Geschichte der Geschäfte Flecken Ahlden

Stadtführung Neue Straße 1, 29693 Ahlden (Aller), DE

Diese Route führt Euch durch die Ortsgeschichte entlang der zahlreichen, ehemaligen Geschäftsgebäude dieses malerischen Fachwerk-Ortes, des Flecken Ahlden. Wir beginnen mit den Geschäften und wichtigen Amtsgebäuden in der "Großen Straße". Der Walk wird künftig weiter ergänzt. Z.B. durch weitere Geschäftsgebäude und Straßenzügen.

Autor: Bürgerverein Ahlden und Eilte e.V.

Aktuelles, Projekte und Angebote 2021

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16 Stationen

Das Brauhaus

Brauhaus 1, 29693 Ahlden (Aller), DE

Es ist überliefert, daß im 17. Jh. in Ahlden Hopfen angebaut wurde. Die Anbauer hatten „Zinsen“ für den „Hopfen Garten“ zu zahlen. Nachdem es in einem Privathaus beim Brauen zu einem Unfall kam, wurde das Brauen nur noch im Brauhaus und im Schloß erlaubt.

Laut alten Akten existiert das Brauhaus mind. seit 1705 und soll aus den Resten der Bunkenburg (siehe baumbewachsene Erhebung gegenüber) aufgebaut worden sein, auf dessen ehemaligen Wall es bis heute steht. In dieser Zeit erzielte es für die königliche Landesherrschaft entsprechende Pachteinnahmen.

Im Jahre 1849 wurde es in private Hände verkauft. Bis Mitte der 1990er Jahre wurde die Brauerei von den Familien Wilkening, Bartels, Storch (1934 - 47) und Kurtzius betrieben (chronologische Reihenfolge).
Danach wurde das Brauhaus erneut verkauft und seit dem zu Wohn- und Lagerzwecken genutzt.

Informationen teilweise aus der Ahldener Chronik übernommen.

Drogerie

Große Straße 37, 29693 Ahlden (Aller), DE

Die Eheleute Davin unterhielten ihre Geschäft mit Drogerieartikel aller Art. Darüber hinaus konnte man hier seine Filme zum Entwickeln bringen und sämtliches Fotozubehör erwerben.
Für die Kleinen Kunden wurden jede Menge Süßes und Interessantes in Augenhöhe präsentiert. So dass ein Teil des Taschengeldes auch gerne hier umgesetzt wurde. Wer kennt noch Prickel Pit? Im Hintergrund die Drogerie, vor der die Hochzeitsgesellschaft von Inge und Fritz Meyer (Uhrmachermeister)Richtung Kirche schreitet.
Traditionell traf man sich bei den Brautleuten, ging gemeinsam zur Kirche und zu Fuß weiter ins Gasthaus. Zeitweise gab es sieben Gaststätten in Ahlden, zum Teil mit Saal. Sie waren wichtige Mittelpunkte des gesellschaftlichen Lebens.


Gasthaus Zum Schloss

Große Straße 5, 29693 Ahlden (Aller), DE

Über drei Generationen hinweg bewirtschaftete die Familie Hohls den Gasthof zum Schloss. Der erste in der Reihe war Heinrich Hohls, Foto rechts, stehend. Hans Hohls übernahm die Kneipe 1973 und bot ebenfalls Übernachtungsmöglichkeiten. 2008 stellte er den Betrieb ein. Zum Leidwesen vieler, die sich bis zum Schluss gerne dort noch zum Frühschoppen trafen.

Zu Beginn trug die Wirtschaft den Namen Gasthof August Asche, durch den gleichnamigen Wirt. Es folgte der Fleischer Adolf Iser, der 1899 die Konzession zum „Weiterbetriebe“ erwarb. Dann folgte Familie Hohls.(teilweise entnommen der „Ahldener Chronik“

Kürschner

Große Straße 17, 29693 Ahlden (Aller), DE

Reuschen Haus.

Gustav Reusch führte hier nach dem Kriege die Kürschnerei/Gerberei. Es wurden Felle, Mäntel und Umhänge angeboten die z.B. aus Biber- bzw. Nutria-Felle gearbeitet wurden.
Außerdem konnten auch die passenden Accessoires erworben werden.

