdanek deportiert und dort mit 17 Jahren ermordet wurde. Seine Eltern wurden 1944 in Auschwitz ermordet.

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Bild 5 – Heinz Joseph und Sidonie Levite, Gerhard Gronauer

Bild 6 – Frankfurter Großmarkthalle, Gerhard Gronauer

Bild 7 – Gruppe bei der Tausendjaherfeier 1928, bei der die Dinkelsbühler Jüdinnen Sidonie Levite, Berta Levite und Palma Schloßberger teilgenommen haben, Gerhard Gronauer

3. Lange Gasse 28

Lange Gasse 30, 91550 Dinkelsbühl, DE

In diesem Haus lebte Helene Hamburger, die das Novemberpogrom in Dinkelsbühl damals als 13-jährige erlebt hat. Ihr und ihren Eltern gelingt es, 1939 über die Schweiz nach Palästina zu fliehen. Ihre Tante Luise, die auch in der Langen Gasse 28 lebte, wurde 1942 im KZ Theresienstadt getötet.

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Bild 8 – Gerhard Gronauer mit Helene Hamburger, Gerhard Gronauer

Bild 9 – Die Bildmontage im Wohnzimmer von Helene, auf der die Vertreibung zu sehen ist, Gerhard Gronauer

Bild 10 – Die Lange Gasse 28, Gerhard Gronauer

Bild 11 – Helene als sechsjährige Schulkind in Dinkelsbühl, Gerhard Gronauer

Bild 12 – Familie Hamburger bei der Überfahrt nach Palästina, Gerhard Gronauer

4. Klostergasse 5

Klostergasse 5, 91550 Dinkelsbühl, DE

In der Klostergasse 5 befand sich eine Synagoge beziehungsweise ein kleiner Gebetsraum für jüdische Gottesdienste. Es war aber auch das Wohnhaus eines Teils der Familie Hamburger, hier lebte Martha mit ihren Eltern Adolf und Klaire Hamburger. Nach der Vertreibung aus Dinkelsbühl zogen Adolf und Klaire nach Pforzheim und wurden dann nach Südfrankreich deportiert. Die junge Martha, die bereits mit 16 Jahren nach Berlin zog, wurde als 20-jährige im KZ Majdanek ermordet.

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Bild 13 – Gedenktafel an der ehemaligen Synagoge, Gerhard Gronauer

Bild 14 – Stolpersteine für die Familie Hamburger vor der Klostergasse 5 (aktuell wegen Baustelle entfernt), Grüne Jugend Dinkelsbühl

Bild 15 – Ein Toraschild aus der Dinkelsbühler Synagoge, Gerhard Gronauer

5. Altrathausplatz 11

Altrathausplatz 11, 91550 Dinkelsbühl, DE

Am Altrathausplatz 11 lebte die Familie Ansbacher. Heinz Joachim Ansbacher wurde mit 16 Jahren im KZ Majdanek ermordet. Sein Bruder, Manfred Ansbacher, hat den Nationalsozialismus überlebt und konnte in die USA fliehen. Vor einigen Jahren wurde bei den Chanukka-Feierlichkeiten im Weißen Haus der Chanukka-Leuchter von Manfred Ansbacher, in den USA nennt er sich später Manfred Anson, durch den damaligen Präsidenten Obama persönlich entzündet. In seiner Rede geht er auf die Lebensgeschichte von Manfred Anson/Ansbacher ein: https://www.youtube.com/watch?v=QRMMuImZ2qY&feature=emb_logo

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Bild 16 – Ein Klassenfoto von Sigrid Ansbacher aus dem Jahr 1934, Gerhard Gronauer

Bild 17 – Manfred Ansbacher in Kinderzech-Uniform, Gerhard Gronauer

Bild 18 – Der Chanukka-Leuchter von Manfred Ansbacher, Gerhard Gronauer

Bild 19 – Manfred Ansbacher vor seinem Chanukka-Leuchter, Gerhard Gronauer

6. Altes Rathaus

Altrathausplatz 14, 91550 Dinkelsbühl, DE

Sprecherin Juliana Bernecker
Sprecher Dr. Gerhard Gronauer und David Schiepek
Redaktion und Schnitt Katharina Sparrer und David Schiepek

Dank an
Dr. Gerhard Gronauer, Evangelische Kirchengemeinde Dinkelsbühl
Maximilian Mattausch, Stadtarchiv Dinkelsbühl
Isgard Erhard, Stadtarchiv Dinkelsbühl