Hardwald Muttenz/Birsfelden

Tour Muttenz, CH

Beim Rundgang vom Freidorf durch den Hardwald zum Auhafen und weiter zum Bahnhof Muttenz erlebt man die Geschichte und die Entwicklung der Verkehrsträger Strasse, Eisenbahn, Tram, Schiff, Fähre und Flugzeug. Man sieht dabei die Folgen des Klimawandels in der Natur, sowie jene, welche durch den Verkehr verursacht wurden.

Autor: Heimatkunde Muttenz, Dr. h.c. Helen Liebendörfer und Hanspeter Meier

Online-Heimatkunde Muttenz - Online-Heimatkunde Muttenz

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Am 6. November 2009 erschien die Heimatkunde Muttenz: Muttenz - zu Beginn des neuen Jahrtausend...

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33 Stationen

Einleitung mit Karte

Es wird empfohlen, die einzelnen Stationen in der nummerierten Reihenfolge zu besuchen.
Start ist die Tramhaltestelle Freidorf, Tram 14. Ein weiterer guter Einstiegspunkt ist die Tramhaltestelle Birsfelden Hard,
Tram 3.

Der Besuch des Auhafens (Stationen Z 25 - Z 27, blaue Punkte) kann z.B. nach der Station Nr. 19 absolviert werden.

Die beiliegende Detailkarte kann unter https://www.heimatkunde-muttenz.ch/images/Digiwalk/Karte-Hard.pdf ausgedruckt werden.
Gesamter Rundgang: Länge 9,2 km (ohne Besuch Auhafen)

ACHTUNG
Zu grossen Teilen des Hardwaldes ist wegen Trockenschäden aus Sicherheitsgründen der Zutritt nur auf Wegen erlaubt. Es gilt für alle Besucherinnen und Besucher: Betreten des Waldes auf eigene Verantwortung. Aktuelles dazu findet man auf der Website der Bürgergemeinde Basel https://bgbasel.ch.

1: Tramstation 14er Freidorf

4132 Muttenz, CH

Die Tramlinie von St. Jakob her überquerte ursprünglich die Birs auf einer schmalen Eisenbogenbrücke, die auch dem Verkehr auf der Kantonsstrasse diente. Die 1921 eröffnete einspurige Tramlinie nach Muttenz entlang der St. Jakobsstrasse wurde kurz nach Inbetriebnahme wegen einer Frontalkollision zweier Trams bis zur Haltestelle "Birsfelderstrasse" (heute "Zum Park") doppelspurig ausgebaut.

Am 3. Februar 1951 erhielt das Tram eine eigene doppelspurige Betonbrücke über die Birs, gleichzeitig wurde eine neue Linienführung vom Schänzli bis zum Käppeli von der Kantonsstrasse weg via Höhlebachgraben eröffnet.

2. St. Jakobsstrasse: Kantonsstrasse und Tram 12/14

Sankt Jakobs-Strasse 159, 4132 Muttenz, CH

Die alte Strasse verbindet Basel über den Birsübergang von St. Jakob mit Liestal und den Baselbieter Jurapässen. In ihrer Anlage geht sie auf römische Zeit zurück. Sie erreichte ihre grösste Verkehrsbedeutung im Mittelalter. Damals und noch lange Zeit danach existierte nur ein Steg über die Birs bei St. Jakob.
Nachdem in Birsfelden eine Brücke erstellt wurde (15. Jh.), verlor die Strasse via Muttenz an Bedeutung. Erst 1883 wurde bei St. Jakob eine hölzerne Brücke gebaut, und 1897 wurde mit dem Bau der neuen Strasse auch eine neue Brücke erstellt.

1951 wurde eine doppelspurige Betonbrücke über die Birs fertiggestellt. Gleichzeitig verlegte man die Tramlinie zwischen den Haltestellen Schänzli und Käppeli in den Höhlebachgraben. Die Verlegung erfolgte, weil man die Kantonsstrasse verbreitern musste, um die schon damals prekär gewordenen Strassenverhältnisse zu verbessern.

2014/15 wurde die Strasse grundlegend saniert.

3. Freidorf

Freidorf 133, 4132 Muttenz, CH

Situation in Basel am Ende des 19. Jh.
In Basel beschränkte sich die Bautätigkeit bis zum Ende des 19. Jh. im Wesentlichen auf das Gebiet innerhalb der Grenzen des Stadtkantons. Erst im Laufe des 20. Jh. dehnte sich die Agglomeration auf die Landgemeinden aus.

Als Reaktion auf die unhaltbaren hygienischen und sozialen Verhältnisse in den Mietskasernen der Stadt, aber auch auf die prekäre Wohnungsnot, wollte man durch die Neubesiedlung auch soziale und ethische Ziele verfolgen. Die Forderung nach «Licht und Luft» als auch der Wunsch nach «Ruhe im Grünen» konnte sich der Mittelstand durch ein kleines, von einem Garten umgebenes Einfamilienhaus erfüllen. So entstanden anfangs des 20. Jh. neben individuellen Einfamilienhausquartieren vier geplante Gartenstädte um Basel: Gartenstadt «Neu-Mönchenstein» (1912), «Siedlungs-Genossenschaft Freidorf» (1921, Muttenz), Siedlung Wasserhaus (1920/21 Neuewelt) und Eisenbahner-Gartenstadt Weil-Leopoldshöhe (1921/26).

