Historisches Schweinsberg

Stadtführung Am Wall 10, 35260 Stadtallendorf, DE

Schweinsberg hat viel zu erzählen. Im Ortskern gehen Historie und Tradition Hand in Hand durch die Gassen. Hier haben wir einen virtuellen Rundgang durch unsere kleine Landstadt gestaltet und möchten euch zu einem digitalen Spaziergang einladen. Um zu Ihrem digitalen Stadtführer zu gelangen, scannen Sie den QR Code auf den Infotafeln.

Autor: Unser Schweinsberg

Unser Schweinsberg e. V. - Gemeinde

Unser Schweinsberg e. V. - Gemeinde

Stadtrundgang, Freizeitangebot, Vereine, Gastronomie, Soziale Einrichtungen, wichtige Adressen, T...

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20 Stationen

Rundgang Start Marktplatz

Marktplatz 12, 35260 Stadtallendorf, DE

Schweinsberg ist seit 1972 Stadtteil von Stadtallendorf. Davor war der Ort mit seinen Stadtrechten aus dem Jahr 1332 durch Kaiser Ludwig der Bayer eine eigenständige Gemeinde.
Manchen Besuchern, die zum ersten Mal den alten Ortskern, Schloss, Fachwerkhäuser und die reizvolle Umgebung erblicken, drängt sich der Eindruck auf, die Zeit sei gleichsam stehengeblieben.
Hier lässt sich so manche romantische Ecke entdecken, aber auch Eindrücke aus der teils schwierigen landschaftlichen Lage und der wechselvollen Geschichte. Das Spannungsfeld zwischen den adeligen Schencken und der Bürgerschaft hat diesen Ort über Jahrhunderte hinweg geprägt.
Die Aufarbeitung dieser Stadtrundgang-Präsentation basiert zum großen Teil aus dem Buch der Schweinsberger Historikerin, Irmgard Stamm, „Schweinsberg, aus der Geschichte einer Landstadt und Adelsherrschaft in Oberhessen“.
Aber die Zeit ist natürlich nicht stehengeblieben, der Ort ist mit der Zeit gegangen, hat sich verändert und lässt doch noch viele Einblicke in seine Geschichte zu.
Die Erstellung der modernen digitalen Präsentation wurde vom Verein „Unser Schweinsberg“ gestaltet.
Sie soll dem Gast und Besucher jederzeit einen Zugang per QR-Code auf die Internetpräsenz mit Bildern Texten und Geschichten des jeweiligen Standortes ermöglichen.

Das Backhaus

Im Tal 1, 35260 Stadtallendorf, DE

Das Backhaus
Der Name erklärt eigentlich schon die Bedeutung des Hauses, hier wurde nämlich gebacken.
Das Backhaus wurde 1839 gebaut. Darin befinden sich im unteren Geschoß zwei Backöfen, nein keine elektrischen, sondern die mussten mit Brennholz aufgeheizt werden. Viele Familien nutzten das Backhaus. Zuhause wurde aus Roggenmehl und Sauerteig der Brotteig hergestellt und in Brotlaibe geformt, was meistens die Frauen machten. Zum Backen wurden die Laibe auf Brettern ins Backhaus gebracht und in den heißen Ofen geschoben. Nach ca. 1 Stunde Backzeit wurde es herausgeholt und wieder nach Hause gebracht. Dieser Brotvorrat reichte für circa 14 Tage wenn es richtig gelagert wurde. Dann musste wieder gebacken werden denn Brot war das wichtigste Nahrungsmittel. Das Backhaus wurde intensiv genutzt, sodass 1875 das sogenannte „Reihebacken“ festgelegt wurde. Diese Regel bestimmte das Benutzen in einer geordneten Reihenfolge. Es war wohl immer wieder zu Reibereien gekommen. Auch wurde bestimmt wer anheizen und das Holz dafür zur Verfügung stellen musste.
Der vordere Ofen war den Bewohnern der Neustadt zugeteilt, der Hintere für die Leute Im Tal.
Die Backhausnutzung reichte bis in die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts.
Ein Ofen ist noch erhalten, der andere inzwischen zerborsten.
Im oberen Stockwerk war eine Stube für den Nachtwächter. Ein weiterer größerer Raum war als Krankenzimmer eingerichtet, wenn jemand krank war und gepflegt werden musste.
Später wurde dieser Raum auch als Arrestkammer für Menschen genutzt, die gegen Gesetze verstoßen hatten.

Das Rathaus

Im Tal 5, 35260 Stadtallendorf, DE

Das Rathaus, erbaut 1671.
Anstelle des jetzigen Hauses hat vermutlich schon vor dem großen Stadtbrand im dreißigjährigen Krieg, ein Gemeindehaus gestanden. Das neue Rathaus beherbergte die städtische Gastwirtschaft, sowie dazugehörige Stallungen, in denen der Wirt auch den Gemeindeeber zu halten hatte. Das Wirtshaus fungierte unter dem Schild zum weißen Ross. Über der Wirtsstube befand sich die Ratsstube für Magistrat und Rügegericht. Das Rathaus diente auch als Wahllokal und als Amts- und Gemeindehaus. So war es schon damals ein Gebäude im Sinne heutiger Bürgerhäuser.

