SCHWEINSBERG FÜR KIDS

Stadtführung Marktplatz 7, 35260 Stadtallendorf, DE

Hier wollen wir unseren Kids Schweinsberg vorstellen. Dabei sollen Häuser, Straßen und interessante Objekte beschrieben werden. Diese Beschreibungen in Form von Videos, Texten und Hörspielen sind von den Kindern der Grundschule Schweinsberg bereits gefertigt. Nach den Sommerferien werden sie dann offiziell in den Walk gestellt.

Autor: Unser Schweinsberg

Unser Schweinsberg e. V. - Gemeinde

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5 Stationen

Der Marktplatz

Der Marktplatz
Ein Markt ist ein Ort in einer Stadt, an dem etwas verkauft wird. Im Mittelalter war es noch etwas Besonderes, wenn eine Stadt einen Markt hatte. Dazu brauchte sie eine Erlaubnis vom Herrscher des Landes, zum Beispiel von einem Kaiser oder König.
Der Schweinsberger Markt wurde schon 1332 vom Kaiser „Ludwig der Bayer“ mit Urkunde genehmigt.
Damals war aber der Marktplatz noch nicht da wo er heute ist, sondern an einem Platz hinter dem Rathaus fast neben der Kirche.
Weil der aber zu eng war, wurde später der Markt auf den jetzigen Platz verlegt.
Aber der Markt war hier nicht so erfolgreich, sodass es kaum Markttage gab.
Heute finden zwei Landmärkte und der Weihnachtsmarkt statt. Mobile Verkaufsstände kommen auf den Platz und bieten Wurst und Fleischwaren, Backwaren, Obst, Gemüse und Fischprodukte an.
Manchmal finden hier auch Festveranstaltungen statt.

Die Stephanskirche

Die Stephanskirche
Die Gründung eines ersten Kirchenbaues erfolgte um 1260 durch die Schencken zu Schweinsberg, die das Vermögen dazu stifteten. Sie hatten seinerzeit damit das Patronatsrecht erworben und haben es auch heute noch. Das Patronat kann den Pfarrer bestimmen.
Die danach gebaute Pfarrkirche in Schweinsberg ist eine sogenannte, dreischiffige Hallenkirche der Spätgotik, deren Bau 1506 abgeschlossen war.
1635 im Dreißigjährigen Krieg brannte die ganze Stadt bis auf zwei kleine Häuser ab und dabei auch die Kirche. Sechs Jahre später wurde die halb aufgebaute Kirche erneut eingeäschert. Erst 13 Jahre danach wurde der Aufbau begonnen. Nach weiteren fünf Jahren war der Kirchenwiederaufbau 1664 beendet.
Der Altar stammt aus dem Jahre 1885, das Altarkreuz ist circa 500 Jahre alt. Das Buntfenster vorne über dem Altar zeigt im Mittelteil Christus , auf der linken Seite die heilige Elisabeth und das Rosenwunder und rechts den Kirchenpatron Stephanus mit einem Stein vor der Stirn, dem Symbol seines Martyriums. Er wurde gesteinigt, weil er zu seinem christlichen Glauben stand.
Die erste aktenmäßig belegte Orgel wurde 1628 -1630 erbaut. 1956-57 fand eine neue Orgel ihren heutigen Platz auf der Westempore.
Die älteste der vier Glocken wurde 1680 gegossen.
Die prächtige Kanzel aus dem Jahre 1868, stammt aus der Werkstatt des Schweinsberger Schreiners Johann Jost Fleischhauer. Von seinem zweiten Vornamen stammt wohl auch der heutige Hausname „Juste“.
Seitlich an der Kirche ist das Denkmal für einen bedeutenden Mann aus Schweinsberg angebracht, dies war Johann Georg Estor Geheimrat des Landesfürsten und Kanzler der Marburger Universität.