1919 begann das Bauprojekt, welches durch den VSK finanziert wurde. Die Siedlung wurde auf freiem Feld in Dreiecksform angelegt. Voraussetzung war, dass die Nutzgartenfläche pro Familie mindestens 200 Quadratmeter betrug. 62% der Anlagen umfassten Grünflächen inklusive Baumalleen. Neu an dieser Gartenstadt Freidorf war, dass der Garten eine Art Wohnraum im Freien darstellte. Damit war der private Garten nicht mehr länger ein Privileg des reichen Bürgertums. Zusätzlich hatte er die wichtige Funktion als Gemüsegarten für eine möglichst grosse Selbstversorgung der Bewohner.

4. Brücke über Eisenbahn

Dammstrasse 97, 4132 Muttenz, CH

Die Birsfelderstrasse überquerte in den Anfangsjahren die Eisenbahnstrecke von Basel nach Liestal über eine Brücke. Die Bahnlinie verlief hier in einem Einschnitt.

Mit dem Bau des Rangierbahnhofs Muttenz (1924–1929) wurde die neue Eisenbahnlinie Rangierbahnhof Wolf - Rangierbahnhof Muttenz gebaut. Diese wurde kreuzungsfrei erstellt. Eine Barriere sicherte den Übergang Birsfelderstrasse.

Mit dem Bau der Autobahn bzw. des Anschlusses Hagnau musste die Birsfelderstrasse über das Schänzli umgeleitet werden. Damit hatte das zu Muttenz gehörende Quartier Freuler keine direkte Verbindungsstrasse mehr zu Muttenz. Für Fussgänger und Velofahrer wurde eine Passerelle gebaut.
Mit der Strassenverlegung wurde auch Platz für die drei SBB-Hochhäuser «Birshöhe» geschaffen (gebaut 1963/65 ).

Das Bahnausbauprojekt Entflechtung Basel–Muttenz ist der Bypass für die dicht befahrene Hauptschlagader des Bahnhofs Basel SBB. Das 300-Millionen-Franken-Projekt wird von März 2020 bis Ende 2025 realisiert. Es ist eine der Voraussetzungen für den S-Bahn-Viertelstundentakt Basel–Liestal sowie alle späteren Angebotsausbauten im Güter- und Personenverkehr der Nordwestschweiz.

Die neue Passerelle ist so gestaltet, dass sie trotz der höheren Lage über eine weniger steile Neigung verfügt als die bestehende Passerelle. Sie entspricht so den neusten Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes. Die Fussweg- und Veloverbindung wird während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten (SBB).

5. Hagnau, Brücke über Autobahn - Blick gegen Westen

E35, 4132 Muttenz, CH

Das grosse Autobahnkreuz Hagnau befindet sich an der dichtbefahrensten Strecke der Schweiz.
Im Jahr 1970 wurde das Teilstück Hagnau-Augst der A2 eröffnet,

Beim Bau der Eisenbahnlinie Basel-Liestal 1854 wurde das Gut Hagnau durch einen hohen Bahndamm in zwei Teile getrennt. Der Besitzer der Hagnau liess nun oben auf dem Hochgestade (Terrassenkante zu den Auen) ein Wohnhaus mit Ökonomiegebäude erstellen.
Das Wohn- und Ökonomiegebäude ging später in den Besitz von Ingenieur Jakob Christen-Gysin über und erhielt den Namen «Schweizerau». Der nördlich des Bahndammes gelegene Teil der Hagnau wurde 1872 dem neugeschaffenen Gemeindebann Birsfelden einverleibt.

Vom Hagnauhof ist heute nur eine Linde übrig geblieben (siehe Fotos).

6. Hagnau: Blick gegen Osten auf Hardwald

Falkenstrasse 10, 4127 Birsfelden, CH

Von diesem Standort sind die Schrebergärten im Hardacker erkennbar. Die 118 Schrebergärten in Pacht von der Gemeinde Muttenz existieren seit 1974.
Das hier überblickbare Gebiet der Hard war in der 1. Hälfte des 20. Jh. durch zwei Grossprojekte gefährdet:

• Projekt Friedhof in der Hard
Grund für den Bau eines Basler Zentralfriedhofs war der Platzmangel auf den bestehenden Friedhöfen Kannenfeldgottesacker von 1868, Wolfgottesacker von 1872 und Horburggottesacker von 1890. Um 1911 wurden dann Vorarbeiten für einen rund 60 Hektar grossen Friedhof im Hardwald (siehe Plan) aufgenommen. 1917 bereitete der Regierungsrat BL diesen Plänen ein schnelles Ende. In der Folge wurde der Zentralfriedhof am Hörnli erstellt.