Durch große Reparierungsarbeiten 1852 erhielt das Haus sein heutiges Aussehen. Zeitweise waren hier auch zwei Schulräume eingerichtet, dafür musste die Gemeindeverwaltung in das städtische Posthaus in der Biegenstraße ausweichen.
Als die neue Volksschule fertiggebaut war konnte die Verwaltung 1938 wieder in die alten Räume einziehen.
Nach der Eingemeindung Schweinsbergs nach Stadtallendorf, verlor das Haus immer mehr seine ursprüngliche Bedeutung als amtliches Gebäude und wurde 1984 an Privateigentümer verkauft.
Heute erinnert nur noch das geschnitzte Wappen an der Hauseingangstür an den einstigen Amtscharakter dieses Hauses.

Geburtshaus des Johann Georg Estor

Pfarrgasse 2, 35260 Stadtallendorf, DE

Johann Georg‘s Vorfahren nannten sich ursprünglich Esther, vs. Hester und sind seit 1573 in Schweinsberg nachgewiesen. Er war der Sohn (* 8. Juni 1699 in Schweinsberg;) des Barbiers und Feldschers (militärischer Wundarzt) Johann Heinrich und der Frau Anna Katharine Stein.
Nach dem frühen Tod seines Vaters verheiratete sich seine Mutter 1707 mit dem Schenckschen Verwalter Johann Justus Faber. Zwei Hauslehrer der Schencken zu Schweinsberg erkannten die Gelehrsamkeit des jungen Johann Georg und förderten seine schulische Bildung, so dass er 1715 an den Universitäten Marburg, Gießen, Jena und Halle Rechtswissenschaft studieren konnte. Nach seinem Studium in Halle verdingte er sich als, Referendariat am Reichskammergericht in Wetzlar und 1726 erhielt er eine außerordentliche Rechtsprofessur und zugleich den Titel eines hessen-darmstädtischen Rates und Historiographen. Später nahm er das Angebot der Universität Jena als Professor der Pandekten (Grundlage der Rechtswissenschaft) an der juristischen Fakultät mit dem Titel eines Hofrats an. Jena war nach Berichten des Staatsrechtslehrers Johann Stephan Pütter „die wahre Epoche seines Ruhms“. „Stets hörten Hunderte Zuhörer seine Veranstaltungen“. Den darauf folgenden Ruf an die Universität Marburg auf die zweite Professur der Rechte, nahm er an. Kurz darauf rückte er zum ersten Professor der Rechte auf und wurde Vizekanzler der Universität. 1754 wurde Estor zum geheimen Regierungsrat und schließlich zum Kanzler der Universität sowie zum hessischen Geheimrat ernannt.

Das Pfarrhaus

Pfarrgasse 5, 35260 Stadtallendorf, DE

Das Pfarrhaus
Das ursprüngliche Pfarrhaus hat sich wohl, so wie auch jetzt, direkt an der Kirche befunden, brannte aber 1635 zusammen mit der Kirche und dem gesamten Ort ab. In Flensungen wurde dann eine Pfarrscheuer und ein Haus erstanden, abgebrochen und in zahlreichen Wagenfuhren nach Schweinsberg gebracht und dort wieder aufgeschlagen.
Um 1770 war dieses Anwesen baufällig und bald unbewohnbar geworden, sodass das Haus (Pfarrgasse 4) 1774 mit Scheune und Stallungen für 1300 Gulden erworben wurde. Dieser Pfarrhof war ein landwirtschaftlicher Betrieb, der zur Besoldung des Pfarrers diente. Die Scheune wurde, 1722 erbaut und 1956 - 1966 zum Gemeindehaus umgerüstet. 1987 - 88 erfolgte der Ausbau des oberen Stockwerkes und Renovierung mit Mitteln der Dorferneuerung. Die "Poarrscheuer" steht unter kirchlicher Verwaltung und wird rege genutzt. Nach dem Verkauf des Pfarrhofes gehörte er unter anderem der jüdischen Familie Schaumberg, heute der Familie Koth.
Das jetzige Pfarrhaus wurde 1848/50 erbaut.
Bürgerschaft und Patronatsfamilie hatten gegen den Neubau mit der Begründung, finanzieller Überlastung und fehlender Notwendigkeit beim Konsistorium erfolglos Widerspruch eingelegt. Im Jahr 2020 ist das Haus innen zeitgemäß renoviert worden.

