Runde um Ahlden und Eilte

Tour L191 6, 29693 Ahlden (Aller), DE

Diese informative und naturnahe Tour führt Euch an die Ortsränder von Ahlden und Eilte. Sie ist besonders geeignet für eine Radtour oder eine ausgedehnte Wanderung mit guter Kondition und führt Euch an versteckte Plätze mit geheimnisvoller Geschichte und zum Verweilen und Entspannen. Viel Spaß beim Entdecken.

Autor: Bürgerverein Ahlden und Eilte e.V.

Aktuelle Projekte und Angebote 2021

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8 Stationen

Infotafel am Kirchplatz

Große Straße 7, 29693 Ahlden (Aller), DE

Der ideale Startpunkt für Eure Tour ist das Zentrum von Ahlden, zwischen Kirche und Rathaus. Er ist aber auch an jedem anderen Punkt der Route möglich.
Wer sich für die Geschichte des Rathauses oder der Kirche interessiert, kann sich noch die Tour "Historischer Rundgang" anschauen. Jetzt aber los!

Die Schwedenschanze

Unnamed Road, 29690 Grethem, DE

Rund um diese Düne war einst mooriges Land. Moorige Gebiete in der Schotenheide, nicht weit von der Schwedenschanze entfernt, existieren noch heute. Ein großer Findling mit der Inschrift "Schwedenschanze" erinnert die Wanderer an die Zeit, als sich Ahldens Bewohner im dreißigjährigen Krieg im 18 Jh. hier vor den Schweden verschanzt haben sollen und weist den Weg durch Besenheide und Wacholder. Denn heute ist dieser herrliche Flecken Heidelandschaft ein schönes Wanderziel, das nicht von Touristen überlaufen ist, wie die bekannteren Ziele in der Lüneburger Heide.

Der Wolfsstein

Unnamed Road, 29693 Ahlden (Aller), DE

Nach Kriegsende trieb ein großer Wolfsrüde in den Wäldern und Wiesen von Eilte sein Unwesen. Im Mai 1948 wurde eine breitere Öffentlichkeit aufmerksam auf die sich häufenden Verluste unter den Herdentieren aufmerksam zu werden. Mit Genehmigung der damaligen Militärverwaltung, durften hiesige Jäger und Bauern Jagd auf den Wolf machen. Diese blieben jedoch zunächst erfolglos. Am 13. Juni fand, ebenso ergebnislos, die größte Treibjagd statt, die es in Niedersachsen jemals gegeben hat. Beteiligt waren 1500 Treiber und 70 Jäger, darunter auch Angehörige des britischen Militärs. War man zunächst noch von wildernden Hunden als Schuldigen ausgegangen, wurde bald die Theorie diskutiert, dass es sich um einen Wolf handele; ebenso wurden auch exotischere Theorien über Löwen, Pumas und gar einem Werwolf aufgestellt. In der Landbevölkerung entwickelte sich vielerorts Angst, die durch Berichte der Medien über den „Würger vom Lichtenmoor“ noch verstärkt wurde. Durch einen signifikanten Rückgang der Zahlen gerissener Herdentiere im Juli und August nahmen die Gerüchte und Berichte über den „Würger“ jedoch alsbald ab. Am 27. August, als die Zahl der dem „Würger“ zugeschriebenen Tierverluste bereits stark gesunken war, schoss der 61-jährige Landwirt Hermann Gaatz aus Eilte von einem Hochsitz in der Schotenheide aus auf einen Wolf, der sich gerade an einige Rehe anpirschte. Am folgenden Tag fand er das Tier. Hierbei handelte es sich um einen sechs Jahre alten Rüden, der eine Länge von 1,70 Metern, eine Schulterhöhe von 85 Zentimetern und ein Gewicht von 95 Pfund aufwies.

Gaatz wollte den toten Wolf präparieren lassen und dem Landesmuseum stiften. Zwei Unbekannte gaben sich jedoch als offiziell Beauftragte aus und nahmen den Kadaver zu einem unbekannten Ziel mit. Zwei Tage später tauchte er im Kofferraum des Autos eines Reporters auf dem Parkplatz des Anzeiger-Hochhauses in Hannover auf. Im heißen Sommerwetter war der Kadaver bereits so weit verfallen, dass er sich nicht mehr präparieren ließ. Im Landesmuseum Hannover ist eine Rekonstruktion des Wolfskopfs ausgestellt, die nach einem Gipsabdruck angefertigt wurde. An der Stelle, an der der Wolf erlegt wurde, ließ der niedersächsische Jagdverband einen „Wolfstein“ zum Gedenken errichten.
Auszug aus Wikipedia teilweise angepasst.