Information entnommen: Ahldener Chronik

Das Kürschnerhandwerk

„Dem schwimmen die Felle davon“ diese Redewendung stammt aus einem der ersten Handwerke überhaubt.Schon in der Steinzeit waren Pelze ein wärmendes und schmückendes Kleidungselement. Ursprünglich gerbte der Kürschner seine Felle noch selber, wozu er reichlich Wasser benötige. Deshalb ließen sich Kürschner/Gerber an Flüssen und wegen der Geruchsbelästigung, am Ortsrand nieder. Durch die Erfindung der Pelznähmaschine ca. 1872 und die Beschäftigung von Frauen nahm die die Fertigung von aufwendigen und modischen Modellen raschen Aufschwung. Es entwickelte sich eine schnell wachsende Pelzindustrie. (Auszug aus Wikipedia)

Zollhof

Große Straße 11, 29693 Ahlden (Aller), DE

Bis ins 19. Jh. hinein wurde in Ahlden Land- und Wasserzoll erhoben. Auf der Aller und Leine fand zwischen Celle, Bremen und Hannover reger Handel u.a. mit Holz und Getreide statt. Neben dem Fischfang waren Zölle eine wichtige Einnahmequelle des Fleckens.

Neben den Zollinspektoren waren hier, während die Prinzessin auf dem Schloss lebte, auch die Drosten* und Amtmänner untergebracht, die nach dem Tode der Prinzessin wieder ihre Dienstwohnungen im Schloss bezogen.

Ursprünglich bestand das Anwesen aus mehreren Gebäudeteilen, die genauso aufgeteilt waren, wie die Räume im Schloß, die für die Drosten nebst Frau Drostin sowie einem Schreiber zur Verfügung standen.

Allerdings wurden diese, während der Verbannungsjahre der Prinzessin, kurzerhand im Zollhof untergebracht.

Neben Wohn- und Amtsräumen gab es auch Stallungen für Pferde und das Federvieh.

Zu dieser Zeit überspannte eine hölzerne Brücke die Aller/ Alte Leine die mit einer Zugklappe versehen war.

(Informationen teilweise „Ahldener Chronik“ entnommen)

* Verwalter im Dienste des Landesherren

Kiosk Kopiske

Große Straße 25, 29693 Ahlden (Aller), DE

Auf dem Bild in der Totalen ist der Standort vom Kiosk Kopiske zu sehen.

Der Kiosk wurde ca. 1946/47 aufgestellt und war bis zu seinem Abbau, Mitte der Sechziger, für viele große und kleine AhldenerInnen „lebenswichtig“.
Hier gab es Kurzwaren, Naschzeug, Tabakwaren, Zeitungen u.v.m.

Lt. Zeitzeugen bekam man 5 Sahnebonbons für einen Groschen und konnte sogar seine Seidenstrümpfe zum Stopfen abgeben!

Lebensmittel

Große Straße 26, 29693 Ahlden (Aller), DE

Hier hat die Familie Ötter bis in die 60iger Jahre einen Lebensmittel-Laden unterhalten. Inzwischen wird es ausschließlich zu Wohnzwecken genutzt. Dieses Haus steht unter Denkmalschutz.

Lebensmittel

Große Straße 15, 29693 Ahlden (Aller), DE

Das Lebensmittelgeschäft Rotermund war nicht nur ein Geschäft, sondern eine Institution. Eröffnet 1890, war der Laden ein Dorfmittelpunkt, an dem nicht nur eingekauft wurde. Die Menschen nutzen es auch, um zu klönen und um das Neuestes vom Tage zu besprechen.
Neben Lebensmitteln, konnte man Haushaltswaren, Geschenkartikel, Porzellan, Blumen, Schreibwaren, Lektüre und vieles mehr bekommen.
Hier befanden sich auch die letzten Toto/Lotto- und Postargenturen des Ortes.
Am 31. Januar 2014 wurde das Geschäft geschlossen.

Café Meinecke

Große Straße 8, 29693 Ahlden (Aller), DE

Im Café Meinecke trafen sich die Ahldener bei Kaffee und Kuchen. 1928 stellte Bäckermeister Meinecke einen Antrag zum „Ausschank von Kaffee und alkoholfreien Getränken“. Drei Jahre später übernahm Albert Birnstiel die Bäckerei, Konditorei und das Café Meinecke.

Neben den Innenräumen gab es auch einen kleinen Außenbereich an der Straße vor dem Haus. Von diesem Logenplatz aus, konnten die Gäste des Cafés am geschäftige Treiben des Ortes teil haben und mit den Passanten spontan ins Gespräch kommen.

1961 zog die Bäckerei in die Büntestraße 12 um.

Inhalt teilweise der Ahldener Chronik entnommen

Gemüse und Friseur

Große Straße 30, 29693 Ahlden (Aller), DE

Die Beschreibung ist in Arbeit

Viehhandel

Große Straße 16, 29693 Ahlden (Aller), DE

Seit über 140 Jahren gibt es die Viehhandlung Evers in Ahlden.
Im Jahre 1895 zog der Firmengründer Ferdinand Evers in dieses Haus ein. Bis heute ist der Familienbetrieb in Ahlden ansässig.