Die Stephanskirche

Kirchgasse 4, 35260 Stadtallendorf, DE

Die Stephanskirche
Die ursprüngliche Gründung des Kirchenbaues erfolgte um 1260 durch die Schencken zu Schweinsberg, die das Kirchenvermögen stifteten und das seinerzeit erworbene Patronatsrecht noch heute innehaben. 1635 brannte die ganze Stadt bis auf 2 Hütten ab und dabei auch die Kirche. 1641 wurde die halb aufgebaute Kirche erneut eingeäschert. 1664 war dann der Kirchenwiederaufbau beendet.
Die Lutherische Pfarrkirche in Schweinsberg ist eine großzügige, dreischiffige Hallenkirche der Spätgotik, deren Bau 1506 zum Abschluss kam. Aufgrund der beengten Lage zwischen der Burg im Osten und der Stadt im Westen hat das Kirchenschiff nicht die erforderliche Länge, sondern eine beinahe quadratische Form. Der höher gelegene Chorraum ist breiter als das Mittelschiff und endet mit einem 5/8-Schluss.
Das Sterngewölbe des Mittelschiffs und das Netzgewölbe der Seitenschiffe werden von vier Achteckpfeilern getragen. Die zweifach gekehlten Rippen des Gewölbes ruhen auf Konsolen, die als Köpfe gestaltet sind. Fünf verschieden große Sakraments- und Reliquiar-Nischen verweisen auf eine katholische Tradition des Kirchenbaus.

Das hohe, steile Kirchendach trägt einen kompakten Dachreiter mit vier Glocken, deren älteste 1680 gegossen wurde.
Die erste aktenmäßig belegte Orgel wurde 1628 -1630 gebaut. 1833 wurde diese an die Gemeinde Deckenbach verkauft, denn 1830 hatte man eine neue Orgel angeschafft. 1956-57 fand eine neue Orgel ihren heutigen Platz auf der Westempore.
Die prächtige Kanzel aus dem Jahre 1868 stammt aus der Werkstatt des Schweinsberger Schreiners Johann Jost Fleischhauer. Von seinem zweiten Vornamen stammt wohl auch der heutige Hausname „Juste“.
An der westlichen Außenwand der Kirche steht das Grabmal des Rechtsgelehrten, Genealogen, Wegbereiters der modernen Heraldik und Kanzler der Universität Marburg, Johann Georg Estor der 1699 in Schweinsberg geboren wurde.
Eine zehnjährige, sehr umfangreiche Sanierungsmaßnahme der Stephanskirche wurde im Jahre 2000 abgeschlossen.

Grabmal des Johann Georg Estor und Hans Braun

Kirchgasse 4, 35260 Stadtallendorf, DE

Johann Georg Estor starb unverheiratet in Marburg am 25. Oktober 1773 und wurde zwei Tage später auf eigenen Wunsch neben dem Grab seiner Mutter in seiner Heimatstadt Schweinsberg beigesetzt. Sein aufwendiger Grabstein, gestiftet von der Universität Marburg, ist hier an der Stephanskirche in Schweinsberg aufgestellt. Seine wertvolle große Bibliothek von ca. 9.000 Bänden, die größer war als der bisherige Bestand der universitären Büchersammlung, vermachte er der Universität Marburg. Leider wurde eine Restaurierung des Grabmals nach Plänen des Vereins „Unser Schweinsberg“ wegen Unlösbarkeit von Zuständigkeits-Problemen nicht ermöglicht. Durch aufsteigende Feuchtigkeit ist der feingearbeitete Stein nun zunehmend dem Verfall ausgesetzt.
Ein zweiter Grabstein ist an der Kirche angebracht, aber so vom Zahn der Zeit zersetzt, dass die Inschrift nur noch schwach zu erkennen ist. In der Zeitschrift "Hessische Heimat im Heft Nr. 3 wird beschrieben "Der Grabstein des Hans Braun aus dem beginnenden 17. Jahrhundert mit einem Schuhmacher-Handwerkszeichen. Bei günstiger Ausleuchtung ist das obere Wappenzeichen einwandfrei erkennbar nämlich: Ein "Halbmond", das einst universale Werkzeug der Schuhmacher und Riemer, das heute in abgewandelter Form nur noch die Sattler kennen“. Im Wappen des Schweinsberger Grabsteins kann man noch ein weiteres, leider undeutliches Kennzeichen sehen, das sich aufgrund einer Reihe von spät- und nachmittelalterlichen Beispielen als Schuh interpretieren lässt.