• Projekt Grossflugplatz
Seit 1923 existierte auf dem Sternenfeld in Birsfelden ein Flugplatz. Wegen dem geplanten Bau der Birsfelder Hafen- und Industrieanlagen sollte der Betrieb bis 1940 eingestellt werden. 1941 wurde bekannt, dass im Zusammenhang mit der Anbauvermehrungs- und Brennholzversorgungsaktion im Weltkrieg auch die ganze oder teilweise Rodung der Hard zur Diskussion stand. Die Gemeindeversammlung vom 19. Februar 1941 lehnte dies ab u.a. mit der Begründung, dass ein Kahlschlag aus klimatischen Gründe katastrophal sei.
Im Jahr 1942 wurde eine «provisorischen Übergangslösung» geplant. Dazu sollte im Hardwald ein Stadtflughafen errichtet werden, der bis zur Eröffnung eines zukünftigen interkontinentalen Grossflughafens Allschwil-Burgfelden den Anschluss an den kontinentalen Verkehr sicherstellen würde.


7. Vitrabau

Das Familienunternehmen der Firma Vitra wurde 1950 in Weil am Rhein gegründet. Dort steht auch das Vitra Design Museum, das Gebäude des Stararchitekten Frank O. Gehry aus dem Jahr 1989. Ebenfalls von Gehry stammt das 1994 gestaltete Muttenzer Vitra Center, die zentrale Verwaltung des Büro- und Sitzmöbelherstellers.

Das Center steht inmitten des Wohn- und Gewerbegebietes Freuler auf Muttenzer Boden – in einem Quartier, das durch den Autobahnbau in den 1960er-Jahren mehr oder weniger vom übrigen Gemeindebann abgeschnitten worden ist.

Der zweiteilige Bau besteht aus einem dreigeschossigen Betonbau (Büroblock) mit nach Süden bodenlang verglasten Fenstern und einer «Villa» für Konferenzen, Empfang und Cafeteria. Büroblock und Villa sind miteinander über Brücken verbunden. (Rolf Otto,1969).

8. Entwicklungsgeschichte Hardwald

Burenweg 39, 4127 Birsfelden, CH

Im 16. Jh. diente der Hardwald als wichtiger Weidewald Basels. Die Eicheln wurden als Mastfutter und die Blätter als Spreu für den Stall verwendet. Der Wald ist seit 1515 Eigentum der Stadt Basel und wurde 1876 der damals neu gegründeten Bürgergemeinde Basel zugesprochen.

1835 wurden in der Hard, welche während Jahrhunderten als Weid- oder Wytwald diente, die alten Weiderechte der Gemeinden Muttenz und Pratteln aufgehoben. Die Umstellung von der Waldweide auf Nieder- und Mittelwaldbewirtschaftung setzte in der Hard bereits um 1800 ein.

Ab 1871 begann die Umwandlung des Waldbestandes in einen Hochwald mit dem Ziel, den Holzvorrat zu steigern. Dies hatte eine zunehmende Verdunkelung des Waldes zur Folge. Dadurch verschwanden zahlreiche lichtliebende Pflanzenarten und die Zusammensetzung von Flora und Fauna änderte sich grundlegend.

Immer wieder werden Teile des Hardwaldes aufgeforstet. Wir stehen hier vor einem solchen Aufforstungsgebiet.
Siehe auch Station 17 dieses Rundgangs.

9. Tram 3 Endstation und alte Strasse durch die Hard

Rheinfelderstrasse 50, 4127 Birsfelden, CH

Tram
Am 10. Mai 1897 eröffneten die Basler Strassen-Bahnen ihre dritte Tramlinie. Sie führte von der Missionsstrasse (heute Burgfelderplatz) via Spalentor – Barfüsserplatz – Aeschenplatz – Breite bis Schulstrasse in Birsfelden.
Die Strecke wurde mehrmals verlängert: 1906 von der Missionsstrasse an die Burgfelderstrasse, 1930 bis zur Burgfelden Grenze, 1932 von der Schulstrasse bis nach Birsfelden Hard (Tramschlaufe) und 2017 nach St. Louis.

Alte Strasse durch die Hard
Nach dem Brückenschlag von Birsfelden, der um 1424 erfolgt ist, löste die Strecke Birsfelden - Augst durch die Hard die bisherige Hauptroute zwischen St. Jakob und dem Bereich der Hülftenschanze als Hauptverbindung nach Liestal und zu den Jurapässen des Ergolzgebiets ab.

10. Zentrale West der Rheinwasseraufbereitung der Hardwasser AG Muttenz

Erlenstrasse 36, 4127 Birsfelden, CH

Der wirtschaftliche Aufschwung nach dem 2. Weltkrieg liess den Wasserbedarf der Stadt Basel stark ansteigen. Im heissen Sommer 1947 litt die Stadt unter Wassermangel. In der Folge untersuchte das damalige Gas- und Wasserwerk Basel, die heutige IWB, verschiedene Möglichkeiten, das fehlende Trinkwasser zu beschaffen. Man prüfte die direkte Aufbereitung von Rheinwasser, die Herleitung von Seewasser und die Anzapfung von weit entfernten Grundwassergebieten. Als tragfähigste Lösung erwies sich die künstliche Anreicherung des Grundwassers mit Rheinwasser.