Firmeninhaber in chronologischer Reihenfolge:
Ferdinand Evers, Otto und Willy Evers I, Willy Evers II,
Willy Evers III und seit 2012 bis heute Stephan und Christian Evers.

Auf den Fotos zu sehen: Firmen- und Wohnsitz der Familie Evers aus 1895. Bis 2015 sollte er dort auch beheimatet bleiben. Gebäude in den Fünfzigern und Willy Evers II bei der Arbeit.

Rechts unten Willy Evers II bei der Arbeit.

Gasthaus Deutsches Haus

Neue Straße 1, 29693 Ahlden (Aller), DE

Die Beschreibung ist in Arbeit

Restaurant Runge

Große Straße 21, 29693 Ahlden (Aller), DE

Ab Anfang der 1960iger Jahre eröffnete Familie Hermann Runge hier ein Eiscafé. Nach und nach erweiterten sie ihre Räumlichkeiten und ihr Angebot erst zur Gaststätte und dann zum Restaurant und Hotel mit 30 Betten.
Von Hauptberuf war Herman Runge Bäcker und verkaufte seine Waren in Hannover, da der örtliche Bedarf bereits durch die Bäcker Birnstiel und Meyer abgedeckt war.
Ca. 10 Jahre fanden hier die Schützenfeste des Ortes statt, auch Erntefeste wurden hier gefeiert.
Als Hermann Runge den Vorsitz des Verkehrsvereins inne hatte, konnte der Fremdenverkehr weiter angekurbelt werden und es kamen viele Gäste zur Erholung nach Ahlden.
Besonders der Fahrradtourismus boomte und brachte busseweise Radelwillige in den Ort.
Neben der Bewirtschaftung des Restaurants wurde auch noch eine Heidschnuckenherde gehalten.
Im hinteren Teil des Grundstückes befinden sich Stallungen, in denen die Tiere in der weidefreien Zeit untergebracht waren.
Die angrenzende Wiese, direkt an der Alten Leine, war mal Liegewiese für die Gäste oder Weideland für die Schnucken.
Inzwischen wurde das Restaurant aufgegeben und alle Hotelzimmer zu Wohnungen umgebaut.

Zu Beginn des 19. Jhts. wurde das Anwesen von der Amtsrichterfamilie Klée bewohnt.
(Ahldener Chronik)

Sattlerei

Große Straße 43, 29693 Ahlden (Aller), DE

Hier befand sich das Geschäft von Sattlermeister und Raumausstatter Gustav Blumberg.

Im vorderen Teil des Hause befand sich der Verkaufsraum und im hinteren Teil wurde das Gebäude für eine Werkstatt erweitert.
Inzwischen ist das Gebäude von der Familie liebevoll zu einem Wohnhaus umgebaut worden.
rechts: Foto aus den 1980iger Jahren

Schloss-Apotheke

Große Straße 32, 29693 Ahlden (Aller), DE

Das Gebäude wurde Mitte des 19. Jahrhunderts im Auftrage des Apothekers Eduard Wedemeyer erbaut und diente ihm als Wohn-und Geschäftshaus. Zuvor befanden sich die Geschäftsräume im Zollhof.
Um eine Apotheke in Ahlden anzusiedeln benötigte es eine Konzession, die im Jahre 1934 erteilt wurde.

Bis 2000 versorgten die Apotheker aus Ahlden die Bewohner der Region mit Arzeneien.
Nach Schließung ging das Gebäude anfangs als Schenkung an die Kirche und dann durch Verkauf in Privatbesitz.

Inhalt teilweise „Ahldener Chronik“ entnommen

Kreissparkasse Ahlden

Große Straße 13, 29693 Ahlden (Aller), DE

Die Zweigstelle der Kreissparkasse Fallingbostel in Walsrode wurde im Jahre 1917 in Ahlden, in der Langen Straße (heute Große Straße) eröffnet. Das Haus, das vorher dem Arzt Dr. Henze gehörte, wurde in den Jahren 1922 und 1934 weiter umgebaut, um den Ansprüchen einer Bankfiliale zu genügen.

In den Jahren 1973/74 wurde das Gebäude abgerissen und ein Neubau erstellt. Siehe Foto rechts. Während des Umbaus wurden die Bankgeschäfte in provisorischen Geschäftsräumen gegenüber in der „Alten Schule“ abgewickelt.

Im Dezember 2003 wurde die Sparkassenfiliale geschlossen.

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