Der Hexenturm

Schloß 2, 35260 Stadtallendorf, DE

Der Hexenturm
ist einer von vier kasemattierten Türmen der äußeren Zwingmauer, um 1482 durch den landgräflichen Baumeister Jakob von Ettlingen erbaut. Ob der Turm tatsächlich als Gefängnis für der Hexerei angeklagte Frauen diente, ist strittig. Es ist eine verbreitete Erscheinung, dass viele der erhaltenen mittelalterlichen Befestigungstürme später mit dem Hexenwesen in Verbindung gebracht wurden. So gibt es Hexentürme auch in Marburg, Frankenberg, Kirchhain und in Gemünden/Wohra, um nur die nächstgelegenen Beispiele aufzuführen.
Im Schenckschen Samtarchiv befindet sich ein kleiner Aktenbestand „Peinliche Sachen in specie Hexerey betreffend“. Er gibt Zeugnis davon, dass in Schweinsberg einst Hexenprozesse stattgefunden haben. Der Hexenturm hier hat aber kaum etwas damit zu tun.
Zu den Peinlichen Sachen des Schweinsberger Gerichts gehörten auch die Hexenprozesse. Der älteste nachweisbare Prozess fand 1596 statt. Zeyse Hans Zahns Frau wurde der Hexerei verdächtigt. Sie wurde dem Peinlichen Verhör unterzogen und verstarb in der darauf folgenden Nacht, vermutlich an den Folgen der dadurch entstandenen Verletzungen.
Weitere Hexenprozesse vor dem peinlichen Halsgericht in Schweinsberg fanden Mitte des 17. Jahrhunderts statt. Der letzte bekannte derartige Prozess begann 1653 und richtete sich gegen Catharina Brandt. Ihr wurden zwei Todesfälle, eingegangenes Vieh, Milchzauber und Diebstahl zur Last gelegt. Die 75 jährige Frau wurde grausam gefoltert. Nachdem sie standhaft ihre Unschuld beteuert hatte, verurteilte sie das Gericht zwar nicht zum Tode, doch wurde ihr Vermögen eingezogen und sie mit zerbrochenen Gliedern des Landes verwiesen. Nach heutigem Verständnis eine äußerst zweifelhafte Absolution.

Burg Schweinsberg

Neustadt 6, 35260 Stadtallendorf, DE

Im 12. Jahrhundert war das Gelände des heutigen Ortes Schweinsberg noch Eigentum derer v. Merlau und gelangte durch die Heirat des Ritters Guuntram Vogt, landgräflich thüringischer Burgmann von Marburg und von Grünberg mit einer Schwester des Ritters Eberhard v. Merlau in den Besitz der späteren Schenken zu Schweinsberg. Die Burg Schweinsberg war im 13. Jahrhundert eine kleine Fluchtburg, die heute als Oberburg bezeichnet wird. Von der ersten Mauer der Oberburg sind nur noch Reste erhalten. Der runde Turm in der vieleckigen Mauer existiert nicht mehr bis auf einen kleinen Teil seiner ursprünglichen Wandung und Fundamente. Etwa um 1230/31, zur Zeit der heiligen Elisabeth von Thüringen, erbaute der Sohn Guuntrams, , eine Burg auf dem kleinen Basalthügel. Guntram nahm den Namen „von Schweinsberg“ an und wurde vom Landgrafen von Thüringen, dem deutschen König Heinrich Raspe IV., zum hessischen Erbschenken bestellt. 1332 erhielt Ruprecht Schenck zu Schweinsberg Stadtrechte für Schweinsberg durch den Kaiser „Ludwig der Bayer“, nämlich mit Freiheit und Gewohnheiten der Reichsstadt Frankfurt und dem Recht an jedem Mittwoch Wochenmarkt zu halten. Um 1482 wurde die Burg durch den landgräflichen Festungsbaumeister Hans Jakob von Ettlingen ganz erheblich erweitert und den neuesten Erfordernissen angepasst. Die gewaltige äußere Zwingermauer entstand, gesichert durch drei halbrund vorspringende Türme und den mächtigen Hexenturm. Das Haupthaus der Burg, die Kemenate, wurde zwischen 1459 und 1497 erbaut. Dem Haupteingang wurde eine rechteckige Vorburg vorgelagert, deren Eingang von einem runden Wehrturm gedeckt wurde und die heute noch gut erhalten ist. Diese Erweiterung der Burg im 15. Jahrhundert war erheblich. Die innere Zwingermauer und eine mächtige äußere Zwingermauer umgaben jetzt die alte Oberburg. Im Inneren der Burg müssen zahlreiche Häuser gestanden haben, wie an den noch vorhandenen Kellern zu sehen ist. Nach der Zerstörung der Burg im 30-jährigen Krieg blieben an Häusern nur die Kemenate und der Fähnrichsbau übrig. Daraufhin verfügte Landgräfin Amalie Elisabeth die völlige Schleifung aller Befestigungswerke der Burg. Doch die Bemühungen der Schencken, ihre Stammburg vor dem Untergang zu bewahren hatte Wirkung. Erhalten haben sich auch die kleine Vorburg, der mächtige Hexenturm und die gesamten äußeren Zwingermauern und großen Teile der inneren Zwingermauer.
1852 wurde die Neue Kemenate von Obergerichtsrat Moritz Freiherr Schenk zu Schweinsberg umgebaut, nachdem sie jahrzehntelang nicht mehr bewohnt gewesen war. Unter der Leitung des Marburger Architekten Professor Lange erhielt die Kemenate einen neugotischen Anbau. Obwohl die Umbauten den Stil der Kemenate erheblich verändert haben, entsprachen sie der damaligen romantischen Vorstellung von der Gotik. Parallel zu den Umbauten wurde auch der Garten neu angelegt. Burg Schweinsberg ist durch diesen radikalen Umbau heute eher ein bedeutendes Beispiel für die Romantik und den beginnenden Historismus als für eine spätmittelalterliche Burg. Die beiden noch existierenden Häuser der Burg wurden 1982 (Fähnrichsbau) und 1998 (Conrads Neue Kemenate) aufwendig restauriert. Im Fähnrichsbau wohnen zwei, in der Burg drei Eigentümer. In den historischen Wohnräumen der Burg wohnt nach wie vor auch die Familie Schenk zu Schweinsberg, in deren Besitz die Burg von Anfang an war und damit auch ein direkter Nachfahre von Conrad Schenk zu Schweinsberg, des Erbauers der Neuen Kemenate. Die äußeren Wallanlagen sind im Eigentum einer Schenckschen Stiftung. Damit ist diese Familie seit 800 Jahren in Schweinsberg und auf der Burg präsent.
Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und eventuelle Verbotsschilder.