1955 erfolgte die Gründung der Hardwasser AG. 1956-58 entstand die Anlage Steinhözli in Pratteln. 1960 realisierte der Architekt Max Schneider die streng symmetrische Zentrale West mit Pumpwerk am Burenweg in Muttenz.

Der zunehmende Wasserbedarf in der Region führte in den 1970er Jahren zur Erweiterung der Anlagen. 2012-14 wurde die Zentrale West mit einer modernen Aktivkohlefilter-Anlage ergänzt.

Aus der Zentrale West wird das Wasser hauptsächlich der Stadt Basel zugeführt (fünf Pumpen mit Förderleistungen zwischen je 200 l/s und 350 l/s). Zum anderen führt eine Freilaufleitung in das tiefer gelegene IWB-Pumpwerk Lange Erlen, wo das Hardwasser mit dem Trinkwasser aus den Langen Erlen gemischt und anschliessend in das Verteilnetz gepumpt wird.

11. Anschluss Autobahn: Erschliessung Hafen durch Autobahn

Hardstrasse 95, 4127 Birsfelden, CH

Mit diesem Teilstück der 1969 eröffneten Autobahn N2 erfolgt die Erschliessung von Birsfelden und v.a. des Birsfelder Hafens .

Ausbau der N2 (Plan siehe Bildergalerie)
Ein Tunnel soll als Hochleistungsverbindung für den Durchgangsverkehr die überlastete Autobahn-Osttangente entlasten und damit die Stadt sowie die Agglomeration vom Ausweichverkehr befreien.
Kernstück des Strassenbauprojekts, das im Jahr 2029 starten soll, sind zwei zweispurige Tunnelröhren von 3,6 respektive 3,8 Kilometern Länge. Sie sollen als parallele Autobahn zur heutigen A2 in Birsfelden beginnen, 18 Meter unter dem Flussgrund den Rhein unterqueren, im Basler Quartier Kleinhüningen wieder an die Oberfläche und über neue Rampen und Verbindungtunnels an das bestehende Autobahnnetz nach Deutschland und Frankreich führen.

Die diversen Anschlüsse an das bestehende Autobahnnetz bedingen weitere Grossbauten. So soll bei der Verzweigung Hagnau ein neuer Verbindungstunnel in Richtung Bern, Luzern und Zürich die heutige als «Bananenbrücke» bezeichnete oberirdische Verbindung ersetzen.

Ausserdem soll der Autobahnabschnitt am Rande des Hardwaldes und des Birsfelder Quartiers Freuler auf 1250 Meter Länge eingehaust werden.

12. Einschnitt Hafenbahn

Muttenz, CH

Die Hafenbahn verläuft hier in einem Einschnitt in der Niederterrasse (Schotterablagerungen der letzten Eiszeit). Anschliessend folgt die Bahn dem Hochgestade (Terrassenkante zu den Rhein-Auen).

1936 plant der Kanton Basel-Landschaft im Rahmen der Arbeitsbeschaffung die Erstellung sowohl von Hafenanlagen auf dem Sternenfeld und in der Au als auch der sogenannten Hafenbahn, die den Birsfelder Hafen mit dem Schienennetz beim Rangierbahnhof verbinden soll.

Die Anlagen der Hafenbahn erstrecken sich über die beiden Häfen Au in Muttenz und Birsfelden und verbinden die Hafenanlagen mit dem Bahnnetz. 1940 wurde auf der Verbindung Rangierbahnhof Muttenz-Birsfelderhafen der Betrieb aufgenommen. Am Anfang befuhr man die Anlagen mit Dampflokomotiven. Erst 1961 wurde die Strecke elektrifiziert.

siehe auch Station 16 und 20!

13. Hafen Birsfelden: ehemaliger Flugplatz Sternenfeld

Hafenstrasse 4, 4127 Birsfelden, CH

1920 wurde ein einfaches Flugfeld für den militärischen und zivilen Flugbetrieb eingerichtet. Wegen des Baus der Birsfelder Hafen- und Industrieanlagen musste der Betrieb 1940 eingestellt werden.

1937 begannen die ersten Arbeiten zur Errichtung von Hafenanlagen in Birsfelden. Die Eröffnung des Birsfelder Hafens erfolgte 1941 mitten im Weltkrieg. Mit dem Bau des Kraftwerks Birsfelden 1950 wurde der Rheinpegel angehoben. Dies führte in der Folge zu einem Vollausbau der beiden Rheinhäfen Birsfelden und Auhafen.

1922 wurde ein Masterplan zur zukünftigen Entwicklung des Hafens Birsfelden unterzeichnet. Dieser zeigt auf, wie sich der Hafen bis ins Jahr 2050 entwickeln soll. Als markanteste Änderung sieht der Plan vor, dass ein Teil der Tanklager zurückgebaut wird.

