Klosterinsel Reichenau - Spiritueller Spaziergang

Tour Eginostraße 19, 78479 Reichenau, DE

Insel Reichenau - die größte Insel im Bodensee besticht durch eine einzigartige Kultur - und Naturlandschaft. Im Jahr 2000 wurde die "Klosterinsel Reichenau" in die Weltkulturerbeliste der UNESCO aufgenommen. Begeben Sie sich zu Fuß auf eine spirituelle Entdeckungsreise und begegnen Sie stattlichen Kirchenbauten & "überragenden" Aussichtspunkten".

Autor: Ev. Landeskirche in Baden

Tour 2: Klosterinsel Reichenau - erfahren, erleben, genießen - Kirche im Tourism

Tour 2: Klosterinsel Reichenau - erfahren, erleben, genießen - Kirche im Tourism

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5 Stationen

Kirche St. Peter und Paul Reichenau-Niederzell

Eginostraße 19, 78479 Reichenau, DE

Die 799 als Exilsitz des Veroneser Bischofs Egino gegründete Kirche wurde im 12. Jahrhundert im Stil der Hoch-Romanik neu errichtet. Dieser Bau, eine querschifflose Basilika, ist fast unverändert erhalten. Im Jahre 1900 wurden die Wandmalereien in der Apsis wiederentdeckt, die aus der Mitte des 12. Jahrhunderts stammen und den thronenden Christus (Majestas Domini) und die Apostel und Propheten darstellen - das Werk stellt einer der letzten Höhepunkte der Reichenauer Malschule dar. 1750/60 erhielt die Kirche eine Rokoko-Umgestaltung. Die historische Orgel stammt aus dem Jahr 1783. Eine benediktinische Gemeinschaft, die "Cella St. Benedikts", belebt seit dem Jahr 2001 die an St. Peter und Paul südlich angegliederte Egino-Kapelle mit geistlichem Leben. Im Mittelpunkt der Cella stehen die öffentlich zugängliche Feier der Liturgie sowie die Betreuung der Pfarrei Reichenau.

Münster St. Maria und Markus, Reichenau-Mittelzell

Münsterplatz 4, 78479 Reichenau, DE

Die ehemalige Klosterkirche St. Marie und Markus ist die von ihrem Ursprung die älteste Kirche der Insel (Klostergründung 724). Der einfache Holzbau des Klostergründers Pirmin wurde nach wenigen Jahrzehnten zu klein und noch im 8. Jahrhundert durch einen etwa 40 Meter langen Steinbau ersetzt. Nördlich davon, also entgegengesetzt von den heute noch sichtbaren Konventsgebäuden, schlossen sich ein Kreuzgang und ein zweigeschossiges Mönchshaus an. Bald schon wurden auch diese Bauten erweitert - in der Mitte des 9. Jahrhunderts zählte der Inselkonvent 134 Mönche.
Während diese Klosteranlage nur noch in unterirdischen Spuren erhalten ist, können die Entwicklungsstufen der Abteikirche bis heute nachvollzogen werden. Die ältesten Teile des Münsters, das östliche Querhaus und der Altarraum, entstammen teilweise aus dem Ursprungsbau von 816. Im Wesentlichen wurde die Kirche nicht verändert. Lediglich der gotische Hochchor wurde im 14. Jahrhundert als filigranes "Glashaus" angesetzt und besticht durch seine sieben Fenster und Malereien aus der Zeit der Renaissance. Die weitgehend romanische Kirche zählte zu den größten Sakralbauten des Mittelalters. Die sich in einem barocken Altar (in der Vierung) befindende Blutreliquie wird seit Jahrhunderten verehrt und zieht bis heute viele Menschen an. Ähnliches gilt für die Markusreliquien, die zu Hochfesten in einem Schrein ausgestellt und zu Prozessionen mitgeführt werden.
Die Fuggerschen "neuen" Konventsgebäude dienen heute als Pfarrhaus und Sitz der Gemeindeverwaltung. Im dazugehörigen weitläufigen Keller keltert der Winzerverein den Reichenauer Wein.
In der Schatzkammer des Münster sind zahlreiche Reliquienschreine und weitere Kulturgegenstände aus dem 5.-18. Jahrhundert zu sehen.