Samtbau

Neustadt 18B, 35260 Stadtallendorf, DE

Der Name kommt nicht, wie man denken könnte, von dem Stoff Samt, sondern leitet sich von dem Wort Gesamtbau ab.
Seit seiner Erbauung dient das Gebäude als Verwaltungssitz und für Zusammenkünfte der Schenkschen Familien.
Der Samtbau wurde 1868 nach den Plänen des Architekten Georg Gottlob Ungewitter erbaut, der auch die Pläne für die Kirche in Amöneburg lieferte.
Das Bauwerk ist im Stil der Neo-Gotik und mit Elementen der Neo-Renaissance errichtet worden.
Im unteren Stockwerk beherbergt der Samtbau das Schenck‘sche Forstamt.
Im Obergeschoss befinden sich der Festsaal, das Damenzimmer und das Konferenzzimmer. Die Räume beeindrucken durch ihre Originalausstattung und Möblierung aus dem 19. Jahrhundert.
Die Leuchter im Festsaal, die erst vor Kurzem erneuert wurden, werden immer noch mit 96 Kerzen bestückt.
Das Gebäude wird durch die „Familienstiftung Samtbau“ unterhalten.

Oberhof

Neustadt 6, 35260 Stadtallendorf, DE

Der Oberhof liegt unmittelbar nördlich unterhalb der Vorburg von Burg Schweinsberg. Der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtete Oberhof war ursprünglich der Wohnsitz des Hermannsteiner Zweigs der Schenken zu Schweinsberg. Bei dem Gebäudekomplex handelt es sich um einen dreigeschossigen Hauptbau mit massivem Erdgeschoss, der mit einer hohen Terrasse und einer Freitreppe versehen ist.
Unter der Treppe befinden sich der Kellerzugang und zwei Steinsockel, die vormals mit Figuren versehen waren. Die Obergeschosse sind im konstruktiven Rähmfachwerk des späten 18. Jahrhunderts mit leichtem Geschossversprung gefertigt. Zum Oberhof gehören darüber hinaus noch der sog. Kavaliersbau und eine Stallscheune (ebenfalls spätes 18. Jahrhundert), die einander gegenüberliegen. Zur Straße hin ist der Oberhof durch ein längliches Stallgebäude und eine Backsteinmauer abgetrennt.

Mittelhof

Neustadt 4, 35260 Stadtallendorf, DE

Der sogenannte Mittelhof, heute ein Wohnhaus der Familie Schenck zu Schweinsberg, liegt nördlich unterhalb der Vorburg von Burg Schweinsberg. Beim Mittelhof handelt es sich um einen 1720/1730 als Gästebau errichteten zweigeschossigen Palaisbau, der mit einer barocken Terrasse und einer Freitreppe versehen ist, unter der sich der Kellereingang befindet.
Das aus Buntsandstein gefertigte Eingangsportal mit geteiltem Giebel befindet sich an der Nordseite des Erdgeschosses. Das Obergeschoss besteht aus teilweise verschindeltem, teilweise verputztem Fachwerk und ist mit einem Mansarddach von 1895 samt Gauben und Zwerchhäusern mit ungewöhnlichen Verdachungen gedeckt. Das Gelände des Mittelhofes ist durch eine hohe Sandsteinmauer zur Straße abgetrennt.
Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und eventuelle Verbotsschilder.