14. Alte Schiffstation Waldhaus

Muttenz, CH

Die alte Schiffstation Waldhaus hatte eine grosse Bedeutung für die Personenschiffahrt. Sie lag damals etwas weiter rheinaufwärts als die heutige Schiffsstation. Wie die Bilder um 1907 belegen, wurde mit der Inbetriebnahme der Dampfschifffahrt das Restaurant Waldhaus ein beliebtes Ausflugsziel der Stadt-Basler.
Mit dem Bau der Hafenbahn wurde eine Passerelle über die Bahn gebaut. Damit konnte die Schiffstation ohne Probleme direkt erreicht werden.
Heute ist der Gang zum Rheinufer nur über einen grossen Umweg möglich, da die mittlerweile verrostete Passerelle 2016 aus Sicherheitsgründen ersatzlos abgerissen wurde.

15. Waldhaus

Muttenz, CH

Das Hotel und Restaurant ist im Besitz der Bürgergemeinde Basel, genauso wie der umliegende Hardwald.

Das Waldhaus wurde 1905 gebaut. Seit dem Bau des Kraftwerks Augst 1912 fuhren die Dampfschiffe fahrplanmässig Fahrten auch nach Rheinfelden. Ab diesem Zeitpunkt benutzten viele Ausflügler von Basel die Haltestelle Waldhaus, um ins Restaurant Waldhaus zu gelangen.

2023 erfolgt nach intensiver Renovation die Neueröffnung.

16. Eisenzeitlicher Grabhügel Waldhaus/Hardhüslischlag - vor 500 v. Chr.

Muttenz, CH

Um 500 v. Chr. bestattete die Elite ihre Toten unter grossen Grabhügeln. Dieser künstliche Hügel, der schon um 600 v. Chr. angelegt worden war, diente während Jahrzehnten als Begräbnisplatz und barg mindestens zehn Nachbestattungen.

Insgesamt fünf Grabhügel sind aus der Hard nördlich von Pratteln und Muttenz bekannt. Drei davon wurden 1841 vom Basler Altertumsforscher Wilhelm Vischer-Bilfinger entdeckt und ausgegraben. Seine für die damalige Zeit ausgezeichnete Dokumentation erlaubt es noch heute, zahlreiche Schlüsse über den Aufbau, die einzelnen Grabinventare der insgesamt 44 Bestattungen und die Grababfolge zu ziehen. Die Hügel hatten Durchmesser zwischen 18 und 20 Metern und waren, wo erhalten, noch rund 2 Meter hoch.

17. Hafenbahn: Stationsgebäude

Auhafenstrasse 52, 4127 Birsfelden, CH

Bis im Jahre 1956 waren in den beiden Rheinhäfen alle Zufahrts- und Werkstrassen fertiggestellt. Auch die Bahnanlagen passte man kontinuierlich an die Bedürfnisse an. Zur Erleichterung des Gütertransports wurde ein Hafenbahnhof gebaut, der mit dem Güterbahnhof Muttenz verbunden war (Hafenbahn).

Die Anlagen der Hafenbahn erstrecken sich über die beiden Häfen Au in Muttenz und Birsfelden und verbinden die Hafenanlagen mit dem Bahnnetz. 1940 wurde auf der Verbindung Rangierbahnhof Muttenz-Birsfelderhafen der Betrieb aufgenommen. Am Anfang befuhr man die Anlagen mit Dampflokomotiven. Erst 1961 wurde die Strecke elektrifiziert.

2011 erfolgte die Zusammenlegung der beiden kantonalen Hafenbahnen zur Hafenbahn Schweiz, eine Tochtergesellschaft der Schweizer Rheinhäfen, die etwa 80 km Gleise betreibt. Bei zwei Dritteln der in den Schweizerischen Rheinhäfen umgeschlagenen Güter erfolgt der Transport per Bahn, und nur zu einem Drittel werden die Güter von Lastwagen übernommen. Die Anlagen der Hafenbahn Birsfelden umfassen eine Länge von 3028 m Streckengleise, mit den Nebengleisen eine Länge von 24'523 m.

18. Aufforstungsfläche

Muttenz, CH

Der Klimawandel wird der Schweiz bis Ende des 21. Jahrhunderts mindestens drei bis vier Grad wärmere und trockenere Sommer bescheren. In der Waldbewirtschaftung stellt sich deshalb die Frage, welche Baumarten in Zukunft mit den veränderten Klimabedingungen zurechtkommen werden.

Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL, das Bundesamt für Umwelt BAFU, 20 kantonale Waldämter und viele Forstbetriebe haben ein gemeinsames Konzept entwickelt. Sie legen über 50 Testpflanzungen an, um die Klimatoleranz von 18 Baumarten zu überprüfen. Eine dieser Testpflanzungen liegt im Hardwald und wurde am 15. Dezember 2020 angelegt.

648 Bäumchen pflanzt der Forstbetrieb der Bürgergemeinde Basel unter Anleitung der WSL in einem vorgegebenen Raster. Sechs Baumarten werden auf dieser ersten Versuchsfläche in der Region Basel getestet. Gepflanzt werden die einheimischen Waldbaumarten Weisstanne, Waldföhre, Winterlinde und Nussbaum. Dazu kommen die Gastbaumarten Atlas-Zeder und Baumhasel, die ihren Ursprung in Nordafrika beziehungsweise in Osteuropa haben.