Evangelische Heilig-Geist-Kirche, Insel Reichenau-Mittelzell

Rauhofweg 3, 78479 Reichenau, DE

Die im Jahr 1963 eingeweihte Kirche wurde nach einem Entwurf von Herber Kölsch und der künstlerischen Konzeption von Harry MacLean erbaut. Das Eingangsportal bilden zwei Kupferplatten, die die Holzkerne der beiden Türflügel umkleiden. Auf ihnen sind die sieben Engel mit Posaunen dargestellt, die dem Jüngsten Gericht und der Neuschöpfung von Himmel und Erde vorangehen. Die Buntglasfenster in der östlichen Chorwand stellen das Leitmotiv des Heiligen Geistes dar. Das Rundfenster über dem Altar zeigt die Taube des Heiligen Geistes, die in einem Feuerring von oben herabstößt. Im Fenster links vom Altar wird die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer im Jordan dargestellt. Dabei erinnert das Gewand, das Johannes der Täufer trägt, an ein in der Bodensee-Region verbreitetes Fastnachtsgewand (Narrenhäs). Das Fenster auf der gegenüberliegenden Seite gibt das Pfingstereignis wieder und bildet die Jünger Jesu mit Feuerzungen über dem Kopf ab.
In den Buntglasscheiben der acht Fenster auf der nördlichen und südlichen Seite des Kirchenschiffs sind abstrakte Rechtecke in farblicher Abstufung zu sehen. Dadurch ergibt sich eine Lichtkompostion, die den Innenraum von hinten nach vorne aufhellt.
Am Altartisch sind drei Antependien aus Bronze mit Ringen aufgehängt, auf denen Verse aus dem Johannes-Evangelium dargestellt sind.
Der spätgotische Kruzifixus auf dem Altar stammt aus dem ersten Viertel des 16. Jahrhunderts. Der Kanzelkorb erinnert durch seine runde Form an einen Schiffsausguck. Auf der Außenseite des Kanzelkorbs befindet sich eine aus Messing angefertigte Darstellung des Fischzugs des Simon Petrus auf dem See Genezareth. Der kugelförmige Taufständer vor dem Altar, symbolisiert die Erde. Das aufgerichtete koptische Kreuz auf der Kugel, kann auch als ein Mensch mit ausgebreiteten Armen aufgefasst werden.

Kirche St. Georg, Reichenau-Oberzell

Seestraße 4, 78479 Reichenau, DE

Die Kirche St. Georg wurde von Abt Hatto III. Ende des 9. Jahrhunderts erbaut. Hatto, der 896 mit König Arnulf zu dessen Kaiserkrönung nach Rom gereist war, erhielt dort von Papst Formosus das Haupt des hl. Georg. Er ließ die Reliquie auf die Reichenau bringen, wo sie ihren Platz in der Krypta der neu errichteten Kirche fand. Mit dem heutigen Bau stehen noch große Teile der ursprünglichen Basilika.
Acht großflächige, mehr als 4 Meter breite und über 2 Meter hohe Wandbilder im Mittelschiff zeigen Wundertaten Jesu und illustrieren die Macht Jesu über die Naturgewalten, Krankheiten, Leben und Tod.
Die Wandbilder entstanden Ende des 10. Jahrhunderts. Sie gehören damit zu den frühesten Zeugnissen ihrer Art nördlich der Alpen und stehen in engem Zusammenhang mit der im Reichenauer Skriptorium entstandenen Buchmalerei, die ebenfalls um 1000 ihren Höhepunkt erreichte.

Hochwart - phantastischer Ausblick am höchsten Punkt der Insel

Unnamed Road, 78479 Reichenau, DE

Die Hochwart liegt 400 Meter über dem Meeresspiegel und bietet als höchster Punkt der Insel einen phantastischen Ausblick über die Insel und den westlichen Bodensee. Alle drei Kirchen der Reichenau sind auf einen Blick nach Norden zu erkennen. Der Blick über die Weinberge und Gemüsefelder animiert dazu, die kulinarischen Köstlichkeiten der Insel zu probieren. Bei klarer Witterung reicht der Blick im Süden auf das Schweizer Ufer mit den Alpen im Hintergrund. Im Osten kann Konstanz, mit der Turmpyramide des Münsters, und das Naturschutzgebiet "Wollmatinger Ried" erblickt werden. Die Hegau-Vulkane und die Halbinsel Höri liegen im Westen.
Das turmartige Gebäude der Hochwart wurde 1839 als Teehäuschen erbaut und dient heute als Keramik-Atelier. Nur einen Steinwurf nach Osten entfernt, lädt ein Marien-Bildstock zum Innehalten ein.

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