Unterhof

Neustadt 1, 35260 Stadtallendorf, DE

Erbaut wurde der Schencksche Unterhof um das Jahr 1600 auf der Grenze zwischen der Alt- und der Neustadt. Ein mehrfach erneuerter Burgfrieden von 1442 untersagte den Familienmitgliedern der Schencken von Schweinsberg die Ansiedlung unterhalb des Burgbergs. Offenbar kam es hierbei deshalb 1600 zu Streitigkeiten wegen des westlich, unterhalb des Burgbergs gelegenen Unterhofs, die allerdings 1603 beigelegt wurden.
Nachdem er während der Belagerung Schweinsbergs durch kaiserliche Truppen 1635 mit Ausnahme von Teilen des massiven Erdgeschosses niedergebrannt wurde, ließ Georg Rudolf Schenck zu Schweinsberg im Jahr 1661 einen neuen Wohnbau im Bereich des Unterhofes errichten. Bei diesem Gebäude handelt es sich um einen Winkelbau, der aus einem massiven Erdgeschoss, zwei verschieferten, vorkragenden Fachwerkobergeschossen unter Krüppelwalmdach besteht und bis heute erhalten ist. Teilweise hat sich das massive Erdgeschoss des ersten, etwa auf das Jahr 1600 datierenden Gebäudes erhalten.
Ein Pilasterportal mit Inschrift befindet sich an der Westseite des Wohnhauses. Unmittelbar südwestlich des Hauptbaus liegt ein massives Nebengebäude mit Walmdachabschluss, in dem die Remise und das frühere Waschhaus untergebracht waren. In nordöstlicher Richtung schließt sich an den Wohnbau ein ebenfalls massiver zweigeschossiger Wirtschaftsbau an. Von der Straße ist der Unterhof durch eine hohe Bruchsteinmauer abgesetzt.

Gasthaus zur Stadt New York

Neustadt 1, 35260 Stadtallendorf, DE

Gasthaus zur Stadt New York
In Schweinsberg machte das „Gasthaus Zur Stadt New York“ mit seinem Namen darauf aufmerksam, dass der Inhaber Christian Klötz zugleich als Agent für den Norddeutschen Lloyd in Bremen fungierte und Überfahrtsverträge vermittelte.
Er selbst war, geboren in Marburg, bereits als 12-Jähriger nach New York aufgebrochen, wo er 1857 als Einwanderer registriert wurde. Dort heiratete er und kehrte 1875 mit seiner Frau zurück und siedelte sich im Gasthaus (heute Neustadt 1) an. Sein in Amerika erworbenes beachtliches Vermögen verlor er durch Kriegsanleihen und Inflation. Das Ehepaar gab das Haus auf und zog ins Froschwasser. Er starb dort 1926.
Lange war die Rolle des Hauses als Auswanderungsagentur in Vergessenheit geraten. Erst die colorierte Zeichnung auf einer Schweinsberger Postkarte hatte das Interesse geweckt, die Geschichte des Gasthauses zur Stadt New York nachzuverfolgen.
Immerhin ereigneten sich diese Begebenheiten zu einer Zeit als viele Einwohner aufgrund verschiedenster Notlagen und Naturereignissen auswanderten.

Schweinsberger Moor

Im Haingarten 1, 35260 Stadtallendorf, DE

Das Schweinsberger Moor befindet sich südlich von Schweinsberg in der Ohmniederung des Amöneburger Beckens. Es ist eine der letzten Urlandschaften Mitteleuropas. Das Moor hat sich nach der letzten Eiszeit vor 10.000 Jahren gebildet. Seine Torfschicht ist bis zu drei Meter dick und wächst heute pro Jahr um einen Millimeter. Das Wachstum war in der ausgehenden Eiszeit wesentlich langsamer.
Das Moor bedeckt eine Fläche von 43,2 Hektar. Ein kleiner Teil davon wurde 1980 in eine offene Wasserfläche umgewandelt, um Lebensraum für Wasservögel zu schaffen. Der Rest ist hauptsächlich von Schilf bedeckt. Auch Seggenriedfelder kommen vor. Im hinteren Teil des Moors (von Schweinsberg aus betrachtet südlich) befindet sich ein Bruchwald aus Erlen, Pappeln und Weiden. Dort wird das Moor von bis zu fünf Quellen gespeist. Im Schilf herrscht ein eigenes Kleinklima. Im Moor leben und brüten viele seltene Vogelarten. Gesichtet wurden Bekassine, Rohrweihe, Tüpfelsumpfhuhn, Wachtelkönig, Wiesenpieper, Raubwürger, Schilfrohrsänger, Waldohreule, Wasserralle, Grauammer, Feldschwirl, Pirol, Gelbspötter und viele mehr. Es bietet auch einen idealen Lebensraum für Wildschweine, Füchse und Rehe.
Das ganze Gebiet liegt im Amöneburger Becken, das geologisch ein altes Senkungsgebiet ist. Im Tertiär zerbrach es in viele Einzelschollen, von denen ein Schollenstück, die Schweinsberger Depression, besonders tief absank und diese Tendenz noch heute beibehält.
Der weiteren Ausdehnung des Moors wird durch Dämme Einhalt geboten. Der Abfluss des Wassers erfolgt über ein kleines Wehr und einen daran anschließenden Graben in die Ohm. Bei Hochwasser dreht sich die Flussrichtung des Wassers um und das Wasser der Ohm fließt ins Moor. Dabei können Fische wie Schleien und Hechte ins Moor gelangen und dort laichen. Die Wasserqualität ist sehr gut. Bei einem schwankenden ph Wert von 6,6 bis 7,5 (je nach Algenblüte), sind kaum Nitrit und Nitrat nachzuweisen. Die Härte des Moorwassers schwankt zwischen 1,5 und 3, die Sulfatwerte liegen unter 200 mg.
Das Naturschutzgebiet Schweinsberger Moor wurde 1977 als das 100. Naturschutzgebiet Hessens proklamiert. Es ist das größte zusammenhängende Schilfgebiet Mittel- und Nordhessens.