Quellen: Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, www.testpflanzungen.ch

19. Römischer Wachturm

Auhafenstrasse 129, 4127 Birsfelden, CH

Beachten Sie die Infotafel am Standort!
Nach der Aufgabe des obergermanisch-raetischen Limes in den Jahren um 260 n. Chr. wurde die Grenze des römischen Reichs an die leichter zu verteidigenden Flüsse zurückverlegt: Rhein (Rhenus), Donau (Danuvius) und Iller (Hilaria) bildeten in der Folge die Grenze zwischen dem Imperium Romanum und den im freien Germanien ansässigen Stämmen, den Alamannen, Juthungen und Franken.
Nach einer ersten Aufbauphase in der Zeit der Kaiser Diokletian und Konstantin zwischen 284 und 337 n. Chr. war es vor allem Valentinian I. (364–375 n.Chr.), der die Rheingrenze verstärkte und zahlreiche Wachtürme errichten liess. Man geht davon aus, dass der Turm um 370 n. Chr. errichtet wurde.

Im Kanton Baselland ist neben dem Wachturm in Muttenz nur noch ein weiterer in der Flur Sternenfeld bei Birsfelden bekannt. Er wurde aber beim Bau des Auhafens 1938 zerstört.
https://www.archaeologie.bl.ch/uploads/files/website/2015_Muttenz__Hard_web.pdf

20. Gebäude Wasserversorgung Muttenz

Rheinfelderstrasse 971, 4132 Muttenz, CH

Die 2017 in Betrieb gegangene Aufbereitungsanlage an der Rheinfelderstrasse, besteht aus einem dreistufigen Verfahren. Sie bezieht das Wasser aus den zwei Förderstellen Auweg und Obere-Hard das Grundwasser.

Dreistufiges Verfahren
In einer ersten Stufe wird das Wasser mit Ozon und Wasserstoff behandelt.
Danach folgt die Adsorptionsstufe, in welcher das Wasser mittels Pulveraktivkohle weiter gereinigt wird. Mit einem abschliessenden Membranfilterverfahren zur Abtrennung der Pulveraktivkohle wird das keimfreie Trinkwasser ins Netz eingespiesen.

21. Neue Verbindungslinie Hafenbahn

Rheinfelderstrasse 971, 4132 Muttenz, CH

Die 2020 eröffnete „Südanbindung Auhafen-Schweizerhalle“ ist eine neue Gleisverbindung zwischen dem Bahnhof Birsfelden Hafen (auf Muttenzer Boden) und dem Rangierbahnhof Muttenz.

Durch die neue Verbindung „Südanbindung“ findet ein Ringschluss mit dem Rangierbahnhof Muttenz statt. Zustellungen können so nicht nur über das Streckengleis in den Hafenbahnhof Birsfelden, sondern auch über die Gleisanlage des Konsortiums Schweizerhalle in den Auhafen erfolgen.

Damit ist der Hardwald ringförmig von allen Seiten von Bahnanlagen eingeschlossen.

22. Versickerungsweiher

Muttenz, CH

Das Filtratwasser wird über ein Auslaufbauwerk gezielt auf die Sickeranlagen verteilt. Es existieren dreieinhalb Kilometer offen im Wald angelegte Sickergräben mit 7000 m2 Fläche und sechs Weiher mit gesamthaft 4000 m2 Sickerfläche. Sie nehmen pro Tag durchschnittlich 100'000 m3 Filtratwasser auf.

Die Sohle der Sickeranlagen ist mit verschiedenen Sand- und Kiesschichten aufgebaut. So ist beispielsweise in den Weihern eine 45 cm starke Rundkiesschicht auf einer 30 cm starken Sandschicht aufgeschüttet, die Laub und restliche Schwebestoffe zurückhält. Diese Schicht muss nach einem Instandhaltungsprogramm im Rhythmus von 10 bis 15 Jahren infolge Verschlammung erneuert werden.
Quelle: Hardwasser AG

23. Versickerungsgräben

Muttenz, CH

Dieses System aus 3500 m offen im Wald angelegten Sickergräben mit 7000 m2 Fläche und 6 Weihern mit gesamthaft 4000 m2 Sickerfläche wird pro Tag mit durchschnittlich 100'000 m3 Filtrat beschickt.

Mit der Versickerung oder Infiltration im Hardwald durchläuft das Wasser eine weitere natürliche Reinigungsstufe. Der Kiesboden unter dem Hardwald ist von unterschiedlich feiner Struktur und Körnung. Je nach Schicht variiert der Strömungswiderstand beträchtlich, sodass das Wasser zwischen wenigen Tagen und mehreren Monaten zurückgehalten wird. In dieser Zeit findet der biochemische Abbau der Bakterien und weiteren Inhaltstoffe statt.
Quelle: Hardwasser AG

24. Versickerungsweiher

Grenzacherstrasse, 4132 Muttenz, CH

25. Brücke Autobahn

Grenzacherstrasse, 4132 Muttenz, CH

Die Autobahn zerschneidet wie schon im 19. Jh. die Eisenbahn den Hardwald von Westen nach Osten. Die Autobahn ist heute mit allen negativen Folgen an der Belastungsgrenze angekommen.