Die Wodanseiche

Unnamed Road, 29693 Ahlden (Aller), DE

Die "1000-jährige Eiche", wahrscheinlich aber eher 300 Jahre alt, steht stolz und mit stark geschlängelte Ästen im Schlenkwald. Im mystischen Auenwald, kann man man im Frühjahr vom Wege aus, Teppiche von Buschwindröschen und Schlüsselblumen bestaunen, dann ist der Besuch der Wodanseiche ein besonderes Erlebnis. Sie steht als Einzelbaum etwas erhöht direkt am Ufer der Alten Leine, ca. 10m entfernt am Wege durch den für Publikum zugänglichen Bereich der Schlenke. Uferwärts wird sie gesäumt von einem breiten Schilfgürtel. Pssst. Auch Silberreiher und andere Wiesen- und Waldtiere kann man hier erspähen. Der Standort ist von Stieleichen und Hainbuchen umgeben. Am Ufer, der nahe gelegenen Aller haben sogar Bieber ihre Spuren hinterlassen.

Badeplatz an der "Alten Leine"

Große Straße 3, 29693 Ahlden (Aller), DE

Dieser öffentliche Badeplatz, unterhalb der Brücke gelegen, erfreut sich bei sommerlichen Temperaturen großer Beliebtheit. Die "Alte Leine" ist ein toter Arm der Aller, die vor vielen Jahren einmal ihren Verlauf geändert hatte. Auf der schönen Liegewiese, die teilweise durch Bäume und Büsche beschattet wird, lädt dieser Platz nun zum Verweilen und Abkühlen ein. Von seinem Handtuch aus, hat man hier einen schönen Blick auf das Schloss, den "Alten Zollhof", die Kirche. Wer sich die Füße einmal vertreten möchte, findet auf der Wiese, in Richtung "Hodenhagen" die von alten Eichen bewachsene Bunkenburg. Überreste einer alten Wallanlage. Außerdem gibt es noch ein Kunstobjekt aus der Projektreihe "Land schafft Kunst" zu entdecken. Ein Sitzplatz, in dem Ihr Rücken an Rücken neue Blickwinkel auf Euch wirken lassen könnt. Probiert es aus!

Eilter Fähre

Zur Fähre 10, 29693 Ahlden (Aller), DE

Die Fähre ist leider seit 1978 nicht mehr in Betrieb. Teile davon fristen nun hier an Land, an ursprünglichen Anlegestelle, ihr Dasein. Von der Dorfgemeinschaft wurde ein Infokasten aufgestellt. Hier sind neben anschaulichen Berichten, auch noch einige "Requisiten" zu bestaunen. Von hier aus blickt man auf die Brücke nach Bierde, die die Fähre nun ersetzt hat. Viele Landwirte haben jenseits der Aller Ländereien, die sie so bequem erreichen können, außerdem nutzen viele Radler diesen Weg, um über den Fluß (Aller) zu kommen. Wer Glück hat kann bei der Gelegenheit die Wasserbüffel beobachten, die die Eilter Käserei hier auf den Weiden grasen lässt, damit sie die Milch für leckeren Mozzarella produzieren.
Wer von hier aus direkt noch die Eilter Mühle besuchen möchte, hier noch ein Tipp. Die Fähre im Rücken, nimmt man am Besten den Schleichweg gerade aus, lässt das Kleine Cafe rechts liegen oder kehrt noch eben ein. Auf dieser schmalen Verbindung zur Hauptstraße, kann man einen kurzen Blick in so manche Bauerngärten und sogar auf die "Alte Burg" werfen. Sie ist in den vergangenen Jahren liebevoll und aufwendig restauriert worden.

Der Eilter See

Eilter Dorfstraße 10, 29693 Ahlden (Aller), DE

Dieser öffentliche Badeplatz ist auch einen Abstecher wert. Von der Hauptstraße leicht zu erreichen, gibt es genügend lauschiege Plätzchen am Schilfgürtel. Das Ufer läuft flach in den See, so dass besonders Familien mit Kindern gerne zum Baden und Spielen kommen.

Die Mühle

Mühlenweg 3, 29693 Ahlden (Aller), DE

Wir empfehlen, die Mühle über einen Schleichweg anzusteuern. Er verläuft parallel zur "Eilter Dorfstraße", auf dem Deich in der direkten Nähe zur Aller. Die Mühle, eine Holländer Gallerie-Windmühle, wurde 1881 auf einem Dünenrücken erbaut. Hier wurde Getreide bis in die 1960ger Jahre zu Mehl und Futterschrot für das Vieh der umliegenden Landwirte gemahlen. Anfangs ausschließlich mit Windkraft angetrieben; die Flügel hatten eine Fläche von 50 qm. Um 1930 wurde zusätzlich ein starker Dieselmotor eingesetzt.
Leider sind in der Zwischenzeit die Flügel sowie die Galerie nicht mehr vorhanden. Das Mühlen-Gebäude sowie die Nebengebäude werden derzeit von einer sozialen Einrichtung genutzt. In der Nachbarschaft wird ein Ponyhof betrieben. Die vielen großen und kleinen Haustiere sind schon von Weitem zu bestaunen.
Quelle über die Mühle: Eilter Chronik

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