Kindergarten

Biegenstraße 8, 35260 Stadtallendorf, DE

Seit über 100 Jahren besteht der Kindergarten in der Biegenstraße. Zwei Gruppen werden in hellen, sonnenbeleuchteten Räumen auf Wunsch auch ganztags betreut. Unter dem alten Baumbestand ist das Außengelände mit vielfältigen Spielmöglichkeiten gelegen.
Die Einrichtung kann bis zu 40 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren aufnehmen sowie fünf Kinder im Alter von unter drei Jahren. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 07:30- 17:00 Uhr.

1907 stiftete Emilie Freifrau Schenck zu Schweinsberg dieses Gebäude als Schwesternstation für Diakonissinnen, die bisher auf dem Oberhof tätig waren, mit dem Ziel Kranke zu Pflegen. Die Schwestern übernahmen damit im Haus auch die „Heimstätte für eine Kleinkinderschule“. Laut Stiftungsurkunde soll das „Eintrittsgeld“ 0,50 Mark betragen haben und das „Schuldgeld – ohne der Wohltätigkeit Schranken zu setzen – 10 Pfennig pro Kopf und Woche.“ Bis 2016 wurde in Trägerschaft der evangelischen Kirchengemeinde Schweinsberg, die weiterhin Eigentümerin ist, dort ein Kindergarten betrieben. Dieser wurde dann in den Zweckverband Evangelischer Tagesstätten für Kinder im Kirchenkreis Kirchhain integriert.

Jüdischer Friedhof

Neustadt 5, 35260 Stadtallendorf, DE

Jüdischer Friedhof
Der jüdische Friedhof in Schweinsberg ist ein geschütztes Kulturdenkmal und wird erstmals um 1860 genannt. Die Toten der jüdischen Gemeinde Schweinsberg wurden bis dahin auf dem jüdischen Friedhof in Rauischholzhausen beigesetzt.

Die Gesamt-Fläche von 1187 Quadratmetern, liegt an der Friedhofstraße am nördlichen Stadtrand, etwa 150 Meter westlich des kommunalen Schweinsberger Friedhofs. Nur ein geringer Teil des Grundstücks ist eingefriedet.
An Einrichtungen existierten hier eine Synagoge, eine Religionsschule, ein rituelles Bad und der Friedhof. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war
Die Entstehung der jüdischen Gemeinde geht in mittelalterliche Zeiten beziehungsweise in die Zeit des 17. Jahrhunderts zurück.
1332 erhielt der Patrimonialherr Schenck von Schweinsberg von Kaiser Ludwig dem Bayer das Privileg, vier jüdische Familien in der Stadt zu halten.
1594 gab es zwei jüdische Haushaltungen in Schweinsberg.
1611 werden vier jüdische Einwohner genannt. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts waren vier jüdische Familien in der Stadt. Ihre Zahl stieg im 18. Jahrhundert auf 11 jüdische Haushaltungen.
Eine aktive jüdische Gemeinde existierte in Schweinsberg bis 1938.
Nach erzwungener Auswanderung, Deportation und Ermordung war die jüdische Gemeinde 1942 zerschlagen.