Zur Erweiterung der Kapazität soll der Abschnitt Hagnau-Augst von drei auf vier Fahrstreifen pro Richtung erweitert werden. Abschnittsweise ist sogar eine Erweiterung auf je fünf Fahrstreifen vorgesehen.

26. Möglicher Standort Windrad

Muttenz, CH

Bereits 2009 hatte die Gemeindeversammlung Muttenz einem Standort für Windenergieanlagen in der Muttenzer Hard zugestimmt.
Seit 2019 wurde die Planung für zwei Windräder vorangetrieben.

Die beiden Anlagen sollten beim Robinson Spielplatz im Wald und auf dem Areal der Kompostierungsanlage erstellt werden. Die Ergebnisse der öffentlichen Mitwirkung im Rahmen der Zonenplanrevision sowie Rückmeldungen der zuständigen Fachstellen des Bundes und des Kantons haben ergeben, dass die Akzeptanz der Bevölkerung für nur einen Standort grösser ist. Aufgrund dessen entschloss sich die Gemeinde zusammen mit dem Investor, das Projekt auf eine Anlage zu reduzieren. Die Gemeindeversammlung vom Juni 2021 lehnte jedoch diese Vorlage mit einem Windrad ab.

Im Jahr 2022 sind Bestrebungen im Gang, erneut das Thema Windrad Hard an einer Gemeindeversammlung aufzugreifen.

27. Rangierbahnhof

Muttenz, CH

Die Gemeinde Muttenz besitzt zwei organisatorisch voneinander getrennte Bahnanlagen.
Der Personenbahnhof aus dem Jahre 1854, dem Zeitpunkt der Eröffnung der Strecke Basel–Liestal, dient vor allem dem Regional- und Durchgangsverkehr.

Der Rangierbahnhof, welcher sich nördlich des Personenbahnhofs erstreckt, stammt aus den 1930er- bzw. 1970er-Jahren.
Die Anlage des Rangierbahnhofes Muttenz I von 1933 benötigte eine grossflächige Rodung des Hardwaldes. Der Vergleich der beiden Siegfriedkarten von 1923 und 1931 zeigt die einschneidende Veränderung.
(siehe https://map.geo.admin.ch/?topic=swisstopo&lang=de&bgLayer=ch.swisstopo.pixelkarte-farbe&layers_timestamp=19311231,19231231&X=264442.77&Y=616678.15&zoom=8&catalogNodes=1392&layers=ch.swisstopo.zeitreihen,ch.swisstopo.zeitreihen&swipe_ratio=0.50).

Der Rangierbahnhof Muttenz I diente dem Güterverkehr Nord-Süd, Muttenz II ging 1976 in Betrieb und diente dem Süd-Nord-Verkehr.
Mehr auf https://www.heimatkunde-muttenz.ch/index.php/siedlung/verkehr/eisenbahn


28. Stationsgebäude, Justizzentrum

Unterwerkstrasse 20, 4132 Muttenz, CH

Der Baubeginn des Rangierbahnhofs auf dem Muttenzer Feld fällt fast zusammen mit dem Bau des Freidorfs. Zwischen
1920 - 33 errichtete der Architekt Alfred Ramseyer den ersten Teil der Anlage. Das nahezu 100 Meter lange Dienstgebäude von 1931 ist noch heute der markanteste Teil des ganzen Areals. Der Bau enthält Büros, Wohnungen und Kantine. Das dreistöckige Gebäude ist symmetrisch im Mittelteil um ein Geschoss erhöht. Drei Stellwerke aus den frühen 1930er-Jahren ergänzen das Ensemble.

Der Neubau des Strafjustizzentrums beim Bahnhof Muttenz wurde im Frühling 2014 eröffnet. Es vereint das Strafgericht, das Zwangsmassnahmengericht und das Jugendgericht sowie grosse Teile der Staatsanwaltschaft und ein Gefängnis unter einem Dach. Es bietet im Polyfeld Muttenz Arbeitsplätze für rund 170 Mitarbeitende der Verwaltung und der Gerichte.

29. Bahnhof Muttenz

Grenzacherstrasse 1, 4132 Muttenz, CH

Das erste Bahnhofgebäude wurde im Jahr 1854 im Zusammenhang mit der Eröffnung der Strecke Basel-Liestal erbaut. Am 19. Dezember 1854 befuhr der erste Zug die Strecke Basel-Liestal. Ursprünglich war geplant, die Bahnlinie mitten durchs Dorf zu führen. Die Gemeinde hatte dies aber abgelehnt, und so wurde der Bahnhof ausserhalb des Dorfes am Ende der alten Bahnhofstrasse erbaut. Die Station lag damals etwas östlich der Bahnhofstrasse.