Das Backhaus

Im Tal 1, 35260 Stadtallendorf, DE

Das Backhaus
Der Name erklärt eigentlich schon die Bedeutung des Hauses, hier wurde nämlich gebacken.
Das Backhaus wurde 1839 gebaut. Darin befinden sich im unteren Geschoß zwei Backöfen, nein keine elektrischen, sondern die mussten mit Brennholz aufgeheizt werden. Viele Familien nutzten das Backhaus. Zuhause wurde aus Roggenmehl und Sauerteig der Brotteig hergestellt und in Brotlaibe geformt, was meistens die Frauen machten. Zum Backen wurden die Laibe auf Brettern ins Backhaus gebracht und in den heißen Ofen geschoben. Nach ca. 1 Stunde Backzeit wurde es herausgeholt und wieder nach Hause gebracht. Dieser Brotvorrat reichte für circa 14 Tage wenn es richtig gelagert wurde. Dann musste wieder gebacken werden denn Brot war das wichtigste Nahrungsmittel. Das Backhaus wurde intensiv genutzt, sodass 1875 das sogenannte „Reihebacken“ festgelegt wurde. Diese Regel bestimmte das Benutzen in einer geordneten Reihenfolge. Es war wohl immer wieder zu Reibereien gekommen. Auch wurde bestimmt wer anheizen und das Holz dafür zur Verfügung stellen musste.
Der vordere Ofen war den Bewohnern der Neustadt zugeteilt, der Hintere für die Leute Im Tal.
Die Backhausnutzung reichte bis in die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts.
Ein Ofen ist noch erhalten, der andere inzwischen zerborsten.
Im oberen Stockwerk war eine Stube für den Nachtwächter. Ein weiterer größerer Raum war als Krankenzimmer eingerichtet, wenn jemand krank war und gepflegt werden musste.
Später wurde dieser Raum auch als Arrestkammer für Menschen genutzt, die gegen Gesetze verstoßen hatten.

Das Rathaus

Im Tal 5, 35260 Stadtallendorf, DE

Das Rathaus, erbaut 1671.
Anstelle des jetzigen Hauses hat vermutlich schon vor dem großen Stadtbrand im dreißigjährigen Krieg, ein Gemeindehaus gestanden. Das neue Rathaus beherbergte die städtische Gastwirtschaft, sowie dazugehörige Stallungen, in denen der Wirt auch den Gemeindeeber zu halten hatte. Das Wirtshaus fungierte unter dem Schild zum weißen Ross. Über der Wirtsstube befand sich eine Ratsstube für Magistrat und Rügegericht. Das Rathaus diente auch als Wahllokal und als Amts- und Gemeindehaus. So war es schon damals ein Gebäude im Sinne heutiger Bürgerhäuser.
Zeitweise waren hier auch zwei Schulräume eingerichtet, dafür musste die Gemeindeverwaltung in das städtische Posthaus in der Biegenstraße ausweichen.
Durch große Reparierungsarbeiten 1852 erhielt das Haus sein heutiges Aussehen.
Als die neue Volksschule fertiggebaut war konnte die Verwaltung 1938 wieder in die alten Räume einziehen.
Nach der Eingemeindung Schweinsbergs nach Stadtallendorf, verlor das Haus immer mehr seine ursprüngliche Bedeutung als amtliches Gebäude und wurde 1984 an Privateigentümer verkauft.
Heute erinnert nur noch das geschnitzte Wappen an der Hauseingangstür an den einstigen Amtscharakter dieses Hauses.

Oberhof

Neustadt 6, 35260 Stadtallendorf, DE

Der Oberhof liegt unmittelbar nördlich unterhalb der Vorburg von Burg Schweinsberg. Der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtete Oberhof war ursprünglich der Wohnsitz des Hermannsteiner Zweigs der Schenken zu Schweinsberg. Bei dem Gebäudekomplex handelt es sich um einen dreigeschossigen Hauptbau mit massivem Erdgeschoss, der mit einer hohen Terrasse und einer Freitreppe versehen ist.
Unter der Treppe befinden sich der Kellerzugang und zwei Steinsockel, die vormals mit Figuren versehen waren. Die Obergeschosse sind im konstruktiven Rähmfachwerk des späten 18. Jahrhunderts mit leichtem Geschossversprung gefertigt. Zum Oberhof gehören darüber hinaus noch der sog. Kavaliersbau und eine Stallscheune (ebenfalls spätes 18. Jahrhundert), die einander gegenüberliegen. Zur Straße hin ist der Oberhof durch ein längliches Stallgebäude und eine Backsteinmauer abgetrennt.

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