Der Wall

Am Wall 10, 35260 Stadtallendorf, DE

Der „Wall“
Für den frühen "Festungsbau" in Oberhessen bedeutsam ist die um 1482 vom landgräflich hessischen Hofbaumeister Jakob von Ettlingen angelegte Wehranlage, der so genannte "äußere Zwinger". Es handelt sich um eine polygonal um den inneren Zwinger geführte Mauer mit vier halbrunden Schalentürmen und einem Rondellturm, eigentlich ein Geschützturm, der als "Hexenturm" bezeichnet wird. Die Befestigungsanlagen nach den damals neuesten strategischen Gesichtspunkten zeigen querrechteckige Schießscharten auf. Der Zugang zum Burgtor neben dem "Fähnrichsbau" wird durch eine als "Vorburg" bezeichnete Anlage gesichert. Das Torhaus wird von einem Rundturm, mit Maul- und Schlüssellochscharten flankiert. Im örtlichen Sprachgebrauch wird die mächtige Äußere Zwingermauer Wallmauer genannt.
Die gesamte Burganlage dominiert das Zentrum des Ortes. Die strategische Bedeutung der Burg mit ihren imposanten Schutzanlagen, wird schnell erkennbar: Mitten im Sumpfgebiet gelegen, war sie praktisch „uneinnehmbar“. Doch im 30-jährigen Krieg wurde auch die Burganlage während des großen Stadtbrandes erreicht. Wahrscheinlich durch Unaufmerksamkeit eines Wachsoldaten explodierte später auch der „Pulverturm“ und zerstörte dazu noch weitere Gebäudeteile.
Vor den gewaltigen Mauern der Burg feiern die Schweinsberger alljährlich am ersten Samstag im August, ein aus dem Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenkende Tradition, das Wallfest. Bereits zum 50. Mal kommen Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste von Außerhalb, um die besondere Atmosphäre entlang des Walls unter dem alten Baumbestand, zu entdecken und das Miteinander zu genießen. Ab 18 Uhr lädt nämlich ein Dämmerschoppen zu erfrischenden Getränken und Gegrilltem ein, während die Band zum Tanz aufspielt.

Der Friedhof

Friedhofstraße 1, 35260 Stadtallendorf, DE

Der Friedhof
Ursprünglich war der Friedhof hinter der Kirche angelegt. Vermutlich nach dem Stadtbrand von 1636 wurde er hinter die Stadtmauer zwischen Unterhof und Pfarrgasse 1 verlegt. Als auch dort der Totenhof von Wohnhäusern umbaut war, musste er aus gesundheitspolizeilichen Gründen aus dem Stadtbereich auf die sogenannte Kleewiese verlegt werden.
Am 4. Januar 1837 weihte Pfarrer Sippell dort anlässlich der Beerdigung des Ohäuser Müllers den neuen Friedhof ein. Ein Teil der Fläche ist der Familie Schenck zu Schweinsberg vorbehalten.
Auf dem Schweinsberger Friedhof gilt für Erdgräber die Besonderheit einer Liegezeit von 75 Jahren. Grund ist die wegen der Bodenbeschaffenheit extrem lange Verwesungsdauer von Leichnamen. Demzufolge wurde hier eine besondere Art von Grabkammern aus Betonfertigteilen eingerichtet, die die Liegezeit auf 30 Jahre reduziert.
Neu entstanden sind auch Baumgrabstätten unter zwei Bäumen links des Eingangs.
Die Verwaltung des Friedhofs obliegt dem Magistrat der Stadt Stadtallendorf mit Beteiligung des
Ortsvorstehers, des Pfarrers der Kirchengemeinde, zwei Mitgliedern des Kirchenvorstandes, sowie zwei Mitgliedern des Ortsbeirates.
Im Jahr 2022 wurde an der Trauerhalle, die noch unter der Eigenverwaltung Schweinsbergs erbaut wurde, ein behindertengerechter Zugang angebracht.

Die Stadtmauer

Pfarrgasse 2A, 35260 Stadtallendorf, DE

Die Stadtmauer
Ab dem 12. Jahrhundert entstanden einige neue Ansiedlungen in der Region, so auch im 13. Jahrhundert Burg, Kirche und Siedlung Schweinsberg. Neben dem Stadtrecht 1332 war überdies ein Befestigungsrecht verbunden. Stadtmauern umgaben einen Ort und waren – neben der Anlage von Burgen – ein wichtiges Schutzelement im Mittelalter und ein Privileg aus der Stadtrechteverleihung.
Im 14. Jahrhundert, als die Burg und der Ort Schweinsberg mit weiteren Befestigungsanlagen ausgebaut wurden, entstand die innere Zwingermauer und damals auch die Stadtbefestigung um das „Tal“. Die damalige Stadt umfasste nämlich lediglich das Tal und einige Nebenstraßen.
Es gab ein Tor im Stadthaus bei Flohr´s bzw. Backhaus: „Stadt Haus im Tor, worin sonst der Kühe Hirte wohnt“, das im 19.Jahrhundert abgerissen wurde. Die übrigen drei Stadtausgänge hatten nur Schlagbäume, am „Schloag“ Neustadt/Weidenhausen und am heutigen Froschwasser/Biegenstraße.
Jedenfalls taucht in den Akten kein weiteres Tor-Gebäude auf. Reste der Schweinsberger Stadtmauer befinden sich noch in der Pfarrgasse und an der Grenze Herzberg zu dem Anwesen Gleiser.

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