Z 30. Auhafen

Auhafenstrasse 121, 4132 Muttenz, CH

In den 1930er-Jahren herrschte infolge der Weltwirtschaftskrise eine grosse Arbeitslosigkeit. Die Verwirklichung eines grossen Projekts, wie der Bau eines Hafens, stellte eine Möglichkeit dar, Hunderte von Arbeitslosen zu beschäftigen. Die baselstädtischen Rheinhafenanlagen erwiesen sich durch den damaligen grossen Aufschwung bald als zu eng, und so rückte der Bau der basellandschaftlichen Hafenanlagen in den Vordergrund. 1932 wurde ein Projektauftrag erteilt.

1937 wurde dann mit den Bauarbeiten begonnen. Es waren umfangreiche Erdbewegungen und Böschungsarbeiten nötig. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs führte zu einer Beeinträchtigung der Arbeiten. Durch die Generalmobilmachung der Schweiz wurden die Arbeitskräfte für die Armee eingezogen und auch die Materialzufuhr hörte fast vollständig auf. Trotz dieser Umstände wurde beschlossen weiterzuarbeiten, damit bei Kriegsende eine betriebsbereite Hafenanlage vorhanden sei.

Anfangs der Fünfziger Jahre nahm der Konsum von flüssigen Treib- und Brennstoffen rasch zu. Neben zahlreichen Tankbauten wurden auch Lagerhäuser, Umschlagshallen, Getreidesilos, Umschlagsbrücken, Krananlagen und Kohlebrech- und Siebwerke gebaut. Neben festen und flüssigen Brenn- und Treibstoffen wurden auch andere Güter wie Getreide, Zucker, Kaffee, Holz, Eisen, chemische Erzeugnisse usw. umgeschlagen und gelagert. Zur Erleichterung des Gütertransports wurde ein Hafenbahnhof gebaut, der mit dem Güterbahnhof Muttenz verbunden war (Hafenbahn).

Mit dem Bau des Kraftwerks Birsfelden und der Austiefung der Fahrrinne zwischen der Johanniterbrücke und dem unteren Vorhafen der Schleuse wurden die Verhältnisse für die Schifffahrt wesentlich verbessert. Der Umschlag entwickelte sich in der Folge sehr.

Als neue Geschäfte wurden in den frühen 1960er-Jahren der Umschlag, die Zwischenlagerung und der Transport von Aluminiumoxyd (auch Tonerde genannt) aufgenommen. Das Aluminiumoxyd wurde in den schweizerischen Aluminiumwerken zum festen Werkstoff verarbeitet. 1983 wurde in den basellandschaftlichen Rheinhäfen erstmals Dünger umgeschlagen.

Im Jahre 2007 wurde von den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt die Zusammenlegung der kantonalen Rheinhäfen zu den Schweizerischen Rheinhäfen SRH beschlossen.

Z 31. Auhof - verschwundener Bauernhof

Strasse 3 121, 4127 Muttenz, CH

Der Name Au stammt von den Rheinauen, den regelmässig überschwemmten Gebieten des Rheins. Der Bauernhof war einst ein Nebenhof des Klosters Rothaus. 1840 wurde das Landgut von Remigius Merian, wohnhaft beim Rothenhaus, verkauft. Über verschiedene Eigentümer gelangte das Gut 1918 an die Basellandschaftliche Kantonalbank, welche es 1940 an den Kanton Basel-Landschaft verkaufte. Langjährige Pächter bis zum Abbruch des Hofes war die Familie Schwörer. Für den Ausbau des Auhafens ab 1950 verpachtete der Kanton das Land parzellenweise im Baurecht an diverse Hafenfirmen. Für diese Erweiterung musste der Auhof 1952 abgerissen werden.

Z 32. Alte Fähre nach Grenzach

Auhafenstrasse 29a, 4127 Muttenz, CH

Diese Fähre bestand schon lange. So wird im 14. Jh. eine Fährverbindung erwähnt, welche zwischen dem Weiler Bertlikon, dem heutigen Rheinhäuser von Grenzach, und dem linksrheinschen Ufer bestand. Die Fähre besass bis 1865 keine Drahtseilverbindung.

1910 wurde bemängelt, dass das Herabhängen (Durchhängen) des Drahtseiles eine Gefahr für die Durchfahrt grösserer Schiffe sowie die Flösserei sei, ebenso für die Fischer, welche in der Nacht die Stelle passieren würden. Beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 wurde der Betrieb der Fähre eingestellt. Erst 1925 wurde der Fährbetrieb wieder aufgenommen. Wegen dem Bau des Auhafens und der Ausbaggerung des linksseitgen Rheinbettes wurde 1938 der Fährbetrieb eingestellt.

1957 wurde noch einmal der Versuch unternommen, mit einer Motorfähre die alte Tradition erneut fortzusetzten. Die Fähre fuhr jetzt folgende Route: Grenzach-Waldhaus-Grenzach-Rheinufer Wyhlen bei der Suttergrube-Schweizerhalle-Wyhlen-Grenzach. Aber auch dieser Versuch endete mangels genügender Besucher 1966.

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